Frauen-Fußball

GSV Moers will in der Regionalliga für Überraschungen sorgen

Der gesamte Kader vom Regionalliga-Aufsteiger GSV Moers: (hinten von links) Florian Hambloch, Elisabeth Ommen, Sandra Goertz, Nadja Sissay, Stefanie Frings, Ann-Katrin Leuchtenberger, Martin Walz; (Mitte von links) Martin Sachs, Thorsten Manderfeld, Kai-Uwe Beiersdorf, Carina Rasch, Lynn Tersteegen, Zoe Meiser, Laura Brand, Diane Böhm, Hasan Gören, Mirjam Mölders; (vorne von links) Maren Marie Meister, Leonie Müller, Chantal Schmitz, Tanja Soentjens, Lisa Mölders, Ricarda Rumohr, Marie Lösbrock, Jessica Roth und Dalia Ghrayeb. Kim Celina Dannehl, Shqipe Saliji, Katja Steimann, Alena Mogilnikov und Vera Hesemann fehlen auf dem Bild.

Der gesamte Kader vom Regionalliga-Aufsteiger GSV Moers: (hinten von links) Florian Hambloch, Elisabeth Ommen, Sandra Goertz, Nadja Sissay, Stefanie Frings, Ann-Katrin Leuchtenberger, Martin Walz; (Mitte von links) Martin Sachs, Thorsten Manderfeld, Kai-Uwe Beiersdorf, Carina Rasch, Lynn Tersteegen, Zoe Meiser, Laura Brand, Diane Böhm, Hasan Gören, Mirjam Mölders; (vorne von links) Maren Marie Meister, Leonie Müller, Chantal Schmitz, Tanja Soentjens, Lisa Mölders, Ricarda Rumohr, Marie Lösbrock, Jessica Roth und Dalia Ghrayeb. Kim Celina Dannehl, Shqipe Saliji, Katja Steimann, Alena Mogilnikov und Vera Hesemann fehlen auf dem Bild.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Moers.  Dem Jubel über die sofortige Rückkehr in die Regionalliga ist bei den Fußballerinnen des GSV Moers mittlerweile harte Arbeit gewichen.

Dem Jubel über die sofortige Rückkehr in die Regionalliga ist bei den Fußballerinnen des GSV Moers mittlerweile harte Arbeit gewichen. Seit mehr als fünf Wochen befinden sich die „Gräfinnen“ in der Vorbereitung auf die kommende Spielzeit, die wohl eine der härtesten für die Gelb-Schwarzen wird. „Deshalb ist unser oberstes Ziel erst einmal der Klassenerhalt“, sagt dann auch Trainer Hasan Gören, der auf den Teamgeist seiner Mannschaft setzt. „Das war auch in der vergangenen Saison mit dem Niederrheintitel und dem Aufstieg der Garant für den Erfolg. Wir werden uns auch in der neuen Spielzeit noch finden müssen. Aber das darf nicht lange dauern. Denn wir müssen so schnell wie möglich punkten.“

Das ist in der Tat so. Schlimmstenfalls steigen nämlich bis zu sechs Mannschaften aus der Regionalliga ab. Das hängt davon ab, wie sich die Westvereine in der 2. Bundesliga schlagen. „Dazu kommt, dass wir mit Patricia Michalak und Kristina Hölscher zwei unserer wichtigsten Leistungsträgerinnen der vergangenen Jahre verloren haben. Sie haben aufgehört. Auf ihre Erfahrungen können wir nicht mehr zurückgreifen. Das wird uns sicherlich gerade zu Beginn sehr fehlen.“ Zudem hängen Nina Heines und Chris Feger ihre Fußballschuhe an den „berühmten Nagel“. Und Dana Sevenit hat sich nach Steele verabschiedet.

