Kunstturnen

Alles oder nichts: KTTO/TC 69 muss gegen Bochum punkten

Jetzt gilt es: Gegen Bochum muss das Kunstturnteam Oberhausen um Mirco Osting

Foto: Kerstin Bögeholz

Jetzt gilt es: Gegen Bochum muss das Kunstturnteam Oberhausen um Mirco Osting Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   Das Team von Trainer Sydnee Ingendorn muss am Samstag mindestens ein Unentschieden holen, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren.

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Es ist angerichtet. Für Turnsportfreunde des gesamten Ruhrgebiets steht am Samstag ein ganz besonderer Wettkampf auf dem Plan. Am vorletzten Wettkampftag der zweiten Bundesliga Nord erwartet das Kunstturnteam Oberhausen im TC 69 Sterkrade das TZ Bochum-Witten zum vom Abstiegskampf geprägten Lokalderby. „Der Pott kocht“, formuliert KTTO-Trainer Sydnee Ingendorn die Brisanz des Duells der beiden einzigen Ruhrpott-Vertreter in den Turn-Bundesligen um 17 Uhr in der Böll-Halle.

Das KTTO als derzeit Tabellenletzter steht nach fünf verlorenen Wettkämpfen mit dem Rücken zur Wand. Zumindest ein Unentschieden ist für die Oberhausener Pflicht, um die Chance auf den Klassenerhalt am letzten Wettkampftag zu wahren.

Bochum mit der besseren Ausgangslage

Das Turn-Zentrum Bochum erkämpfte sich dagegen zuletzt ein 35:35-Unentschieden daheim gegen Heidelberg und hat somit die etwas bessere Ausgangsposition für den Saison-Endspurt. Zumal die Bochumer im letzten Wettkampf gegen die schon gerettete KTV Koblenz die auf dem Papier deutlich einfachere Aufgabe vor der Brust haben als das KTTO, das es mit dem Tabellendritten TuS Vinnhorst zu tun bekommen wird.

Die Oberhausener Turner werden daher wie immer bei einem Heimwettkampf in der Halle der Heinrich-Böll-Gesamtschule alles in die Waagschale werfen und bis zur letzten Übung kämpfen. Anders als gegen den TV Schwäbisch-Gmünd-Wetzgau, in dem die einzelnen Leistungen der zahlreichen Weltklasseturner im Fokus stand, können sich die Zuschauer diesmal auf einen spannenden Vergleich auf Augenhöhe an allen sechs Geräten einstellen.

Möglicher Abstieg kein Untergang

„Wir werden alles geben. Auch wenn Bochum auf drei Turner vom Bundesstützpunkt Berlin setzt und einen starken Niederländer verpflichtet hat. Wir bleiben bei unserer Aufstellung“, erklärt Ingendorn, der zum Saison-Höhepunkt auf seinen gesamten Kader setzen kann. Lediglich Top-Talent Michael Donsbach wird auch in den letzten zwei Wettkämpfen weiterhin nur sporadisch eingesetzt werden können. Die Probleme am Handgelenk sollen nach Rücksprache mit den Mannschaftsärzten erst komplett ausheilen.

Spricht man den Trainer im Vorfeld auf eine mögliche Niederlage und den damit verbundenen Abstieg an, sieht er darin nicht den Untergang für seinen Verein. „Wenn ich ab Dezember für die neue Saison plane, kann ich die gleiche Mannschaftsaufstellung einreichen wie dieses Jahr. Das ist der Vorteil, wenn man auf seine eigenen Sportler setzt. Speziell für die jüngeren Turner ist eine Runde in Liga drei keine Niederlage, sondern vor allem auch eine Chance.“ Was allerdings nicht bedeutet, dass die Oberhausener den Wettkampf und damit den Ligaerhalt freiwillig hergeben.

Ingendorn hofft wieder auf die tolle Unterstützung der Fans

Davon werden sich alle Turnfans am Samstag überzeugen können. Start des Wettkampfs ist diesmal anders als gewohnt erst um 17 Uhr in Schmachtendorf. Da allerdings auch zahlreiche Fans aus Bochum erwartet werden, empfiehlt sich eine zeitige Anreise. Der Eintritt zu diesem spannenden Wettkampf ist wie immer frei. „Wir bauen am Samstag auf unsere tollen Fans, die uns schon in den ersten Wettkämpfen prima unterstützt haben. Dafür würden wir uns gerne mit einem Sieg bei ihnen bedanken“, hofft Ingendorn auf einen positiven Ausgang. bö

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