Fußball-Landesliga

Frust bei SV Scherpenberg: vierte Heimpleite, zwei Verletzte

Die grüne Teutonia-Wand stand: Nach einer Ecke kommen Damian Raczka (l.) und Luca Palla (r.) nicht für Scherpenberg an den Ball.

Die grüne Teutonia-Wand stand: Nach einer Ecke kommen Damian Raczka (l.) und Luca Palla (r.) nicht für Scherpenberg an den Ball.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Moers.  Das Topspiel in der Fußball-Landesliga hat der SV Scherpenberg gegen den neuen Tabellenzweiten Teutonia St. Tönis im Wäldchen mit 0:1 verloren.

So tief wie am gestrigen Sonntagnachmittag saß der Frust bei den Landesliga-Fußballern des SV Scherpenberg selbst nach der 1:2-Derbyniederlage gegen Fichte Lintfort kürzlich nicht. Ein Dreier gegen Teutonia St. Tönis im Topspiel hätte das Team von Trainer Abdassamad Sallay auf Tabellenplatz zwei geschoben. Doch nach 90 Minuten war die Bilanz betrüblich: Viel Ballbesitz, wenig Torchancen, wenig Fußball, zwei Knieverletzte und ein 0:1 (0:1) gegen einen defensivstarken, aber ansonsten nicht aufstiegstauglichen Gegner, der nach einem Gelb-Rot-Feldverweis am Ende nur noch zu zehnt verteidigt hatte.

Die vierte Heimniederlage in Serie machte Coach Sallay wütend: „St. Tönis hat hier so gespielt, als ginge es gegen den Abstieg.“ Streckenweise mit Sechser-Kette operierten die Grünen. Scherpenberg hatte gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, fand aber keine Lösungen, um den Abwehrblock zu pulverisieren.

Das Tor tat dem Spiel nicht gut

Nach dem Abpfiff musste man gar von einem Lucky Punch für die Teutonen nach nur drei Spielminuten sprechen. Die erste Ecke des Spiels von Brian Dollen netzte Innenverteidiger Lukas Stiels per Direktabnahme ein. „Da haben bei uns alle geschlafen“, stellte Sallay fest.

Der Treffer tat der kampfbetonten, hektischen Partie gar nicht gut. Die Gäste beschränkten sich auf die Defensive, die Scherpenberger rannten vergeblich an. Einzig Freistöße, getreten von Außenverteidiger Nico Frömmgen und Kapitän Bora Karadag, brachten einen Hauch von Torgefahr. Dazu hingen bei den Gastgebern leistungsmäßig einige in der Luft. Etwa Angreifer Emre Camdali oder Ibrahim Üzüm auf der Sechserposition. Auch Kapitän Karadag kam zu selten an den Ball, um seine technischen Fertigkeiten auszuspielen. Dazu wurde der Offensivdrang des gesperrten Emre Terzi auf der linken Außenbahn arg vermisst.

Schmerzlich waren auch zwei Verletzungen. Kevin Dyka, kürzlich erst von einem Kreuzbandriss genesen, vertrat sich auf dem unebenen Aschengeläuf und musste schon nach 19 Minuten vom Feld. Das rechte Knie wurde umgehend bandagiert. Sein Ersatz Lars Hoffmeister erwischte es kurz vor der Pause im Zweikampf mit St. Tönis’ Torjäger Brian Drubel – ebenfalls am rechten Knie.

Vielleicht hätte nach der Pause ein Elfmeterpfiff die Wende für Scherpenberg gebracht. Doch beim Handspiel von Teutone Stiels im eigenen Strafraum blieb die Pfeife von Referee Tobias Berthold stumm (63.).

Einzig der eingewechselte Gabriel Deriks hatte hiernach noch den Ausgleich auf dem Schuh. Selbst Gelb/Rot gegen Mike Falcone nach einer Rempelei mit Damian Raczka half den Gastgebern nicht mehr (85.).

Teutonias Trainer, Ex-Profi Bekim Kastrati: „Spiele auf Asche machen keinen Spaß. Aber wir haben mit einer tollen Abwehrleistung ein 1:0 geholt. Und das zählt am Ende.“

So haben sie gespielt:

SV Scherpenberg: Weigl – Frömmgen, Yildirim, Raczka, Dyka (19. Hoffmeister, 44. K. Etuk) – Palla, Üzüm (60. Terwiel), Ihnacho, Stellmach – Camdali (65. Derikx), Karadag.

Tor: 0:1 Stiels (3.).

Schiedsrichter: Tobias Berthold (SV Blau-Weiß Meer).

Zuschauer: 250.

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