FUSSBALL

Schwieriger Spagat für den VfB Speldorf vor dem Steele-Spiel

Könnten beide in die Speldorfer Startelf rutschen: Stürmer Michael Siminenko (Nr. 21) und der zentrale Mittelfeldspieler Cedric Bartholomäus.

Könnten beide in die Speldorfer Startelf rutschen: Stürmer Michael Siminenko (Nr. 21) und der zentrale Mittelfeldspieler Cedric Bartholomäus.

Foto: Mark Bohla / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Die Mülheimer müssen am Sonntag gewinnen, wollen aber auch keinen zu großen Druck erzeugen. Zwei Spieler könnten neu in die Startelf rücken.

Als die Redaktion Olaf Rehmann zum Vorgespräch erreicht, sitzt der Trainer des Fußball-Landesligisten VfB Speldorf noch im Lehrerzimmer. Ein Deutsch und Geschichtslehrer habe ihm gerade Ratschläge für das nächste Spiel erteilt. „Am Sonntag musst du aber gewinnen“, soll er gesagt haben. Ohne den Fußballsachverstand des Kollegen zu kennen: der Mann hat Recht.

Denn der VfB hat am Sonntag, 14.30 Uhr, den Tabellenvorletzten SpVgg Steele an der Saarner Straße zu Gast. Bei einer Niederlage würden die Mülheimer innerhalb der Abstiegsplätze sogar noch einen Rang nach unten rutschen.

Ernsthaftigkeit und Disziplin versus Spaß am Fußball

Für Olaf Rehmann ein schwieriger Spagat. Auf der einen Seite steht die Ernsthaftigkeit und die Disziplin angesichts der wichtigen Aufgabe. „Auf der anderen Seite ist es aber auch nicht von Vorteil, wenn du total verkrampft bist, du brauchst auch Spaß am Fußball“, betont Rehmann.

Was sonst passiert, war am Sonntag in Rellinghausen nach dem 1:2 zu sehen. „Da waren wir total verkrampft und haben nur falsche Entscheidungen getroffen“, sagt Rehmann. Er könne der Mannschaft aber auch nicht den Druck nehmen. „Ich kann ja nicht einfach ein paar Punkte in der Tabelle hinzufügen.“

„Es steckt in den Köpfen der Mannschaft“

Am Sonntag sollen die Speldorfer Zuschauer zumindest sehen, dass die Mannschaft verstanden hat, worum es geht, auch wenn das Selbstvertrauen nach acht sieglosen Spielen freilich nicht alleine kommen könne. „Natürlich steckt das in den Köpfen der Mannschaft“, sagt Olaf Rehmann.

Der Coach betont noch einmal, dass ihm von Anfang an bewusst gewesen sein, dass diese Saison für den VfB eine ganz schwierige werden würde. „Wir haben schon einige taktische Dinge verändert, aber wir werden unsere Philosophie nicht komplett in Frage stellen“, betont der VfB-Trainer.

Demirdere setzt ein letztes Mal aus

Dass es aktuell so schlecht läuft, hat freilich auch mit der personellen Situation zu tun. Semih Zorlu fehlt aktuell aus privaten Gründen als Stütze der Abwehr. Seit zwei Spielen geht den Speldorfern zudem das Tempo von Burak Demirdere ab. Der Flügelflitzer sitzt am Sonntag das letzte Spiel seiner Sperre ab und kann dann wieder angreifen. „Darüber sind wir heilfroh“, sagt Rehmann.

Am vergangenen Wochenende fiel Hendrik Willing kurzfristig aus. Er lag die Woche über immer noch mit Grippe im Bett. Am Freitag ging er wieder arbeiten, ein Einsatz ist dennoch unwahrscheinlich. Samuel Aborah kehrt zwar ins Aufgebot zurück, für die Startformation kommt der Außenverteidiger aber noch nicht in Frage. Damit kann die Abwehrreihe eigentlich nur so bestehen bleiben wie in Rellinghausen.

Bartholomäus könnte im Mittelfeld beginnen

Im zentralen Mittelfeld könnte Cedric Bartholomäus diesmal an Stelle von Vladan Velichkovski starten. Vielleicht opfert Rehmann aber auch eine Sechserposition zu Gunsten eines weiteren Stürmers, der dann Michael Siminenko heißen würde.

Seine Offensivkollegen Esad Morina und Rahman Yussif waren in dieser Woche angeschlagen. Yussif setzte am Dienstag aus, Morina meldete sich am Donnerstag krank, wollte aber am Freitag bereits wieder mittrainieren. Beide arbeiten mit Physiotherapeutin Julia Warzecha aktuell an ihren Leistenproblemen. André Panz kehrt in den Kader zurück.

Analyse zur Winterpause anberaumt

„Wir wollen natürlich versuchen, bis zur Winterpause noch einige Punkte zu holen. Danach werden wir eine Analyse vornehmen“, verspricht Olaf Rehmann, betont aber auch: „Das hätten wir auch gemacht, wenn wir Fünfter gewesen wären.“

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