Fußball-Landesliga

„Schon unter Druck gestanden“

Torschütze Julius Ufer, hier im Testspiel gegen Arminia Klosterhardts Nico Harder.

Torschütze Julius Ufer, hier im Testspiel gegen Arminia Klosterhardts Nico Harder.

Foto: Andreas Hofmann

Oberhausen.  Coach Julian Berg war sichtlich erleichtert. Der traditionelle Fehlstart der Schmachtendorfer ist mit dem 3:1 (1:0) erst einmal abgewendet.

Die Erleichterung stand Julian Berg ins Gesicht geschrieben. „Wir standen nach der Niederlage in St. Tönis natürlich schon unter Druck“, gab der Trainer der Spvgg. Sterkrade-Nord offen zu und erinnerte an die jüngere Vergangenheit in Schmachtendorf. „Traditionell sind wir ja hier immer schlecht gestartet.“ Einen kompletten Fehlstart wie in den vergangenen Jahren konnten die Nordler mit dem verdienten 3:1 (1:0)-Erfolg über den VfR Krefeld-Fischeln abwenden. Das tut nicht einer jungen Mannschaft gut, die sich nach den Abgängen von Leuten wie Hilal Ali Khan oder Oguzhan Cuhaci in einem Umbruch befindet, sondern auch einem jungen, zielstrebigen Trainer, der gerade seine erste Saison von Beginn an erlebt.

Hochkaräter zunächst mal ausgelassen

Der frühere Abwehrspieler attestierte seiner Mannschaft einen engagierten, couragierten Auftritt besonders in den ersten 45 Minuten. Zur Pause hätte er sich deshalb mehr Klarheit gewünscht: „Wir hätten schon 2:0 oder 3:0 zur Halbzeit führen können.“ Besonders der zweifache Torschütze Stefan Jagalski, der zudem den dritten Treffer auflegte, und der eifrige Julius Ufer stachen bei den Hausherren hervor. Rückkehrer Ufer blieb zunächst ohne Abschlussglück, erzielte aber dann in der 50. Minute seinen zweiten Saisontreffer, nachdem er zuvor ein, zwei „Hochkaräter“ nicht genutzt hatte. Auch Sven Konarski zeigte sich wie üblich sehr lauffreudig und leitete das 3:0 sehenswert ein. Bei allen Lobeshymnen, die sich die Truppe am Mittwoch Abend zurecht verdiente, dürfen zwei Aspekte nicht vergessen werden: Zum einen muss man sagen, dass die Gäste aus Krefeld sich über fast 90 Minuten als äußerst harmlos erwiesen und die Hausherren nur sehr selten in Verlegenheit bringen konnten. Zum anderen gab es Mitte der zweiten Hälfte eine kurze Phase, in der die Nordler die Zügel schleifen ließen. Das ist auch Berg nicht entgangen.

Die „Zehn“ zwischen den Pfosten

Kuriosum: Marcel Dietz, der in Tönisvorst noch einen Treffer auf seine Kappe nehmen musste und diesmal fehlerfrei blieb, läuft bei Nord mit der für Torhüter ungewohnten Nummer zehn auf. Wie kommt es dazu? Berg erklärte: „Als Feldspieler muss man sich die Zehn hart erarbeiten. So richtig wollte die keiner haben. Und der Dietz wollte die Eins nicht haben. Da habe ich gesagt: Komm’ Marcel, dann nimmst Du die Zehn.“ Unter den Zuschauern im Nordler Park befand sich auch Tom Mattern. Der Offensivmann hatte sich in Tönisvorst am Sprunggelenk verletzt und wird den Schmachtendorfern mehrere Wochen erst einmal nicht zur Verfügung. „Das war glaube ich das erste Mal in meiner jungen Laufbahn, dass ich eine Vorbereitung komplett durchgespielt habe. Nutzt aber auch nichts, wie man sieht. Dann verletze ich mich am ersten Spieltag. Nächstes Jahr fahre ich in der Vorbereitung besser wieder zwei Wochen in Urlaub“, nahm es der Angreifer mit Galgenhumor.

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