Radsport

Mülheimer erleben Gänsehautstimmung bei der Tour de France

Mike Teunissen (r.) sprintete am Samstag zum Etappensieg in Brüssel und ins Gelbe Trikot. Er verwies Topfavorit Peter Sagan (l.) auf den zweiten Platz.

Mike Teunissen (r.) sprintete am Samstag zum Etappensieg in Brüssel und ins Gelbe Trikot. Er verwies Topfavorit Peter Sagan (l.) auf den zweiten Platz.

Foto: Christophe Ena / dpa

Mülheim/Brüssel.  Sieben Mülheimer haben den Auftakt der Tour de France in Brüssel live erlebt – und berichten von der besonderen Stimmung am Streckenrand.

Am Samstag hat der Niederländer Mike Teunissen überraschend die erste Etappe der Tour de France gewonnen. Er hängte kurz vor dem Ziel den favorisierten Peter Sagan ab und fuhr in Brüssel nach 194 Kilometern als erster über die Ziellinie. Live vor Ort waren der Mülheimer Volker Kluge und sechs weiteren Mitglieder des Radsportclubs Sturmvogel. Er erzählt von seinen Eindrücken bei dem sportlichen Großevent.

Herr Kluge, wie haben Sie den spannenden Zieleinlauf erlebt?

Volker Kluge: Leider konnten wir den Zieleinlauf von unserer Position aus nicht sehen. Wir standen rund zwei Kilometer vom Ziel entfernt. Wir wären gerne näher dran gewesen, aber es war so brechendvoll. Da waren sicherlich über eine Million Menschen in der Stadt unterwegs. Das haben wir schon auf der Autobahn gemerkt. Wir mussten den Camper deshalb auch relativ weit außerhalb parken und sind dann mit unseren Fahrrädern reingefahren. Wir hatten diesen Zulauf schon erwartet, die Belgier sind eben absolut Rennsportverrückt. Den Start konnten wir allerdings gut verfolgen. Das restliche Rennen schaut man dann auf Leinwänden, zudem wird es auch von Moderatoren kommentiert.

Was ist es, das die Faszination für den Rennsport auslöst?

Ich denke, das ist die besondere Stimmung, die bemalten Straßen, das Fahnenmeer. Da kommt bei mir selbst auch richtig Gänsehautstimmung auf. Einige denken sich zum Beispiel auch ganz verrückte Sachen aus. Es gibt keine Verlierer, jeder, auch der Letzte, wird angefeuert. Klar, man könnte meinen, es dauert ja nur zwei Minuten bis der ganze Fahrertross an einem vorbeigezogen ist. Aber es gibt auch davor und danach immer wieder was zu gucken. Es wird ja auch richtig Spannung aufgebaut, zuerst kommen Motorräder und Pkw, dann hört man irgendwann, dass die Hubschrauber immer näherkommen.

Gab es denn auch Probleme, wenn so viele Menschen aufeinandertreffen?

Nein gar nicht. Es war alles sehr gut organisiert, von der Streckenführung an der schönen Brüsseler Altstadt vorbei angefangen. Es war durchweg ein friedliches Volksfest mit allen möglichen Nationalitäten. Ich glaube, da hat kein Land aus Europa gefehlt. Wir würden immer wieder hinfahren. Wir haben uns im Nachhinein sogar geärgert, dass wir nicht anders geplant haben und dort übernachtet haben. Denn es wird ja bis in die Nacht gefeiert. Und am Sonntag war auch noch das Mannschaftszeitfahren in Brüssel.

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