HANDBALL

Rote Karte bringt SV Heißen im Spitzenspiel aus dem Konzept

Kein Durchkommen im gebundenen Spiel: Kaja Schink wird von gleich vier BHC-Spielerinnen in die Mangel genommen.

Kein Durchkommen im gebundenen Spiel: Kaja Schink wird von gleich vier BHC-Spielerinnen in die Mangel genommen.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Spätestens nach einem Platzverweis lief bei den Handballerinnen des SV Heißen nichts mehr zusammen. Für kurze Zeit stand ein Einspruch im Raum.

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Eine Rote Karte und die daraus resultierende Hektik brachte die Handballerinnen des SV Heißen am frühen Sonntagabend vollkommen aus dem Konzept. Im Spitzenspiel der Verbandsliga gegen den Bergischen HC erzielten sie nach der Pause nur noch drei Tore und verloren sang- und klanglos mit 10:23 (7:9).

Die Partie begann nervös. Beide sonst so angriffsstarken Mannschaften taten sich zunächst schwer. Erst nach drei Minuten fiel das erste Tor. Der Rückraum der Gäste zog dann drei Fahrkarten nacheinander, so dass der SVH über Tempospiel zwei schnelle Tore und damit die erste Führung nachlegen konnte.

Jens Doleys wundert sich über defensive Ausrichtung

Dann aber gab es die erste Zeitstrafe für den SVH, was die Gäste eiskalt ausnutzten, um ihrerseits in Führung zu gehen. Die Mülheimerinnen taten sich im gebundenen Spiel gegen die gut stehende 6:0-Abwehr der Gäste schwer, sie gerieten mehrfach ins Zeitspiel. „In allen Spielen, wo ich den BHC gesehen hab, haben die nie so defensiv gedeckt wie heute“, so SVH-Trainer Jens Doleys.

Ein Kompliment gebührt an dieser Stelle Torfrau Sabrina Weber. Sie wehrte mehrere Bälle ab, als die Angreiferinnen schon frei durch waren. Zudem stellte Trainer Doleys im Rückraum um. Mit Spielmacherin Jennifer Reschke lief das Angriffsspiel flüssiger und die Heißenerinnen schafften den 8:9-Anschlusstreffer durch Maren Buschmeier.

Maren Buschmeier wird zur tragischen Figur

Die sollte kurz darauf zur tragischen Person werden. Sie stoppte einen Tempogegenstoß laut Meinung der Schiedsrichter so unsportlich, dass es ihnen eine Rote Karte wert war. Daraufhin wurde es auf der Heißener Bank unruhig – mit der Konsequenz, dass auch Trainer Doleys eine Zwei-Minuten-Strafe bekam. Der SVH war also nur noch zu viert auf dem Platz.

Aber damit noch nicht genug: Auch Sarah Brügge musste nach einer unglücklichen Situation auf der Strafbank Platz nehmen. Nun waren es nur noch drei. Zwar kam kurz darauf der erlösende Halbzeitpfiff, aber auch nach der Pause musste Heißen zunächst zu dritt beginnen. Dies nutzten die Gäste aus und zogen auf 13:7 weg.

Heißen agiert nach dem Wechsel drucklos

Danach lief bei den Heißenerinnen nur noch wenig zusammen. Der Angriff blieb drucklos, die Rückraumwürfe kamen unvorbereitet aufs Tor. Sie brauchten knapp 15 Minuten, um ihr erstes Tor in Halbzeit zwei zu erzielen. Da führte der BHC bereits mit 16:8.

„Wir hatten heute sicherlich keinen guten Tag. Ich bin froh, dass wir heute gegen einen besseren Gegner verloren haben“, so Doleys. Weil er die Rote Karte für regelwidrig hielt, gab es zunächst die Überlegung Widerspruch einzulegen. Davon nimmt der SVH aber nun doch Abstand.

SVH: Weber, Pichottka, Schwarz – Neulken (1), Küsters, Hauth (1), Arto (1), Kühn (1), Buschmeier (2), Schink (1), Eifert (1), Radetzkie (1), Reschke, Brügge (1)

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