Fußball

Marcel Landers wird Trainer von Arminia Klosterhardt

Vor zwei Jahren half Marcel Landers (l.) der Arminia und Trainer Michael Lorenz als Co-Trainer aus. Nun wird Landers Chefcoach, Lorenz ist Sportlicher Leiter in Klosterhardt

Vor zwei Jahren half Marcel Landers (l.) der Arminia und Trainer Michael Lorenz als Co-Trainer aus. Nun wird Landers Chefcoach, Lorenz ist Sportlicher Leiter in Klosterhardt

Foto: Michael Ketzer

Oberhausen.  Arminia Klosterhardt hat einen Trainer gefunden. Marcel Landers wird der neue Linienchef, Philip Bauer sein „Co“. Hammoud wechselt nach Kleve.

„Als die Anfrage kam, musste ich nicht lange überlegen“, erläutert Marcel Landers. Der 34-Jährige tritt im Sommer die Nachfolge von Marcus Behnert (wechselt zum TV Jahn Hiesfeld) als Cheftrainer des aktuell stark abstiegsbedrohten Fußball-Landesligisten DJK Arminia Klosterhardt an. Sein Assistent wird Philip Bauer, langjähriger Kapitän der ersten Mannschaft.

Für Landers, der es bei RWO und dem Wuppertaler SV auf stolze elf Profi-Jahre gebracht hat, wird es die erste Station als Coach im Seniorenbereich sein. Weiter trainieren möchte Landers die U11 der Arminia, in der auch sein Sohn Lion kickt. „Der kann im Gegensatz zu mir nicht nur laufen, sondern auch Fußball spielen“, lacht der Familienvater, dessen Kontakt mit der Arminia schon vor vielen Jahren über seinen Ex-Trainer bei seinem Stammverein RWO, Hans-Günter Bruns, geknüpft wurde.

Spielertrainer? „Eher nicht“

Wer Marcel Landers und dessen Mordsschuss bei den RWO-Siegen bei den NRW-Traditionsmasters gesehen hat, stellt sich zwangsläufig die Frage, ob es in Klosterhardt nicht schon bald einen Spielertrainer geben wird. „Man soll niemals nie sagen, aber das ist eigentlich nicht vorgesehen“, so der künftige Linienchef, der zu Beginn der Saison zwei Partie für das RWO-Team12 bestritt. „Die Profi-Jahre haben Spuren hinterlassen, wie der Philip habe ich auch Knieprobleme“, so Landers. „Viel wichtiger ist jetzt, dass wir für die kommende Saison eine gute Mannschaft zusammenstellen. Da arbeitet das ganze Team um Michael Lorenz mit Hochdruck dran und ich bin zuversichtlich, dass wir das auch schaffen.“

Apropos Lorenz: Unter dem Sportlichen Leiter und damaligen Trainer der Arminia half Landers in der Saison 2017/18 für sechs Partien bereits als Co-Trainer aus. Lorenz selbst sagt zu den Personalentscheidungen: „Bei den Gesprächen mit Marcel und Philip war sofort zu spüren, dass sie den Fußball lieben. Sie brennen für diese Herausforderung und gehen die Aufgabe hochmotiviert an. Das hat uns begeistert“, so der Sportliche Leiter. „Beide sind verdiente Spieler und leben den Verein. Sie verfügen über den nötigen Stallgeruch und haben große Lust ihre erlangten langjährigen Erfahrungen und Kompetenzen auf dem Platz jungen Spielern und unserer neuen Mannschaft weiterzugeben. Wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Zukunft.“

Start wohl in der Bezirksliga

Die dürfte allerdings in der Bezirksliga beginnen. Spätestens nach dem 3:3 am Sonntag zu Hause gegen den Keller-Konkurrenten SV Hönnepel-Niedermörmter sieht es für den Landesliga-Verbleib im Estadio düster aus. Am letzten Spieltag müsste die Arminia für den Klassenerhalt eben jenen punktgleichen SV Hö-Nie und den mit zwei Zählern mehr ausgestatteten GSV Moers überholen. Beide Konkurrenten haben jedoch Heimspiele gegen gerettete Teams aus dem Mittelfeld und dürften nichts unversucht lassen, um das Abstiegsgespenst noch zu verjagen.

„Natürlich müssen wir uns in den Gesprächen mit den Spielern auch mit der Bezirksliga beschäftigen, trotzdem muss der letzte Spieltag auch erst einmal gespielt werden“, sagt Marcel Landers, der zuletzt bereits regelmäßig die Spiele seines künftigen Teams beobachtet hat. Das holte jüngst stolze sieben Zähler aus drei Versuchen. Doch der Schlussspurt scheint zu spät zu kommen, da auch die Konkurrenz kräftig punktete.

Lautet das Ziel im Fall der Fälle direkter Wiederaufstieg? „Jetzt Ziele zu formulieren ist zu früh. Aber was ich sagen kann ist, dass wir sehr ambitioniert an die Sache rangehen“, berichtet Landers. „Arminia ist ein toll geführter Verein und alle wollen dabei mithelfen, dass hier wieder erfolgreich Fußball gespielt wird.“

Hammoud wechselt nach Kleve

Nicht mehr planen können die Verantwortlichen mit Ali Hassan Hammoud, der Stürmer wechselt zum Oberligisten 1. FC Kleve. Der Libanese spielt seit der Saison 2016/2017 für die DJK, in der A-Jugend in der Niederrhein- und Bundesliga, bei den Senioren in der Landesliga. Zuvor kickte er in der B-Junioren-Bundesliga für RWO. In dieser Saison erzielte er acht Tore.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben