Fußball

Rot-Weiß Oberhausen steigt in die Wintervorbereitung ein

Sieht etwas komisch aus, hilft aber in Sachen Fitness ungemein: Die Spieler von RW Oberhausen mussten sich beim ersten Training nach der Winterpause ganz schön ins Zeug legen.

Sieht etwas komisch aus, hilft aber in Sachen Fitness ungemein: Die Spieler von RW Oberhausen mussten sich beim ersten Training nach der Winterpause ganz schön ins Zeug legen.

Foto: Christoph Wojtyczka

Oberhausen.   Für den Regionalligisten stand die erste Trainingseinheit des Jahres auf dem Programm. Tim Hermes und Cihan Özkara fehlten, Jasper Stojan dabei.

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Kurz nach 10 Uhr bat Cheftrainer Mike Terranova seine Spieler zur ersten Trainingseinheit des neuen Jahres. Nach rund drei Wochen Winterpause geht es für den Regionalligisten in die heiße Vorbereitungsphase bis zum Ligastart am 16. Februar gegen Spitzenreiter Viktoria Köln. „Die Pause hat den Spielern, aber auch mir selbst gut getan. Aber jetzt ist man doch heiß darauf, endlich wieder loszulegen“, sagte Terranova mit Blick auf die anstehenden Wochen.

Dabei ist die Ausrichtung nach der bisher gespielten Saison eindeutig. „Wir wollen unbedingt an die letzten zehn Ligaspiele anknüpfen und natürlich den einen oder anderen Punkt mehr sammeln, so dass wir bis zum Schluss vorne dabei sind“, so der 42-Jährige, für den im März die Abschlussprüfung zum Fußballlehrer ansteht. „Diese Doppelbelastung ist nicht ohne, macht aber auch wahnsinnig viel Spaß.“

Terranova: „Wir müssen einfach im letzten Drittel gefährlicher werden um uns auch mehr zu belohnen“

Im Training selbst soll in den kommenden Wochen besonders an der Genauigkeit im Abschluss gefeilt werden. Denn zu oft ließen die Kleeblätter stark herausgespielte Torchancen am Ende ungenutzt. „Wir müssen einfach im letzten Drittel gefährlicher werden um uns auch mehr zu belohnen“, weiß Terranova. Dabei ging bei der ersten offiziellen Trainingseinheit des Jahres noch alles recht gemächlich zu. „Wir haben den Ball schon rollen lassen, aber gerade nach so einer Pause muss man sich langsam wieder heranarbeiten und sich von Tag zu Tag steigern.“ Schließlich sollen bis zum Duell gegen Viktoria alle Spieler topfit sein.

Nach der ersten Saisonhälfte steht RWO auf dem dritten Rang mit neun Punkten Rückstand auf den Ligaprimus. Allein schon wegen dieser Tabellen-Konstellation ist das anstehende Duell in Köln von großer Bedeutung, weiß auch der sportliche Leiter Jörn Nowak. „Letzten Endes müssen wir das Duell als Pokalspiel einstufen, nach dem Motto: Alles oder nichts.“ Dies bedeutet, dass RWO unbedingt gewinnen will, um den Kampf um den Aufstieg noch weiter offen zu gestalten. „Allerdings wissen wir auch, dass nach Köln noch zwölf weitere Spiele auf uns warten und wir alles versuchen werden, solange rechnerisch was möglich ist.“

Shaibou Oubeyapwa wieder mit an Bord

Beim Thema Neuzugänge gibt es dagegen nichts Neues zu berichten. Nowak: „Wir halten die Augen auf, besonders was die linke Außenseite angeht, haben aber noch nichts in dieser Hinsicht zu vermelden.“ Was mögliche Abgänge angeht, ist die Sache schon eindeutiger. Bis auf den bereits abgewanderten Marvin Lorch (VfB Homberg) wird kein Spieler mehr den Verein in der Winterpause verlassen.

Wieder zurück auf dem Platz sind dagegen Shaibou Oubeyapwa, der seine Adduktoren-Probleme mittlerweile erfolgreich auskuriert hat. Und auch Jasper Stojan ist wieder in den Kreis seiner Mannschaftskollegen zurückgekehrt. Nach seinem Kreuzbandriss wird er aber erst einmal langsam und mit individuellen Einheiten wieder aufgebaut. „Da werden wir ganz behutsam sein und Jasper die nötige Zeit geben“, so Terranova.

Auch Kapitän Patrick Bauder schaute vorbei

Noch nicht auf den Rasen zurückgekehrt ist hingegen Tim Hermes, der weiter mit Bandscheibenproblemen zu kämpfen hat. „Mal ist es gut, mal wieder schlechter. Da heißt es ganz einfach abwarten. Aber ich hoffe, dass es in zwei Wochen wieder geht“, blickt der Linksverteidiger optimistisch nach vorne. Ebenfalls nicht am Start war Stürmer Cihan Özkara, der seit einigen Tagen mit einer Grippe das Bett hütet.

Patrick Bauder, der eine Operation wegen seiner Knorpelabsplitterung gut überstanden hat, schaute immerehin beim Jahresstart zu. Auch mental sei der Kapitän gut drauf, berichtet Nowak, der aber genau weiß, dass noch ein langer Heilungsprozess auf den 28-Jährigen wartet.

<<<< Info: So geht es bei RWO weiter

Nach rund 90 Minuten war das erste Training abgeschlossen, heute und morgen folgen weitere Einheiten sowie ein Laktattest. Weiter geht es dann für die Kleeblätter am Samstag, wenn das Hallenturnier in Ibbenbüren ansteht. Das erste „echte“ Testspiel trägt RWO am 18. Januar um 18.30 Uhr in der Stölting-Arena gegen den 1. FC Bocholt aus.

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