Fußball-Oberliga

1. FC Kaan-Marienborn unterliegt Wiedenbrück

Diese Flanke von Arthur Tomas (rechts) im Spiel gegen den SC Wiedenbrück findet keinen Käner Abnehmer.

Diese Flanke von Arthur Tomas (rechts) im Spiel gegen den SC Wiedenbrück findet keinen Käner Abnehmer.

Foto: Lutz GroßmanN

Kaan-Marienborn.  Bei der unglücklichen 1:2-Niederlage gegen den Tabellenführer fehlt es dem 1. FC Kaan-Marienborn an der Effektivität im Torabschluss.

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Eine Oberliga-Partie der besseren Kategorie, mit intensiven Zweikämpfen, vielen Torszenen, aber aus Sicht des 1. FC Kaan-Marienborn mit dem falschen Resultat: Tabellenführer SC Wiedenbrück setzt sich im Breitenbachtal mit 2:1 (1:0) durch und baut seine Position in Richtung direkter Regionalliga-Rückkehr aus.

Unverdient ist der Sieg der Ostwestfalen sicher nicht, über einen Käner Punktgewinn - und vielleicht sogar auch mehr - hätte sich niemand aus dem Gäste-Lager beschweren können.

Denn die Mannschaft von Trainer Tobias Wurm entfachte Druck, war in Sachen Ballbesitz überlegen und hatte auch in läuferischer Hinsicht ein Plus zu verzeichnen.

Da waren sich beide Trainer einig. Einigkeit herrschte bei den Analysen von Wiedenbrück-Coach Björn Mehnert und Tobias Wurm aber auch im wichtigsten Bestandteil eines Fußballspiels: „Wir waren beim Torabschluss die effizientere Mannschaft.“ So lobte Mehnert sein Team. Und Wurm konnte dem nur zustimmen: „Bei uns fehlte ganz einfach ein Tick mehr an Effektivität.“

Treffer nach Standard

Und hinten erlaubte man den Wiedenbrückern in der überlegen geführten ersten Halbzeit den Führungstreffer nach einem Standard. Hatte Schiedsrichter-Assistent Luca Maurer an der rechten Außenbahn zehn Minuten zuvor zum Glück die Fahne gehoben, als Verteidiger Tristan Duschke nach ruhendem Ball von Lukas Demming einköpfte, verharrte Kaans Keeper Jonas Brammen beim zweiten Versuch in der 40. Minute ebenso auf der Linie, als Demmings Freistoß zunächst von Duschke verlängert und von Innenverteidiger Simon Schubert letztlich vollstreckt wurde. Das sah insgesamt defensiv-technisch nicht geordnet aus.

Auf der anderen Seite hatten aber auch die Gastgeber ihre Chancen. So fand zunächst Dawid Kriegers Flachschuss (6.) seinen Meister in Torhüter Marcel Hölscher. Im weiteren Verlauf erwies sich der Keeper als wahrer Zerberus. Zunächst boxt Hölscher einen gefährlichen Eckball von Mats Scheld über die Latte (30.), dann reagiert er blitzschnell nach dem Volleyschuss von Daniel Waldrich, der aus spitzem Winkel abzieht (32.), und ist schließlich auch drei Minuten später auf der Hut, als er Kriegers Kopfball aus vier Metern entschärft.

Geht der FCK hier in Führung, nimmt die Partie womöglich einen ganz anderen Verlauf.

So aber müssen die Käner fünf Minuten vor der Pause den Rückstand einstecken, der natürlich dem in der Defensive stabil stehenden Gast in die Karten spielt.

Joker-Tor bringt Entscheidung

Aus dieser stabilen Deckung fahren die Wiedenbrücker in der Käner Druckphase des zweiten Durchgangs immer wieder ihre Konter, von denen einer in der 80. Minute die Entscheidung bringt. Der erst Sekunden zuvor eingewechselte Ex-Hammer Leon Tia demonstriert seine Joker-Qualitäten umgehend mit dem 2:0.

„Wir haben die Ordnung eigentlich gut gehalten“, gibt es seitens Tobias Wurm keine Kritik am Verhalten seines Teams. „Dass wir Druck entfachen müssen, um zum Ausgleich zu kommen, ist ja klar.“

Chancen gibt es genug

Und Chancen dazu sind vorhanden. Die größte besitzt Arthur Tomas, als er eine Minute vor dem 0:2 nur Aluminium trifft. Kurz zuvor sieht Jannik Schneider Tomas auf der linken Strafraumseite nicht, der freie Bahn hat. Hier war also mehr drin für gut spielende Gastgeber, die auch nach dem 0:2 nicht aufgeben, weiter die Offensive suchen, aber erst in der Nachspielzeit mit einem Treffer belohnt werden.

Den langen Freistoß aus halblinker Position von Schneider befördert Armin Pjetrovic per Kopf ins kurze Eck. Zu spät für die Wende, denn es war die letzte Aktion einer Partie auf Augenhöhe.

1. FC Kaan-Marienborn: Brammen - Fragapane (77. Sebastian Schneider), Yigit, Pjetrovic, Scheld (85. Tsuda) - Ofosu-Ayeh (70. Saka), Biskup, Jannik Schneider, Waldrich, Tomas - Krieger.

SCW: Hölscher - Hüsing, Duschke, Schubert, Geller - Zech, Demming - Remmo (80. Tia), Ercan (85. Brinkmann), Beckhoff (66. Omar) - Tabaku (88. Thomas).

Schiedsrichter: Philip Dräger (Bielefeld).

Tore: 0:1 Simon Schubert (40.), 0:2 Leon Tia (82.), 1:2 Armin Pjetrovic (90.+3).

Zuschauer: 136.

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