Judo Oberliga West

Auf einmal geht für JTH auch noch was nach oben

Die Holtener überraschten mit zwei Siegen, unter anderem gegen den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer.

Die Holtener überraschten mit zwei Siegen, unter anderem gegen den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer.

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Oberhausen.   Damit war nicht zu rechnen. Das Judo-Team Holten kann nach zwei gewonnenen Kämpfen nun urplötzlich sogar nach oben schauen.

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Am dritten Wettkampftag der Oberliga West traf das Judo-Team Holten in Leverkusen auf die gastgebende und bis dahin ungeschlagene Mannschaft von Bayer 04 und den JC 66 aus Bottrop. Nach zwei Kampftagen, geprägt von etlichen Ausfällen gegen Bünde und Siegen, und mit nur zwei Siegen aus vier Begegnungen mussten die Holtener jetzt liefern, wollten sie in der Liga noch ein Wörtchen mitreden – das gelang eindrucksvoll.

Wieder in voller Mannschaftsstärke und Bestbesetzung zeigte sich das Judo-Team Holten in allen Partien angriffslustig und fokussierter als zuvor. Gegen Bottrop brachten Marcel Lauer (+100 kg), Stephan Sommer (-90), Denny Koppers (-73) und Tim Gerpheide (-81) das Team schnell mit vier sauberen Ippon-Siegen 4:0 in Führung.

Tobias Sommer war sauer

Mit ordentlich Wut im Bauch hingegen verließ Tobias Sommer (-100 kg) nach knapp der Hälfte der Kampfzeit als Verlierer die Matte. Er konnte sich für seine zahleichen Aktionen nicht mit einer Wertung belohnen, bevor sein Kontrahent den entscheidenden Punkt machte. Im Anschluss verlor auch Judo-Newcomer Patrick Herrmann (-60), ehe Finn Bittscheidt (-66) in gewohnt starker Manier im Boden den Sack zum finalen 5:2 für das JTH zumachte.

„Die Taktik, gegen Bottrop nahezu alle Kämpfer eine Klasse hochzustufen, ist aufgegangen“, freute sich JTH-Coach Ralf Najdowski zur Pause. Strategisch und mental gut eingestellt – das JTH zeigte eine geschlossene Mannschaftsleistung.

Dass der „Jürgen Klopp des Judo“ die Mannschaft offensichtlich strategisch und mental richtig eingestellt hatte, bewiesen die Holtener auch in der Auseinandersetzung gegen Tabellenführer Leverkusen. Zwar verlor Marcel Lauer (+100) die Auftaktpartie, doch anschließend gewannen sowohl Tobias Sommer (- 90) als auch erneut Denny Koppers (-73) und Stephan Sommer (-81).

Gute Bodenarbeit durch Patrick Herrmann

In der Klasse bis -60 kg kam außerdem Patrick Herrmann dank guter Bodenarbeit mit einem Ippon zu seinem ersten Sieg in der Mannschaft. Niklas Gansser (-100) musste seine Partie nach zwei umstrittenen Waza-ari-Entscheidungen zu seinen Ungunsten abgeben, obwohl er bis dahin dominiert hatte. Damit war es abermals Finn Bittscheidt (-66), der – neuerlich im Boden – den letzten Punkt durch zwei Waza-ari zum 5:2-Endstand für das Judo-Team Holten holte. Leverkusen in der eigenen Halle geschlagen – Bei zwei Siegen am letzten Wettkampftag ist sogar der Aufstieg noch möglich „Dass wir Leverkusen in der eigenen Halle geschlagen haben, ist mega und einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu verdanken. Die Jungs haben dem Druck standgehalten und gezeigt, dass wir gegen die Großen mithalten können“, so Najdowskis Fazit.

Damit klettert das Judo-Team Holten vom sechsten auf den vierten Tabellenplatz. In zwei Wochen muss das JTH zum letzten Kampftag am 29. Juni nach Ibbenbüren, wo es auf den neuen Tabellenführer Ibbenbüren sowie den Tabellendritten TV Dellbrück trifft. Auch in diesen Partien werden die Holtener noch einmal voll gefordert sein und alles geben müssen. Gewinnt das JTH zweimal, ist sogar der Aufstieg in die NRW-Liga möglich.

Mehr unter www.judo-team-holten.de.

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