Noch keine Stammformation

Deshalb hätte Gören es gerne gesehen, wenn sich in den Vorbereitungspartien, mit denen der Trainer doch schon zufrieden war, eine Stammformation eingespielt hätte. „Doch das war urlaubsbedingt nicht möglich, und auch die ein oder andere Verletzung verhinderte dies“, so der Trainer. „Deshalb bin ich mir auch noch völlig unsicher, wer in der Anfangs-Elf am Sonntag, 13 Uhr, im ersten Spiel bei Vorwärts Spoho Köln stehen wird. Das werden wohl erst die letzten Trainingseinheiten endgültig entscheiden. Damit haben wir gleich zu Beginn eine hohe Hürde vor uns. Aber leichte Spiele gibt es für uns in dieser Liga sowieso nicht.“

Sieben neue Spielerinnen sind zur Filder Straße gewechselt. Zudem konnte Vera Hesemann für den Angriff reaktiviert werden. Zwei Torhüterinnen wurden mit Tanja Soentjens vom SV Hemmerden und Katja Steinmann aus der eigenen U17 verpflichtet. Wie gut das war, zeigt sich darin, dass Stammkeeperin Lisa Mölders, die übrigens auch Kapitänin ist, noch Probleme mit der Hand hat. Ricarda Rumohr ist durch einen Kreuzbandriss bis zum Winter außer Gefecht gesetzt, und auch Tanja Soentjens steht durch eine Verletzung für das Spiel in Köln nicht zur Verfügung. So muss zum Auftakt wohl Nachwuchstalent Katja Steinmann in Köln das Tor hüten.

Die Abwehr sollen Elisabeth Ommen (vom Linner SV) und Maren Meister (aus der eigenen U17) verstärken. Für das Mittelfeld konnten Laura Brand (von Göttingen 05), Alena Mogilnikov (ebenfalls vom Linner SV) und Chantal Schmitz (vom SV Budberg) gewonnen werden. „Die neuen Spielerinnen haben sich bestens ins Mannschaftsgefüge eingefunden“, berichtet Gören weiter: „Sie sind gut aufgenommen worden und ich bin sicher, dass sie uns weiterhelfen werden.“

Aktuell wird Gören mit 18 bis 20 Spielerinnen in die neue Saison einsteigen, obwohl derzeit noch 24 im Kader sind. Zudem wird er auch auf Akteurinnen der zweiten und dritten Mannschaft zurückgreifen können. „Das werden wir aber alles nur in Absprache mit den jeweiligen Trainern vornehmen“, sagt Gören, der gerade auch die Zusammenarbeit mit der Zweit- und Drittvertretung lobt. „Wir ziehen alle an einem Strang und wollen so den Erfolg herbeiführen.“

Stellvertreterinnen von Lisa Mölders als Kapitänin sind Steffi Frings und Carina Rasch. „Sie sind auch meine verlängerten Arme auf dem Spielfeld“, berät sich der Moerser Coach oft mit diesen erfahrenen Spielerinnen. Mit Steffi Frings kehrt eine „alte Bekannte“ zurück in den Regionalliga-Kader. Die frühere Torjägerin soll aber im Gören-System eine andere Rolle spielen. „Wie die aussieht, verrate ich aber nicht“, will der Coach sich nicht in die Taktik-Karten schauen lassen.

Favorit ist Borussia Bocholt

Klarer Favorit ist für Gören Borussia Bocholt: „Die haben einen Etat von über 100.000 Euro, haben unheimlich aufgerüstet. Sie sind Aufstiegskandidat Nummer eins. Da können wir nicht mithalten. Aber auch die SGS Essen II sowie der 1. FC Köln oder der VfL Bochum sehe ich ganz vorne.“

Aber das Augenmerk von Gören liegt natürlich auf seinem Team: „Wir wissen, dass wir viel Arbeit haben und in vielen Spielen nur krasser Außenseiter sind. Aber vielleicht ist das ja gerade unsere Chance. Denn mit unserer mannschaftlichen Geschlossenheit, werden wir sicher für die ein oder andere Überraschung sorgen können.“

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