Judo-Frauen

Turnerbund Osterfeld sichert mit Doppelsieg die NRW-Liga

Nach dem zweiten Sieg war die Erleichterung bei den Tigerinnen (rechts) spürbar.

Nach dem zweiten Sieg war die Erleichterung bei den Tigerinnen (rechts) spürbar.

Foto: Dirk Hein

Oberhausen.   Mit zwei Siegen feierten die Judo-Frauen des Tbd. Osterfeld den Klassenerhalt. Dabei begann der Kampftag in der NRW-Liga mit schlechter Kunde.

Die Judo-Frauen des Turnerbund Osterfeld bleiben in der NRW-Liga. Am Sonntag beseitigten die Tigerinnen in der Sporthalle der Gesamtschule Osterfeld jegliche Zweifel. Nach einem 5:1-Kantersieg (Unterwertung 50:10) gegen das Tabellenschlusslicht PSV Bochum und einem umkämpfen 4:3 (Unterwertung 40:30) gegen den 1. Essener JC bleiben den Osterfelderinnen nun komplizierte Rechenspiele erspart.

Mit dem vierten Tabellenplatz ist ihnen der Klassenerhalt in der dritthöchsten Kampfklasse nicht mehr zu nehmen – unabhängig davon, welche Teams in den benachbarten Ligen noch auf- und absteigen. Dabei begann der Kampftag zunächst mit einer Hiobsbotschaft: In der höchsten Gewichtsklasse (über 78 Kilogramm) mussten die Turnerbund-Frauen kurzfristig umplanen.

Durcheinander um Kämpferpass

Die Bundesliga-erfahrene Kämpferin Nina Skala konnte nicht starten. Der erforderliche Kampfpass war verloren gegangen. Die beteiligten Teams kündigten für den Falle, dass Skala trotzdem antreten sollte, Protest an. Und das, obwohl sie in dieser Saison bereits für den Turnerbund auf der Matte stand. Kurios: Per Telefon schalte sich kurz vor dem Kampf der zuständige Verband hinzu. Ergebnis: Für Nina Skala rückte Kathrin Höntsch ins Osterfelder Team, die ihre Sache gut machte und nach der Auftaktniederlage gegen die PSV-Starterin Rebecca Richter im engen Duell gegen die Essenerin Jennifer Merten einen wichtigen Punkt sicherte.

Die Erleichterung konnte man den Osterfelderinnen hinterher ansehen. „Natürlich hat man die Abstiegsgefahr vorher im Hinterkopf“, sagt Trainerin Annika Huintjes. „Wir haben das aber im Training größtenteils ausgeblendet und uns gewissenhaft vorbereitet.“ Da die Tabellennachbarn allesamt Punkte liegen ließen, rückte der Turnerbund vom vorletzten siebten Platz sogar noch bis auf Rang vier vor.

Glücksfall für Tbd. Osterfeld

Als Glücksfall konnte man auch die Rückkehr der beiden niederländischen Kämpferinnen Melissa Loen (bis 78 Kilogramm) und Yentel Boot (bis 52 Kilogramm) bezeichnen. In ihren beiden Begegnungen schickten die international erfahrenen Kämpferinnen die Gegnerinnen vorzeitig auf die Matte. Die erst 18-jährige Yentel Boot benötigte für ihren spektakulären Hüftwurf im Kampf gegen die Bochumerin Katharina Beck gerade einmal zehn Sekunden. Melissa Loen beendete den Kampf gegen die PSV-Athletin Verena Brauer gar nach sechs Sekunden. Gegen den PSV Bochum punkteten für den Turnerbund Osterfeld zudem Annika Huintjes (bis 70 Kilogramm), Anja Reßler (bis 57 Kilogramm) und Nina Völkel (bis 63 Kilogramm). Gegen den 1. Essener JC siegten Yentel Boot, Melissa Loen, Annika Huintjes und Kathrin Höntsch. Anja Reßler und Nina Völkel mussten sich nach umkämpften Duellen geschlagen geben. Die leichte Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm konnte der Turnerbund nicht besetzen.

Zusammenarbeit mit anderen Vereinen

Bei einer Siegerpizza feierten die Tigerinnen anschließend den Klassenerhalt und blickten schon einmal in die Zukunft. „Wir haben das heute wunderbar gelöst“, sagt Annika Huintjes zum geglückten Saisonfinale in der heimischen Halle. „Fakt ist aber auch, dass wir uns für die kommende Saison verstärken müssen.“ Damit sollen leicht her geschenkte Punkte durch nicht besetzte Gewichtsklassen, wie in dieser Kampfzeit häufiger der Fall, künftig vermieden werden. In den kommenden Monaten möchte der Turnerbund daher Kontakte knüpfen und Gespräche führen – auch Kooperationen mit anderen Vereinen seien denkbar.

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