Handball / 2. Liga

TuS Lintfort schwebt nach viertem Sieg auf „Wolke sieben“

Steuerte zum Sieg in Beyeröhde gleich sechs Treffer dabei: Naina Klein (Bildmitte). Foto:Markus Weissenfels

Steuerte zum Sieg in Beyeröhde gleich sechs Treffer dabei: Naina Klein (Bildmitte). Foto:Markus Weissenfels

Kamp-Lintfort   Aufsteiger TuS Lintfort sorgt in der zweiten Damenhandball-Bundesliga für Furore: Beim TV Beyeröhde gelang dem Team der vierte Erfolg in Serie.

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Welch eine Leistungsexplosion! Man muss sich richtig wundern, zu welchen Taten die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort derzeit imstande sind. Die Mannschaft schwebt nach dem vierten Erfolg in Serie zurecht auf „Wolke sieben“, hamstert fleißig wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Der TuS Lintfort siegte in einer emotionsgeladenen Partie beim TV Beyerhöde knapp – aber verdient – mit 35:34 (19:17) und kletterte in der Tabelle nun sogar ins breit gestreute Mittelfeld.

In diesem Duell zweier zur Zeit sehr erfolgreichee Vereine – Beyeröhde siegte bis dato fünfmal in Serie – hatte das spielerische Niveau keine übergeordnete Strahlkraft. Bei diesem Aufeinandertreffen standen vielmehr die Körperlichkeit, die Einsatz- und Laufbereitschaft, aber auch die mentale Stärke sowohl der Teams als auch jeder einzelnen Spielerin im Vordergrund.

Große Körperlichkeit

Lintfort betrieb einen hohen Aufwand. Insbesondere die Deckung musste gegen die torhungrigen Gastgeberinnen eine ganze Menge leisten. Dabei hatten es die TuS-Spielerinnen allerdings nicht immer einfach. Der Defensivauftritt der Gäste war in einigen Phasen durchaus fehlerbehaftet. Sorgen machen musste man sich um die Mannschaft dennoch nicht.

Die TuS-Mädels profitieren momentan von ihrer Lockerheit im Angriff, überraschen mit dieser Art und Weise bei ihren Auftritten. Es herrschen sichtbare Strukturen, die befolgt und eingehalten werden. Aber ganz wichtig ist auch das Selbstvertrauen. Die Spielerinnen trauen sich etwas zu, und das schweißt zusammen.

Lintfort verteidigte ab der 9. Minute (5:5) mal mehr, mal weniger deutliche Führungen. Das Team präsentierte sich gleich von mehreren Positionen torgefährlich und sehr effizient. Auch im Verlauf der zweiten 30 Minuten ging es „heiß“ her. Der Kräfteverschleiß war zwar immens, doch die TuS-Spielerinnen ließen nie locker und kamen nun vermehrt durch Einzelaktionen zum Erfolg.

Überragend war die Phase um die 50. Spielminute, als Lintfort mit einem willensstarken Auftritt einen 29:30-Rückstand vorentscheidend in eine 33:30-Führung umbog. Es blieb aber weiter spannend, doch der Gast hatte dieses Mal auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite.

„Meine Mannschaft überrascht mich immer mehr“, freute sich TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Es herrscht eine tolle Moral. Die Mädels ziehen ihr Ding derzeit einfach konsequent durch.“

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