Tischtennis

Endgültig die Seiten gewechselt

Michael Lange (r.) und seine beiden Spieler Genia Milchin (m.) und Christian Strack haben ein neues Gerüst um sich.

Michael Lange (r.) und seine beiden Spieler Genia Milchin (m.) und Christian Strack haben ein neues Gerüst um sich.

Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.  Mit der Entwicklung der Zwölfer in den letzten 10 Jahren ist Michael Lange zufrieden. Auch dass er nicht mehr selbst an die Platte muss.

Vor zehn Jahren musste Michael Lange noch einspringen, als in der Verbandsliga mit Thorsten Lotz und Matthias Koch zwei Stammkräfte ausfielen. Es gab beim 3:9 gegen TuS Lintorf eine schallende Niederlage, da konnten auch Topspieler Richard Fritz und Waldemar Zick sowie Tarek Snoussi nichts mehr dran ändern. Die Zwölfer hakten den Aufstieg ab, der erhoffte Gang nach oben wurde wieder ein Jahr verschoben. Tatsächlich hat sich in den zehn Jahren viel getan beim SC Buschhausen. Michael Lange, der jetzige Teammanager der 12er, bleibt die Konstante, „zum Glück aber nicht mehr an der Platte“, wie er lachend zugibt.

Demut wieder lernen

Die Zwölfer sind die mit Abstand stärkste Kraft im Tischtennis in Oberhausen, spielen dritte Liga und grämen sich am Ende nach dem ersten Jahr Bundesliga über einen siebten Platz. „Das muss man wirklich erst wieder lernen, ein bisschen Demut. Wir hatten als Aufsteiger nie was mit dem Abstieg zu tun und das obwohl wir dieses Jahr richtig Pech mit den Verletzungen hatten.“

Und dennoch tut natürlich ein 0:6 wie zum Abschluss gegen den Meister 1. FC Köln weh. „Das wird es nicht wieder geben“, verspricht er. Die Zwölfer hatten zeitweise einfach das Verlieren verlernt. Seit Jahren schon geht es immer nur nach oben, jahrelang spielte man wie ein Topteam, wollte aber nicht aufsteigen, weil die Strukturen nicht passten. Nun hat man beim SC 12 das Jahr zur Analyse genutzt. Der Kader war zu dünn, auf die Verletzungen von Frantisek Krcil und Christian Strack gab es kaum eine Antwort, weil Kai Schlowinsky zwischen Landes- und 3. Bundesliga pendeln musste. Nun wurde aufgerüstet: Mit Tom Mykietyn (8:7) und Michael Servaty (13:2) ist den Zwölfern ein Coup gelungen.

Wieder mehr Konzept

Die eins und zwei vom Regionalligazweiten TG Neuss passen auch besser ins Konstrukt, als ein eingeflogener Krcil mit Rückenproblemen. Krcil sammelte seine Punkte, doch als Team waren die Zwölfer in diesem Jahr nicht so stark wie die Jahre zuvor. „Wir haben uns in zu vielen Spielen, insbesondere auswärts hängen lassen. Zuhause waren wir stark, aber auswärts haben wir keinen einzigen Punkt geholt.“ Genia Milchin bleibt als Kapitän und sportliches Pulverfass selbstverständlich an Bord, Christian Strack ist aus Buschhausen allein als Antreiber und Balancegeber nicht wegzudenken. Daher blickt Lange nun auch mit einigen Sorgenfalten auf die lädierten Bänder seines Schützlings. „Er hat einfach zu früh wieder angefangen und nun müssen wir davon ausgehen, dass sich die Verletzung weiter zieht.“ Ein Einstieg zum Trainingsstart steht auf jeden Fall mal auf der Kippe, bei voller Leistungsfähigkeit wird er wohl zum Saisonstart nicht sein. Um auf solche Eventualitäten dann aber auch vorbereitet zu sein, stößt auch Manuel Kupfer zum Team. „Wir werden beide auch für die Zweite melden, da müssen wir den Abstand zwischen beiden Teams weiter verkürzen.“

Schwerer Abschied an Position sechs

Ein Grund warum Kai Schlowinsky den Verein verlassen wird. „Es ist ihm und mir unglaublich schwer gefallen und die Tür steht ihm für immer offen“, verspricht Lange. Die sportliche Perspektive war für Schlowinsky aktuell aber einfach nicht gegeben. „Die Lücke müssen wir schließen“, weiß Lange und hat daher nun für beide Mannschaften genügend Leute aufgestellt um am Ende mit beiden eine gute Rolle zu spielen. Für die zweite ist der Aufstieg keine Pflicht, für die erste selbstverständlich auch nicht. „Wir wollen aber schon weiter oben mitmischen und in den nächsten Jahren auch oben anklopfen.“

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