Unterwasserrugby

TSA Sterkrade holt Dompokal mit weißer Weste

Die Oberhausener freuen sich über ihren Coup in Köln.

Die Oberhausener freuen sich über ihren Coup in Köln.

Foto: Verein

Oberhausen.   Eine erfahrene wie junge Sterkrader Mannschaft triumphiert beim Kölner Traditionsturnier mit sechs Siegen in sechs Spielen.

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In einem der größten Unterwasserrugbybecken Deutschlands (20 Meter breit, fünf Meter tief) schickte Carsten Köster, Trainer der Unterwasserrugby-Mannschaft der TSA Sterkrade, beim Kölner Dompokal eine Mischung aus erfahren (Breitenbruch, Köster, Ratering-Schnitzler, Reiter, Zmavc) und Jung (A. Haack, Haberstroh, David Kreißig, Marciniak, Nierhaus, Pieper, Schluchter, Schnitzler, Scholz) an den Start. Das sollte sich auszahlen, die Sterkrader gewannen den Pokal.

Zum Auftakt ginge es gegen den SV Rheine. Sterkrade begann nervös und geriet prompt 0:1 in Rückstand. Nach dem Treffer legten die Sterkrader zu, Phillipp Scholz gelang der Ausgleich zum 1:1. Bei diesem Spielstand stahl sich Torfrau Annalena Haack unbedrängt vor den Rheiner Korb. Nach mustergültigem Zuspiel von Yannick Pieper schmuggelte sie den Ball am gegnerischen Torwart vorbei in den Korb: 2:1 Sterkrade.

Gegen Bielefeld Respekt verschafft

Im zweiten Spiel wartete Nord-Vertreter Bielefeld, der hoch eingeschätzt wurde. Durch jeweils zwei Treffer von Kevin Haberstroh und Julian Nierhaus siegte Sterkrade verdient 4:0. Nach dem deutlichen Sieg gegen die Bielefelder war allen im Müngersdorfer Leistungszentrum klar, dass mit der jungen Sterkrader Mannschaft zu rechnen war. Im dritten Vorrundenspiel kam mit dem SV Langenfeld erneut eine erfahrene Truppe aus der zweiten Liga. Sterkrade spielte clever und mit viel Ballbesitz in der geschlossenen Ecke der Langenfelder. Das 1:0 durch Fredo Zmavc markierte den Endstand.

Selbst Köln noch geschlagen

Vor dem letzten Vorrundenspiel gegen Ausrichter DUC Köln stand Sterkrade als Gruppensieger sicher im Halbfinale. Köln brauchte einen Sieg, um am SV Rheine vorbei auf Platz drei vorzustoßen und so die Trostrunde zu umgehen. Entsprechen aggressiv ging Köln ins Spiel und ging früh in Führung. Der Ausgleich für Sterkrade durch David Kreißig erfolgte prompt. Köln ließ nicht locker und wiederholte die Fehler der anderen Mannschaften nicht: Sie nahmen Sterkrade ernst.

Konzentriert attackierte Köln das Sterkrader Tor und traf zum 2:1. Sterkrade antwortete auf den erneuten Rückstand: Pieper tauchte ab und erzielte nach einem schönen Spielzug das 2:2. Den Schlusspunkt leitete ein Veteran ein: Köster eroberte unter dem eigenen Korb den Ball, löste sich geschickt und spielte einen Pass auf Kreißig, der den vierten Sieg perfekt machte.

Sterkrade zog als ungeschlagener Gruppenerster in das Halbfinale ein. Dort wartete Ligakonkurrent ATC Aachen, der in der abgelaufenen Saison knapp den zweiten Platz hinter Sterkrade belegt hatte. Beide Mannschaften zeigten im Halbfinale das wohl beste Spiel des Turniers: Die 1:0-Führung der Aachener konterte Kreißig umgehend. Vier Minuten vor Schluss waren es die Aachener die mit dem 2:1 den vermeintlichen Lucky-Punch setzten. Vier Sekunden vor Schluss riss Köster aber den Aachener-Torwart vom Korb und drückte den Ball zum 2:2 ins Gehäuse.

Ein echter Krimi im Halbfinale

Der erste Finalteilnehmer musste somit mit Strafwürfen ermittelt werden. Kreißig erwies sich, wie auch im Ligaspiel, bei dem er zwei Strafwürfe gegen Aachen gehalten hatte, als nervenstark. Er hielt den entscheidenden Ball und schickte seine Mannschaft nach einem wahren Halbfinal-Krimi ins Finale. Dort kam es zur Neuauflage des Vorrundenspiels gegen den SV Langenfeld. Das Finale konnte es jedoch weder an Qualität noch an Spannung mit dem Halbfinale aufnehmen. Sterkrade gelang es, sein Spiel in der geschlossenen Ecke des Gegners aufzuziehen. Der Ball wurde sicher hin und her gepasst und der Gegner zum dauernden Auf- und Abtauchen gezwungen, was zwangsläufig zu einem Fehler führen musste. Dieser kam und Breitenbruch nutzte ihn zum 1:0. Am Ergebnis änderte sich nichts mehr, Sterkrade fuhr mit weißer Weste den Turniersieg ein.

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