RWO

Auch der zweite Anzug sitzt ganz ordentlich

Shaibou Oubeyapwa hier beim Test gegen Herakles Almelo, wirbelte nach seiner Einwechslung in Ratingen wie auch der bärenstarke Francis Ubabuike auf der Gegenseite.

Shaibou Oubeyapwa hier beim Test gegen Herakles Almelo, wirbelte nach seiner Einwechslung in Ratingen wie auch der bärenstarke Francis Ubabuike auf der Gegenseite.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Die Kleeblätter feiern einen 5:1 (2:1)-Erfolg beim vorletzten Testspiel in Ratingen. Trainer Mike Terranova wechselte dabei fleißig durch.

Beim vorletzten Testspiel gab es einen verdienten 5:1 (2:1) Auswärtserfolg beim Oberligisten Ratingen 04/19. Mike Terranova wirbelte die Aufstellung der letzten Wochen kräftig durch und sah sich seinen Kader mal etwas genauer an.

Der Auftakt begann erst einmal recht holprig, vor Daniel Davari im Tor bildeten Nico Klaß und Tim Stappmann das Innenverteidigerduo, flankiert von Dominik Reinert auf der rechten und Rinor Rexha auf der linken Seite. Da fehlte es noch massiv an Abstimmung, Klaß sollte den Chef geben, hatte aber definitiv nicht seinen besten Tag. Einen lässigen Ballverlust im Aufbau entschärfte Davari (2.) in dem er im Eins-gegen-Eins schnell nach unten griff. Auch auf der anderen Seite des Platzes fehlte es zunächst mal an der Feinabstimmung. Cihan Özkara und Tarik Kurt gaben das offensive Duo, beackerten hier und da aber zu sehr die identischen Räume, eine erste Annäherung setzte Kurt (7.) über das Tor.

Ubabuike ständiger Unruheherd

Im Mittelfeld konnte hingegen Francis Ubabuike erneut überzeugen. Auf der linken Seite war er permanenter Unruheherd, Vincent Stenzel auf der Gegenseite blieb da blasser. Das Zentrum machten Maik Odenthal und Alexander Scheelen dicht. Spielerisch hielt Ratingen da gut gegen, RWO suchte schnell den Ball in die Schnittstelle ohne groß auf Ballbesitz zu gehen. Ubabuike wurde in der zehnten Minute von seinem Gegenspieler gehalten, den fälligen Freistoß brachte Odenthal präzise in den Strafraum wo Klaß aufgerückt einnickte. Ähnlicher Aufbau nur zwei Minuten später, als Kurt in die scharfe Flanke von Ubabuike rutschte, aber keinen platzierten Schuss mehr zu Stande brachte.

Defensiv zu viele Lücken

Das sah dann schon ganz gut aus, defensiv gab’s allerdings immer wieder ein paar Lücken. Völlig unbedrängt durfte der eher unbewegliche Stoßstürmer der Gastgeber, Emrah Cinar, wuchtig in den Knick köpfen. Mike Terranova war damit überhaupt nicht zufrieden, insbesondere Klaß durfte sich in der Halbzeit eine minutenlange Standpauke noch vor dem Gang in die Kabine anhören. Dass es insgesamt dennoch versöhnlich in die Pause ging lag erneut an einem Freistoß. Wieder wurde Ubabuike gefoult, diesmal kam Özkara allerdings noch zu Odenthal hinzu und versenkte die Kugel scharf im langen Eck.

Zur Pause mussten Klaß, Özkara und Stenzel unten bleiben, Philipp Eggersglüß, Raphael Steinmetz und Shaibou Oubeyapwa kamen positionsgetreu dafür und belebten das Spiel spürbar. Steinmetz bestätigte seine gute Form der letzten Spiele, blieb umtriebig und zog die Fäden aus dem Mittelfeld, Oubeyapwa brachte Tempo auf den Flügel, der Oberligist nicht gewachsen war. Sein Dribbling zur Grundlinie mit umsichtigen Pass in Richtung Elfmeterpunkt schob Ubabuike fünf Minuten nach Wiederanpfiff ein.

Wiedersehen mit Ex-Kleeblättern

Ratingen hatte zwar weiterhin seine Chancen, insbesondere Rexa machte hinten links nun einen ziemlich platten Eindruck, als er den gebürtigen Oberhausener Yassin Merzagua aus den Augen verlor, seine Hereingabe wollte Moses Lamidi – ebenfalls ja ein ehemaliges Kleeblatt – allerdings artistisch mit der Hacke verwandeln und scheiterte dabei recht kläglich (53.). Apropos: drei Zeigerumdrehungen später machte Verteidiger Sebastian Görres eine Ubabuike-Flanke mit einem Querschläger interessant für Reinert, der gedankenschnell reagierte und den Ball über die Linie stocherte.

Uzun und Steinmetz beleben das Zentrum

RWO kontrollierte das Spiel nun allerdings komplett, Ahmet-Malik Uzun belebte das Zentrum noch einmal nach seiner Hereinnahme für Rexha. Sein Ballgewinn landete bei Oubeyapwa, dessen Schussversuch mit der Hand abgewehrt wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Steinmetz trocken in der linken Ecke. Justin Heekeren bekam in den letzten zwanzig Minuten dann keine Chance mehr sich auszuzeichnen, Julijan Popovic durfte für Reinert ebenfalls noch eine Viertelstunde ran.

Viel passierte in der Zeit allerdings auch offensiv nicht, so dass die Kleeblätter einen standesgemäßen Erfolg feiern können, ehe Freitag dann die Generalprobe gegen den 1. FC Bocholt ansteht. Der zweite Anzug sitzt noch nicht ganz perfekt, aber verspricht einige Optionen wenn die Saison los geht.

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