Leistungssport

Mülheimer Jonathan Rommelmann hofft auf ein Sport-Stipendium

Jonathan Rommelmann ist einer der Kandidaten bei der Wahl für das Sport-Stipendium 2020.

Jonathan Rommelmann ist einer der Kandidaten bei der Wahl für das Sport-Stipendium 2020.

Foto: Tamara Ramos / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Der Mülheimer Jonathan Rommelmann steckt mitten in seinem Medizinstudium. Er hofft auf ein Stipendium von der Deutschen Sporthilfe.

Mülheims Top-Ruderer Jonathan Rommelmann steht gemeinsam mit vier anderen deutschen Athleten zur Wahl als Sport-Stipendiat des Jahres. Die Abstimmung läuft noch bis zum 2. August.

Bei der Wahl, die die Deutsche Sporthilfe gemeinsam mit der Deutschen Bank durchführt, geht es um die besondere Vereinbarung von Spitzensport und Studium. Daher steht nicht nur der sportliche Erfolg im Vordergrund, sondern auch die Fortschritte im Studium.

Sieger bekommt eine Förderung von 600 Euro

Dem Sieger verdoppelt die Deutsche Bank, seit 2001 Partner der Sporthilfe und seit 2008 nationaler Förderer, das monatliche Stipendium für eineinhalb Jahre von 300 auf 600 Euro. Die vier weiteren Finalisten erhalten für diesen Zeitraum eine zusätzliche Förderung von 50 Prozent des monatlichen Stipendiums.

Der 25-jährige Mülheimer Jonathan Rommelmann hat neben seiner Ruderkarriere sein Studium der Humanmedizin an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf vorangetrieben. Er bestand mittlerweile das zweite Staatsexamen und. Die letzte Klausur schrieb er kurz vor der Abreise ins WM-Trainingslager und nur eine Woche nach dem dritten und letzten Weltcup der vergangenen Saison.

Intensiver Lernplan und viel Training

„Die Vorbereitung für das zweite Staatsexamen sieht einen 100-Tage-Lernplan vor, von denen etwa 60 Tage auf WM und WM-Vorbereitung fielen“, erklärt der Mülheimer die besondere Herausforderung. Da ein kompletter Lerntag plus etwa fünf Stunden tägliches Training kaum zu bewältigen waren, versuchte Rommelmann sein Lernpensum zu halbieren. „Ich musste aber auch hier feststellen, dass ich manchmal zu erschöpft war, um noch konzentriert zu lernen. Ich habe es dann sportlich gesehen, es doch noch geschafft meinen Rückstand aufzuholen und mein Examen bestanden.“

Auf dem Wasser lief es gleichermaßen gut. 2019 gewann er mit seinem damals neuen Partner Jason Osborne im Leichtgewichts-Doppelzweier den EM-Titel, WM-Bronze und den Gesamt-Weltcup. Ende dieses Monats hätte das Duo bei den Olympischen Spielen starten sollen. Das peilt er nun für 2021 an, anschließend steht sein praktisches Jahr im Studium an.

Vier weitere Sportler sind nominiert

Neben Jonathan Rommelmann sind die Rollstuhl-Basketballerin Annabel Breuer, der Beachvolleyball-Vizeweltmeister Julius Thole, die Hockey-Nationalspielerin Cécile Pieper und die Freiwasserschwimmerin Leonie Beck nominiert. Vorjahressiegerin ist die Ski-Freestylerin Kea Kühnel. 2018 gewann der Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler.

Abgestimmt werden kann unter www.sportstipendiat.de.

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