Feldhockey

HTC Uhlenhorst schlägt Hamburg und steht im Finale

Die Mülheimer Malte Hellwig (3.vl.) und Jan Schiffer drehen jubelnd ab, UHC-Kapitän Jan Philipp Rabente (r.) bleibt im Finale nur die Zuschauerrolle.

Die Mülheimer Malte Hellwig (3.vl.) und Jan Schiffer drehen jubelnd ab, UHC-Kapitän Jan Philipp Rabente (r.) bleibt im Finale nur die Zuschauerrolle.

Foto: Frank Oppitz

Krefeld/Mülheim.   Der Titelverteidiger aus Mülheim hat das Halbfinale beim Final Four in Krefeld mit 5:2 gewonnen und träumt weiter von der Titelverteidigung.

HTC Uhlenhorst -
UHC Hamburg 5:2 (1:0

Tore: 1:0 Panesar, 1:1 Kohl, 2:1 Schiffer, 3:1 Herzbruch, 4:1 Brock, 4:2 Teschke, 5:2 Herzbruch.
HTCU: Küppers, Weißner – Panesar, Weinke, Windfeder, Meyer, Brock, Matania, Fürk, Herzbruch, Dukscheer, Bosserhoff, Pereira, Godau, Ludwig, Schiffer, Hellwig.

Die letzten Minuten im Halbfinale des Final Four in Krefeld zwischen dem HTC Uhlenhorst aus Mülheim und dem Uhlenhorster HC aus Hamburg konnten Fans und Spieler der Mülheimer genießen. Auf der Videowand stand ein deutliches 5:2 – das Ticket für das Finale ließen sich die Mülheimer nicht mehr nehmen.

Dabei lief es nicht von Beginn an nach Plan. Beiden Mannschaften war anzumerken, um was es in diesem Spiel ging. Man spürte förmlich, dass jeder Fehler entscheidend sein könnte. Entsprechend wenig Torraumszenen gab es im ersten Viertel. Und auch im zweiten Viertel tat sich zunächst nicht viel. „Ich möchte nicht sagen, dass wir mit Angst gespielt haben. Aber wir haben auch nicht ohne Angst gespielt“, beschrieb HTCU-Coach Omar Schlingemann die ersten 30 Minuten. Allerdings war es seine Mannschaft, die trotzdem noch Zählbares auf die Anzeigetafel bringen konnte. Nach einer kurzen Ecke kam Timm Herzbruch an den Ball, dessen Schuss konnten die Hamburger noch blocken, gegen den Nachschuss von Sukhpal Panesar aus kurzer Distanz war Goalie Thomas Alexander aber machtlos.

Schiffer und Herzbruch bringen Mülheim auf Kurs

Mit der knappsten aller Führungen ging es in die Umkleiden, nach dem Seitenwechsel wurden die Mülheimer zwar mutiger – das Tor machten aber die Hamburger. Erneut brauchte es eine kurze Ecke, dann war Peter Kohl zur Stelle und glich aus. Der Titelverteidiger schüttelte sich aber nur kurz, Niklas Bosserhoff flankte von rechts, Jan Schiffer, Siegtortschütze aus dem Finale 2018, war zur Stelle und markierte das 2:1.

Und es dauerte nicht lange, da legten die Mülheimer noch einen drauf. Timm Herzbruch und Malte Hellwig kombinierten sich bis vor das Hamburger Tor – Bundesliga-Torschützenkönig Herzbruch ließ sich nicht zwei Mal bitten. 3:1 – die Vorentscheidung.

Uhlenhorster müssen regenerieren

Die Mülheimer gaben sich aber auch damit nicht zufrieden, stellten durch Till Brock im Schlussviertel auf 4:1. Auch vom zweiten Gegentreffer ließen sie sich nicht aus der Ruhe bringen – Timm Herzbruch traf ins leere Tor zum Endstand. „Im dritten und vierten Viertel haben wir uns Chancen kreiert und dann auch verdient gewonnen“, kommentierte Timm Herzbruch, der auch zum Spieler des Spiels gewählt wurde.

Die Trauer beim Gegner war dagegen groß. „Die Kulisse hier war großartig, aber wir sind enttäuscht, dass wir nicht ins Finale gekommen sind“, sagte der UHC-Kapitän und ehemalige Mülheimer Jan Philipp Rabente.

HTCU-Kapitän Tobias Matania hielt dagegen fest: „Defensiv haben wir es gut gemacht, im Angriff lief es heute nicht so sehr. Jetzt müssen wir für das Finale regenerieren.“ Vor allem die zuvor angeschlagenen Benedikt Fürk und Jan Schiffer gingen auf dem Zahnfleisch – ein Finale wird aber auch bei ihnen sicherlich neue Kräfte freisetzen.

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