Handball-Verbandsliga

TV Kapellen will in der kommenden Saison oben mitmischen

Mit diesem Kader will der Handball-Verbandsligist TV Kapellen in der kommenden Saison wieder angreifen: (vorne von links) Daniel Feltgen, Tillmann Maes, Christoph Kosub, Lukas Haas, Henrik Bullermann, Nils Wilke; (Mitte von links) Teammanager Martin Gräfen, Simeon Stark, Leon Schneemann, Steffen Pitzen, Andreas Murmann; (hinten von links) Mannschaftsbetreuer Dirk Pofahl, Vincent Lenz, Nils Deinert, Nils Ter Haar und Spielertrainer Christian Ginters.

Mit diesem Kader will der Handball-Verbandsligist TV Kapellen in der kommenden Saison wieder angreifen: (vorne von links) Daniel Feltgen, Tillmann Maes, Christoph Kosub, Lukas Haas, Henrik Bullermann, Nils Wilke; (Mitte von links) Teammanager Martin Gräfen, Simeon Stark, Leon Schneemann, Steffen Pitzen, Andreas Murmann; (hinten von links) Mannschaftsbetreuer Dirk Pofahl, Vincent Lenz, Nils Deinert, Nils Ter Haar und Spielertrainer Christian Ginters.

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Moers.  Die Handballer des TV Kapellen haben vor zwei Jahren den Verbandsligaaufstieg bejubelt und peilen nach Rang drei im Vorjahr nun höhere Ziele an.

Der Weg ist klar vorgegeben. Es gilt einen weiteren, wichtigen Schritt zu tätigen, damit der Entwicklungsprozess das gewünschte nächste Level erreicht. Die Handballer des TV Kapellen haben bekanntlich vor zwei Jahren den souveränen Verbandsligaaufstieg bejubelt und gleich auf Anhieb die folgende Meisterschaft auf einem beachtlichen dritten Tabellenplatz beendet. Mit den Erfolgen wachsen allerdings zwangsläufig auch die Begehrlichkeiten. Doch der Verein stellt sich selbstbewusst den Aufgaben und Herausforderungen ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren.

„Wir wollen in der kommenden Saison oben mitspielen“, formuliert Spielertrainer Christian Ginters ganz klar die Zielvorgabe. „Wir haben sicherlich eigene, hohe Ansprüche, wohl wissentlich, dass die Konkurrenz nicht schläft. Ob nun die Oberligaabsteiger SV Neukirchen oder TV Aldekerk II, die starken Aufsteiger aus der Landesliga, Lürrip und Rhede oder der TV Geistenbeck wie auch die HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen. Meiner Meinung nach, wird sich die Liga künftig stärker und ausgeglichener als noch im Vorjahr präsentieren. Es werden zudem eine Menge an Faktoren in den Meisterschaftsverlauf einfließen, Kleinigkeiten, die Spiele entscheiden.“

Gezielte Personalplanung

Der TV Kapellen hat seine Hausaufgaben bezüglich der Personalplanung umsichtig und gezielt erledigt. Der Kader wurde deutlich verstärkt und vor allem breiter aufgestellt.

Johannes Zadraschill (HSV Frechen/Verbandsliga) ist im linken Rückraum zu Hause. Er gehörte schon in der Endphase der abgelaufenen Saison zum Aufgebot. Nils ter Haar (VfB Homberg/Regionalliga) ist die Verstärkung für die halbrechte Seite. Durch die Verpflichtung des Linkshänders ergeben sich in der Offensive ganz andere, neue Möglichkeiten im Rückraum. Vincent Lenz (SV Neukirchen II/Bezirksliga) verfügt über gute Potenziale, ist eine Alternative auf Halblinks.

Kapellen hat für die Kreisposition gleich zweimal zugeschlagen: Andreas Murmann kommt vom VfB Homberg II (Landesliga) und Nils Deinert vom VfL Rheinhausen (Bezirksliga). Mit Janus Fiegen (Studium) und Mario Bologna (TB Oberhausen) haben hingegen nur zwei Spieler den Verein verlassen.„Ich denke, wir haben uns gut verstärkt“, betont Christian Ginters, für den bald seine dritte Saison als „Chef“ beginnt und er somit weiterhin mit Co-Trainer Frank Rosendahl ein Gespann bildet. „Wir können demnächst beispielsweise besser auf Verletzungen und Formkrisen reagieren oder einfach nur wechseln ohne einen Qualitätsverlust hinnehmen zu müssen. Dadurch sind wir nicht mehr so leicht auszurechnen.“

Wurfgewalt aus der zweiten Reihe

Kapellen lebt in der Offensive vor allem von der Wurfgewalt aus der zweiten Reihe, mit den bewerten Kräften wie Christian Lange, Steffen Pitzen oder Leon Schneemann. Neben einer guten und ausgeprägten Individualität müssen aber künftig die spielerischen Abläufe einen höheren Stellenwert einnehmen. „Meine Mannschaft benötigt in erster Linie mehr Konstanz als im Vorjahr“, ergänzt Christian Ginters. „Wir sollten ruhiger und abgeklärter in Erscheinung treten, die Übersicht in kniffligen Situationen behalten sowie frühe und unnötige Abschlüsse vermeiden.“

Die derzeitige intensive Vorbereitungsphase wird natürlich dazu genutzt, um die fünf Neuzugänge in die Mannschaft zu integrieren. Die Spieler müssen insbesondere in vielen Trainingseinheiten die Abläufe in der weiterhin praktizierten 6:0-Standard-Deckung schnell verinnerlichen. Kapellen will sein Repertoire aber erweitern, wird sich aller Voraussicht nach als Alternative für eine offensivere 5:1-Formation entscheiden. Ganz bitter ist momentan der Ausfall von Henrik Bullermann.

Der Abwehrchef muss wegen einer Schulterverletzung auf unbestimmte Zeit passen. „Ich hoffe, dass wir gerade in der Verteidigung schnell unseren Rhythmus finden und zu einer Einheit zusammen wachsen“, sagt Christian Ginters. „Aber ich bin guter Dinge. Ich habe selten zuvor eine so harmonische und ausgeprägte mannschaftliche Geschlossenheit gesehen.“

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