4:1 – Erndtebrück II schafft die Derby-Revanche

Erndtebrück.   Die klare Niederlage im Hinspiel war für die Fußballer des TuS Erndtebrück II lange Zeit wie ein Stachel im Fleisch, ist nun aber verwunden: Mit 4:1 triumphierte die Pulverwald-Reserve gegen den VfL Bad Berleburg. Ausgelassen wie selten hüpften die Blau-Weißen noch im Kreis herum, als die Spieler des Nachbarvereins in der Landesliga schon Richtung Kabine verschwunden waren.

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Die klare Niederlage im Hinspiel war für die Fußballer des TuS Erndtebrück II lange Zeit wie ein Stachel im Fleisch, ist nun aber verwunden: Mit 4:1 triumphierte die Pulverwald-Reserve gegen den VfL Bad Berleburg. Ausgelassen wie selten hüpften die Blau-Weißen noch im Kreis herum, als die Spieler des Nachbarvereins in der Landesliga schon Richtung Kabine verschwunden waren.

Dem Team vom Stöppel tut die Niederlage gleich dreifach weh. Die Bad Berleburger mussten nicht nur dem Lokalrivalen zur besseren Leistung gratulieren, sondern auch Erfolge der Konkurrenz im Ringen um den Klassenerhalt zur Kenntnis nehmen. Menden, Erlinghausen, Altenhof und Gerlingen zogen durch Siege vorbei, mit der dritten Nullrunde in Folge ist der Vorsprung auf die Abstiegsplätze von einstmals acht auf gerade mal einen Zähler geschmolzen. Die Höhe der Niederlage war zudem weiteres Gift für die Tordifferenz (-16), die angesichts der engen Verhältnisse noch wichtig werden könnte.

Dabei erwischte die Erndtebrücker Reserve nicht einmal einen besonders guten Tag. Das mit großen Erwartungen aufgeladene Derby war in der ersten Halbzeit ein ziemlich mauer Kick mit vielen Fehlern – vor allem auf Seiten des VfL, der einen Fehlpass an den nächsten reihte. Was einerseits den bewusst riskanten Vertikalbällen geschuldet war, doch hinzu kamen auch viele unnötig verlorene Bälle.

Der TuS kam dadurch immer wieder in aussichtsreiche Positionen, die Führung fiel folgerichtig. Eren Bilgicli hatte nach Balleroberung in vorderster Linie noch knapp daneben gezielt (23.), ehe ein direkt verwandelter, leicht abgefälschter Freistoß von Sven Engelke das 1:0 in der 32. Minute brachte – dem Freistoß waren zwei leichte Ballverluste vorangegangen. „Das wäre überhaupt nicht nötig gewesen“, ärgerte sich VfL-Trainer Martin Uvira, dessen Co-Trainer Marcus Goßler ergänzte: „Die Fehlpässe haben uns das Genick gebrochen. Man muss anerkennen, dass uns Erndtebrück technisch überlegen ist.“

Die erste Chance verzeichnete Bad Berleburg in der 41. Minute, als Ahmad Ibrahim am Ende einer schönen Kombination aber nicht genügend Druck hinter seinen Schuss bekam. Kurz zuvor hatte Christian Badura im „Eins gegen Eins“ gegen Jan Kemper das 2:0 für Erndtebrück verhindert.

Dieses fiel aber nach der Halbzeit, als der diesmal als Flügelspieler agierende TuS-Kapitän Till Hilchenbach mit einer knapp abgefälschten Flanke scheiterte, Lars Birlenbach die folgende Ecke von Engelke aber aus kurzer Distanz einköpfte. Zufall war dies nicht, denn schon vor der Pause hatten Hilchenbach und Birlenbach nach Eckstößen nur knapp verfehlt.

Und das, obwohl der VfL mit Tim Neusesser, Christopher Geisler und Peter Rosenblatt starke Kopfballspieler hat. „Die anderen sind aber noch besser. Wenn die beiden Erndtebrücker mit ihrer Wucht ankommen, ist das schwer zu verteidigen“, sagte Goßler.

Die Odebornstädter fanden aber noch einmal zurück. Die Einwechslung des angeschlagenen Yannik Lückel brachte mehr Struktur ins Spiel, so dass Rosenblatt nach feinem Zuspiel von Lückel prompt auf 1:2 verkürzte. In der Folge kamen die Gäste in viele aussichtsreiche Situationen, aber zu keiner klaren Ausgleichschance – in letzter und vorletzter Instanz trafen sie zu häufig falsche Entscheidungen.

Als Bad Berleburg die Viererkette in eine Dreierkette umwandelte, nutzte Erndtebrück den zusätzlichen Platz zur Entscheidung. Florian Bublitz narrte Niklas Linde und bediente Dennis Althaus mustergültig. Dieser machte mit dem 3:1 den Sack zu und stieß einen Jubelschrei aus, als habe er das Tor seines Lebens erzielt (81.). In der Nachspielzeit legte Bublitz noch das 4:1. TuS-Trainer Ivan Markow: „Spielerisch war es nicht das Gelbe vom Ei, aber mit dem Ergebnis sind wir zufrieden.“

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