Fußball

Hans-Günter Bruns ist nicht mehr Trainer beim SC 20

Möchte aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten: Trainer Hans-Günter Bruns.

Möchte aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten: Trainer Hans-Günter Bruns.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Der ehemalige Profi Hans-Günter Bruns ist nicht mehr Trainer beim Bezirksligisten SC 20 Oberhausen. Die Suche nach seinem Nachfolger läuft.

Der Spielclub 20 befindet sich auf der Suche nach einem Trainer für die kommende Saison. Hans-Günter Bruns, der den Fußball-Bezirksligisten gecoacht hatte, hat dem Verein aus dem Oberhausener Osten mitgeteilt, nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Der ehemalige Profi möchte nach eigener Aussage nicht zuletzt aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten.

Den Abschied von der Mellinghofer Straße hatte er sich allerdings schöner vorgestellt. „Durch das abrupte Ende konnten wir leider die Saison nicht vernünftig beschließen, was mir sehr leid tut. Aber nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Entschluss gekommen, erst einmal kein Traineramt mehr zu übernehmen“, erklärt der 65-jährige Bruns.

Zwei Aufstiege mit RWO

Bruns hatte den SC 20 im Februar 2020 übernommen. Zuvor hatte er bereits bei einer Vielzahl anderer Oberhausener Fußball-Vereine als Linienchef fungiert. So hatte er nicht nur in den 90er-Jahren den FC Sardegna Oberhausen in die Verbandsliga geführt. 2008 war Bruns dann mit Rot-Weiß Oberhausen und der „Malocherschicht“ um Mike Terranova, Dimitrios Pappas und Markus Kaya sensationell von der Oberliga bis in die 2. Bundesliga aufgestiegen.

Die Spielerstationen des viermaligen Nationalspielers, der im Aufgebot für die Europameisterschaft 1984 in Frankreich gestanden hat, waren bei den Senioren FC Schalke 04 (20 Spiele/2 Tore), SG Wattenscheid 09 (58/25), Fortuna Düsseldorf (15) und zweimal Borussia Mönchengladbach. Für die „Fohlen“ absolvierte Bruns zwischen 1978 und 1979 sowie von 1980 bis 1990 insgesamt 331 Bundesligaspiele (61 Tore) und wurde am Bökelberg zur Legende.

Ümit Ertural zur Nachfolge: „Ich bin es auf jeden Fall nicht“

Wer für ihn in der kommenden Spielzeit an der Seitenlinie steht, ist nach Angaben des SC 20 noch offen. „Ich bin es auf jeden Fall nicht“, sagt Ümit Ertural, der schon einmal als Spielertrainer fungiert hatte. Allerdings versichert er, dass der Club in aussichtsreichen Gesprächen mit einigen Kandidaten steht. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir in nächster Zeit einen guten Trainer für die nächste Saison vorstellen können“, erklärt Ertural.

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