Fußbal-Bezirksliga 5

3:2 - Lars Schardt entscheidet hitzige Partie

Niederscheldens Maximilian Böcking (Mitte) kommt vor Phil Müller-Lechtenfeld (l.) und TSV-Spielertrainer Konstantin Volz an den Ball.

Niederscheldens Maximilian Böcking (Mitte) kommt vor Phil Müller-Lechtenfeld (l.) und TSV-Spielertrainer Konstantin Volz an den Ball.

Foto: Jürgen KIRSCH

TSV Weißtal gewinnt Spitzenspiel gegen den SuS Niederschelden mit 3:2.

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Gernsdorf. Es war ein hartes Stück Arbeit für den TSV Weißtal, um vor 200 Zuschauern am Henneberg den ersten Heimsieg der neuen Saison 2019/2020 einzufahren. Der SuS Niederschelden unterlag zwar am Ende mit 2:3 (2:2), verlangte den ambitionierten Fußballern des Fusionsvereins aus Ruderdorf und Gernsdorf einiges ab. Zweimal glichen die Rosengarten-Kicker aus. Der dritte TSV-Treffer von Lars Schardt entschied dann eine unterhaltsame Partie. Sie wurde „emotional und hitzig“ geführt, wie beide Übungsleiter nach dem Schlusspfiff unisono bekundeten. „Das war ein gutes Bezirksliga-Spiel auf hohem Niveau. Wir haben viel investiert und hätten einen Punkt verdient gehabt. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, beschrieb SuS-Trainer Andreas Wieczorek.

Scheldener fordern Elfmeter

Auf Torraumszenen mussten die Zuschauer nicht lange warten. Nach einer Flanke von Manuel Jung zielte Schardt nur knapp daneben (10.). Der Stürmer machte es fünf Minuten später besser, zog nach seiner Balleroberung über die halbrechte Seite in den Strafraum und versenkte die Kugel im langen Eck. Weißtal blieb am Drücker. Luca D’Aloia setzte eine Flanke von Daniel Wadolowski an den Pfosten, Schardts Nachschuss parierte Torwart Tobias Dicke (20.). Nur 120 Sekunden danach war Niederschelden dank eines sehenswerten Freistoßes von Niklas Petri, den er aus 20 Metern im Eck versenkte, wieder zurück in der Partie. Die Gäste erspielten sich in der Folgezeit leichte Vorteile, während sich die „Schneeweißen“ durch den Wirkungstreffer zunächst einmal schütteln mussten.

Die SuS-Elf besaß durch Steven Schäfer die größte Möglichkeit (32.) und forderte wenige Augenblicke zuvor einen Strafstoß, nachdem Schäfer mit TSV-Keeper Marcel Schneider zusammenstieß. Die Pfeife von Schiedsrichter Fabian Kiehl blieb stumm. „Es würde mich interessieren, wie das Spiel ausgeht, wenn wir in Führung gehen“, lieferte Andreas Wieczorek Diskussionsansätze. Seinem Pendant konnte diese Phase der Partie nicht gefallen. „Wir haben Niederschelden das Leben zu einfach gemacht und sie dazu eingeladen, Torchancen zu kreieren“, monierte Volz. Doch die Offensivstärke seiner Mannen machte sich prompt wieder bezahlt. Daniel Wadolowski fasste sich nach einem Schardt-Pass ein Herz und zog aus 18 Metern ab. Der Ball schlug unhaltbar im Torwinkel ein (37.). Die Antwort der Niederscheldener ließ nicht lange auf sich warten. Plötzlich war Niklas Petri, dem der Ball per Kopf von Florian Macziej durchgesteckt wurde, frei vor Schneiders Kasten und ließ dem Zerberus keine Chance (43.). Mit dem Unentschieden ging es in die Kabinen.

Nach der Pause verflachte das Spiel. Zunächst verpasste Alexander Husser auf Weißtaler Seite, ehe es nach einem SuS-Ballverlust im Mittelfeld schnell ging: Luca D’Aloia schickte Jan-Michael Moses auf die Reise. Mit viel Übersicht bediente der junge Mittelfeldspieler Lars Schardt am zweiten Pfosten, der zum zweiten Mal an diesem Tag einnetzte (63.). In der Schlussphase hatten D’Aloia die Entscheidung (84.) und Petri den Ausgleich auf dem Fuß (90.). „Wir hatten viel Kontrolle und ein leichtes Chancenplus. Daher haben wir verdient gewonnen. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft“, meinte Konni Volz.

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