FELDHOCKEY

HTC Uhlenhorst will mit neuer Energie den Titel verteidigen

Bilder als Motivation: So sah es aus, als die Uhlenhorster vor einem Jahr den ersten deutschen Meistertitel nach 21 Jahren feierten.

Bilder als Motivation: So sah es aus, als die Uhlenhorster vor einem Jahr den ersten deutschen Meistertitel nach 21 Jahren feierten.

Foto: Michael Dahlke

Mülheim.   Am Samstag trifft der HTCU im Halbfinale auf den UHC Hamburg. Der Meister setzt auf eine gewisse Lockerheit. Alle Spieler sind rechtzeitig fit.

Es ist die dritte Saison von Omar Schlingemann als Trainer des HTC Uhlenhorst, zum dritten Mal führt er sein Team heute bei einem Final Four auf das Feld. Und das als Titelverteidiger. Im Halbfinale wartet um 15.30 Uhr der Uhlenhorster HC aus Hamburg – die Mülheimer gehen als Favorit in das Aufeinandertreffen.

„Die Stimmung ist gut, alle haben Bock. Wir sind etwas lockerer als normal“, beschreibt Schlingemann die Lage beim HTCU vor dem großen Spiel. Rechtzeitig zum Final Four haben sich auch die zuletzt angeschlagenen Benedikt Fürk, Jan Schiffer und Ferdinand Weinke zurückgemeldet. Das trägt zur guten Stimmung bei.

Mülheimer haben Erfahrung mit der DM-Endrunde

Und das mit der Lockerheit möchte Schlingemann auch deshalb keineswegs negativ sehen. „Es ist so, dass die Endrunde nicht mehr neu für uns ist. Wir müssen die Energie diesmal aus dem Ehrgeiz ziehen, dass wir erneut die Chance haben, deutscher Meister zu werden, nicht mehr aus der Situation, dass wir dabei sind“, erklärt der niederländische Übungsleiter – und schiebt nach: „Es herrscht eine gewisse Ruhe in der Mannschaft. Und großes Vertrauen.“

Einige erfahrene Spieler wie Thilo Stralkowski, Benjamin Becker oder Roderick Musters, die im Vorjahr noch dabei waren, spielen nicht mehr für die Uhlenhorster, dafür sind neue, junge Spieler mit dabei. „Wir müssen jetzt die Balance finden, um mit der richtigen Energie ins Halbfinale zu gehen. Jeder Spieler der in meinem Kader steht ist eine Option für die Startelf“, so Schlingemann.

Coacht hat großes Vertrauen ins eigene Team

Dass seinem Team das gelingt, daran hat er keine Zweifel. „Ich habe unglaublich großes Vertrauen in die Jungs. Und die Jungs haben Vertrauen ineinander. Das bedeutet aber nicht, dass das unsere Ausgangsposition nur um ein Prozent verändert. Es ist und bleibt am Ende des Tages ein Spiel, das auch von externen Einflüssen und der Tagesform entschieden wird“, warnt er, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen.

Auch den 5:1-Heimsieg aus der regulären Saison will er nicht überbewerten, viel eher sei der 2:1-Erfolg im Rückspiel ein Gradmesser. „Wenn wir keinen Toptag haben, der UHC aber schon, dann wird es schwierig“, weiß Schlingemann, der sich erinnert: „Im Hinspiel lief vieles gegen den UHC. Jan Philipp Rabente hat damals schnell eine gelbe Karte gesehen, Max Kapaun musste früh mit einer Verletzung vom Feld. Bis dahin war Hamburg eigentlich dominant.“

UHC Hamburg setzt vor allem auf das Umschaltspiel

Im dritten Aufeinandertreffen in dieser Saison ginge es vor allem darum, gut organisiert zu stehen, um das gefährliche Umschaltspiel der Hamburger zu unterbinden. Gerade das direkte Spiel macht den Gegner gefährlich. Dort liegt aber auch die Chance der Mülheimer. Fangen sie die Pässe des UHC ab kontern selbst schnell, können sich so Torgelegenheiten ergeben.

Auf dem Papier sind die Mülheimer die Favoriten, gehen nach dem Punkterekord (53 Punkte, Anm. d. Red) als topgesetztes Team in die Endrunde. „Der einzige Vorteil daran ist, dass wir schon für die Euro Hockey League qualifiziert sind. Ansonsten bringt uns das null Komma null“, macht der HTCU-Coach aber klar. Heute geht die Mission Titelgewinn in die entscheidende Phase. Mit dem Halbfinale gegen Hamburg können die Mülheimer den ersten Schritt machen. Es wäre bei der dritten Qualifikation mit Omar Schlingemann der dritte Finaleinzug.

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