Fußball-Oberliga

0:7-Debakel für TuS Erndtebrück „auf Schalke“

Alexander Mißbach (Erndtebrück) und der Schalker Janis Grinbergs im Kampf um den Ball.

Alexander Mißbach (Erndtebrück) und der Schalker Janis Grinbergs im Kampf um den Ball.

Foto: Mark Bohla

Gelsenkirchen.   Viele Fehler begünstigen hohe Niederlage beim Tabellenführer. Trainer Ivan Markow richtet den Blick nach vorne.

Für den TuS Erndtebrück endete der Ausflug zum souveränen Oberliga-Tabellenführer in einem Debakel. Mit 0:7 (0:3) unterlag das Team von Trainer Ivan Markow der U23 des FC Schalke 04 und sieht dunkle Wolken über dem Pulverwald aufziehen. Wie sich die Mannschaft auf dem Schalker Vereinsgelände die Gegentore fing und im Angriffswirbel der königsblauen Youngster unterging, erzürnte den Trainer.

Ex-Siegener Zahn trifft zwei Mal

„Das waren praktisch alles Selbsttore“, schimpfte Ivan Markow beim Gang in die Pausenkabine, als er die drei Treffer dieser ersten 45 Minuten Revue passieren ließ. Da hatten die Wittgensteiner 20 Minuten gut agiert, selbst zwei gute Möglichkeiten durch Manfredas Ruzgis und im Traum nicht daran gedacht, am Ende so gedemütigt die Busfahrt Richtung Heimat antreten zu müssen.

Der frühere Siegener Benedikt Zahn hatte binnen zwei Minuten mit zwei Treffern die erste halbe Stunde ausklingen lassen und für die Schalker die Weichen gestellt. Waren die Abwehrrecken der Erndtebrücker schon hier ausgesprochen hilfreich, ließ sich in der 37. Minute auch Torhüter Niklas Knopf von den Fehlern seiner Vorderleute anstecken. Er legte Philip Fontein den Ball praktisch einschussbereit auf den Fuß, nachdem er den harmlosen Flankenball aus den Fingern hatte flutschen lassen.

„Das ist schon eine harte Nuss“, konnte sich Ivan Markow nicht erinnern, innerhalb einer Halbzeit eine solche Häufung an Fehlern erlebt zu haben. In der Pause gab er seiner Mannschaft mit auf den Weg, wenigstens weitere Gegentreffer zu vermeiden, selbst Akzente zu setzen, um die Eindrücke dieser ersten Hälfte zu verwischen. Allein, es half nichts. Der TuS war zwar im Spiel, baute aber nicht den nötigen Druck auf. Und hinten war der „Tag der offenen Tür“ noch längst nicht beendet. Jetzt wurde US-Boy Haji Amir Wright, der ja seine Visitenkarte unter Domenico Tedesco auch schon in der Schalker Bundesliga-Mannschaft abgegeben hat, zum Mann der zweiten Hälfte. In der 60. Minute ließ er das 4:0 folgen, durchkreuzte das Vorhaben der Erndtebrücker, sich eine peinliche Vorstellung noch einigermaßen zurecht zu rücken. Mit dem 5:0 in der 72. Minute rückte Wright den Schalker Vorsprung in höhere Dimensionen, die nach dem 6:0 durch Fontein (84.) noch dramatischere Formen annahm. In der Schlussminute machte Wright seinen Hattrick rund.

„Das müssen wir schnell abhaken“, mochte Markow gar nicht mehr viele Worte verlieren. Vielmehr richtete er den Blick nach vorn. Am Mittwoch geht es bereits weiter. In einer Karwoche, die mit dem Besuch des Tabellenzweiten TuS Haltern und dem Oster-Auftritt nächsten Montag in Ennepetal nicht unbedingt zum Lecken der Erndtebrücker Wunden einlädt. „Es hilft nichts, wir müssen jetzt punkten“, fordert der Trainer.

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