Fußball

1:5 in Duisburg! Sterkrade-Nord muss Aufstieg abhaken

Oguzhan Cuhaci (Mitte) und die Nordler kassierten in Duisburg eine 1:5-Pleite.

Oguzhan Cuhaci (Mitte) und die Nordler kassierten in Duisburg eine 1:5-Pleite.

Foto: Fabian Strauch / Fabian Strauch / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Sterkrade-Nord kassiert die erste Pleite unter Coach Berg und muss den Aufstieg abhaken. Charliers Karriere-Ende mit Platzverweis.

Jede Serie reißt irgendwann einmal. Die der Sportvereinigung Sterkrade-Nord fand in Wanheimerort ein jähes Ende. Am vorletzten Spieltag der Fußball-Landesliga mussten die Nordler nach zuvor acht ungeschlagenen Partien in Folge unter ihrem neuen Trainer Julian Berg ihre erste Niederlage hinnehmen. Mit 1:5 (0:3) gingen die Schmachtendorfer beim Duisburger SV 1900 baden und zeigten dabei ihre schlechteste Leistung seit Monaten. Es war einfach einer der Tage, an denen nichts funktionieren sollte. Der Aufstieg ist somit nicht mehr möglich. Konkurrent Niederwenigern gewann überraschend deutlich 5:0 gegen Meister Kray. Immerhin konnte Platz drei gehalten werden, da Sonsbeck in Scherpenberg 0:4 verlor.

Ex-Nodler Vogel spielt überragend

„Wir haben in der ersten Hälfte körperlos gespielt“, kritisierte Berg. „Der DSV hat das clever gemacht. Sie haben tief gestanden und gut gekontert.“ Vor allem haben die Hausherren ihre Möglichkeiten eiskalt und effektiv genutzt. Den Führungstreffer durch Ahmed Can Simsek (11.) bereitete der Ex-Nordler Marcel Vogel mustergültig vor – es sollte nicht die letzte nennenswerte Aktion des früheren Sterkraders gewesen sein, den Berg gerne zurück an die Lütticher Straße geholt hätte. Vogel spielte eine überragende Partie.

Beim 2:0, das erneut Can Simsek erzielte (21.), sei Marcel Dietz die Sicht versperrt gewesen, wie der Schlussmann anschließend erklärte. Dietz machte schon einen Schritt in die falsche Richtung und war dann machtlos. An ihm lag es an der Düsseldorfer Straße ohnehin nicht, im Gegenteil: Mit klasse Paraden, gerade im zweiten Abschnitt, bewahrte der 29-jährige „Schnapper“ seine Mannschaft vor einer höheren Niederlage.

Charlier beendet Karriere mit Rot

Die Gäste wurden nach dem Doppelschlag mutiger, zumindest schienen sie sich in der Hälfte der Duisburger festzusetzen. Allerdings waren sie dann zu ideenlos, um gefährlich vor dem DSV-Kasten zu kommen. Und dann kam das, was passiert, wenn an einem Tag alles zusammenkommt. Nach einer Ecke des Duisburger Akteurs Jannis Timm kam Mats Müller mit Karacho in den Strafraum gerannt und wuchtete den Ball – besser als so mancher Stürmer vor dem gegnerischen Gehäuse – in den eigenen Kasten (34.). Vermutlich hatte Müller einen Gegenspieler im Rücken gespürt – zu sehen war allerdings keiner.

Nach dem dritten Gegentreffer fehlte bei den Gästen der Glaube und das Selbstvertrauen, diese Partie noch umbiegen zu können. So durfte Vogel auch noch einen Treffer gegen seinen alten Klub bejubeln – 4:0 (69.). Dennis Charlier war danach so gefrustet, dass er Vogel zwei Minuten später rüde von den Beinen holte. Die Rote Karte war die logische Folge für den Routinier, dessen aktive Laufbahn somit vorzeitig beendet ist. Der Schlusspunkt gehörte Berkay Basri Ersöz (80.).

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