Fußball-Bezirksliga

2:1 – TSV Weißtal verteidigt in Freudenberg die Tabellenführung

Lars Schardt (rechts) hat das 2:1 erzielt. Seine Teamkollegen Steffen Heimel, Nico Hermann und Jan-Michael Moses (v.l.) gratulieren.

Lars Schardt (rechts) hat das 2:1 erzielt. Seine Teamkollegen Steffen Heimel, Nico Hermann und Jan-Michael Moses (v.l.) gratulieren.

Foto: jürgen kirsch

Freudenberg.  Lars Schardt erzielt das Siegtor für die Weißtaler. Freudenberg stemmt sich bis zum Schluss dagegen.

Der TSV Weißtal fuhr in Freudenberg seinen achten Saisonsieg in der Fußball-Bezirksliga ein. Beim 2:1 (1:1)-Erfolg in der Wending machten es die Fußballer aus Rudersdorf und Gernsdorf jedoch spannend bis zum Schluss. „Das war unnötig“, befand Spielertrainer Konstantin Volz, dessen Mannschaft eine Vielzahl von Möglichkeiten vergab und am Ende um den Sieg zittern musste.

Das Glück des Tüchigen

Die Taktik von Fortuna Freudenbergs Übungsleiter Dominic Solms ging gerade in der ersten Hälfte auf. Immer wieder zwangen die Hausherren den Favoriten zu Ballverlusten im Mittelfeld und spielten munter nach vorne. Die „Flecker“ boten Paroli und kamen plötzlich einen Elfmeter zugesprochen. Daniel Berger soll in der 17. Minute seinen Gegenspieler im Strafraum regelwidrig von den Beinen geholt haben. „Er hat auf jeden Fall den Ball gespielt“, betonte Volz. „Das war kein Elfmeter“, gab auch Solms zu, dass der Referee hier die falsche Entscheidung traf. Timo Dreisbach, ehemals Molsberger (siehe Infobox), war dies egal, er verwandelte gegen seinen ehemaligen Mannschaftskameraden sicher. Nur 120 Sekunden zuvor vergab Lars Schardt die bis dato größte Möglichkeit der Gäste, als er zweimal an Fortuna-Keeper Maximilian Schuppener scheiterte. Auch nach 32 Minuten war der TSV-Stürmer nach feinem Zuspiel von Daniel Singhateh durch, zielte aber knapp am langen Pfosten vorbei. Der Ausgleich fiel auf kuriose Weise: Nach einer Ecke ließ Schuppener den Versuch von Schardt im Fünfmeterraum nur abklatschen, und Berger drückte die Kugel über die Linie. „Das hätte nie passieren dürfen. Das war quasi ein Eigentor“, ärgerte sich Fortuna-Coach Solms. Noch vor dem Seitenwechsel versiebten Nico Hermann, der aus kurzer Distanz drüber schoss, und abermals Schardt, der diesmal den Ball volley in die Wolken drosch, weitere Möglichkeiten der Volz-Elf.

Weißtal rannte nach Wiederbeginn an. Nachdem Steffen Heimel verzog (48.) und Singhateh nach einem Pass von Jan-Michael Moses daneben schoss (50.), gelang Lars Schardt der umjubelte Siegtreffer: Nach Hermanns Querpass schob der Angreifer nun überlegt ein (54.). Danach hätte der TSV alles klar machen können: Nach einer Moses-Flanke parierte Torhüter Schuppener einen Kopfball von Hermann (67.), der wenig später vorbei zielte (73.). Auch Schardt hätte für die Vorentscheidung sorgen können (86.).

Stattdessen musste TSV-Keeper Marcel Schneider den Sieg mit zwei Glanzparaden festhalten. Nach 77 Minuten tauchte Robin Wiesemann frei vor dem Schlussmann auf. Mit einem guten Reflex verhinderte Schneider den Ausgleich – ebenso wie in der Schlussminute, als Timo Dreisbach ihn überlupfte. Der Weißtaler Torwart bekam aber noch ein Körperteil an den Ball, der damit an ihm abprallte.

„Es war das Glück des Tüchtigen“, merkte Volz an, „letztlich war der Sieg aber verdient.“ Sein Pendant vermochte die Leistung seiner Elf nicht zu schmälern: „Wir haben nie aufgegeben. Ich bin zufrieden.“

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