Frauenfußball

Abstieg als Chance begreifen

Siegens Trainerin Manuela Frettlöh hat mit ihrer Mannschaft den Abstieg in die Westfalenliga nicht verhindern können. Jetzt folgt ein Neustart, dem Frettlöh positiv entgegen blickt.

Siegens Trainerin Manuela Frettlöh hat mit ihrer Mannschaft den Abstieg in die Westfalenliga nicht verhindern können. Jetzt folgt ein Neustart, dem Frettlöh positiv entgegen blickt.

Foto: Rene Traut

Siegen.   Die Sportfreunde Siegen sind in die Westfalenliga abgestiegen. Die Mannschaft bleibt aber bis auf wenige Ausnahmen zusammen und wird mit vielen Talenten und einer erfahrenen Spielerin verstärkt. Wir blickten mit Trainerin Manuela Frettlöh zurück und voraus.

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Es ist knapp vier Wochen her, dass die Sportfreunde Siegen die Öffentlichkeit mit ihren kurz- und mittelfristigen Zielsetzungen für alle Vereinsbereiche ins Bild setzten. Im vorgelegten Papier mit dem Titel „Die neuen Freunde ab der Saison 2016/2017“ handelte das letzte Kapitel auch vom Frauen- und Mädchenfußball bei den Sportfreunden. Wir zitieren:

"Auch im Frauen- und Mädchenbereich entwickelt sich der Verein weiter. Die erste Frauenmannschaft geht die Zielsetzung an, in der Regionalliga einen der oberen Tabellenplätze zu erreichen. Mittelfristig soll die Teilnahme an der neu einzuführenden dritten Frauen-Bundesliga erreicht werden."


Abgesehen davon, dass es eine 3. Liga nicht geben, stattdessen die 2. Liga eingleisig wird, musste, als dieses „Hintergrundpapier“ in Druck ging, allen Beteiligten klar sein, dass zumindest das Ziel, in der Regionalliga einen der oberen Tabellenplätze zu belegen, nicht erreicht werden könnte. Die Realität sieht anders aus. Die erste Frauenmannschaft ist nach einer desaströsen Rückrunde abgestiegen. Westfalenliga – das gab es zuletzt 2009/2010.

Zu allem Überfluss machte die „zweite Welle“ den Doppelabstieg perfekt, spielt jetzt nur noch in der Bezirksliga. Trotzdem bleiben die Sportfreunde in Sachen Frauenfußball die Nummer eins in Südwestfalen. Wir sprachen mit Manuela Frettlöh, der Trainerin der ersten Mannschaft.

Wenn Sie zurück blicken, haben Sie welche Gründe für den Abstieg analysiert?

Bei vielen meiner Spielerinnen war aus verschiedenen Gründen weniger Leistung da. Wir mussten einfach zu viel kompensieren. Und einige Spielerinnen haben auch nicht immer ihr Hauptaugenmerk auf den Fußball gelegt.“

Wie bitter ist der Gang in die Westfalenliga?

Vielleicht ist er gar nicht so tragisch. Aus diesem Rückschritt kann man auch wieder ein, zwei Schritte nach vorne gehen. Wir werden aber Gas geben müssen, um wieder erfolgreich zu sein.

Und das Ziel ist die sofortige Rückkehr in die Regionalliga?

Also, so weit würde ich jetzt nicht gehen, aber wir bekommen eine gute Mannschaft. Wir werden uns in einer starken Liga erst einmal sortieren müssen. Eine einfache Nummer wird das nicht, aber wir wollen oben mitspielen.

Der Wechsel in eine andere Liga hat oft eine erhebliche Fluktuation zur Folge. Auch in Ihrem Team?

Ja, aber wir werten den Kader quantitativ und qualitativ auf. Es gibt mit Vanessa Thorbeck, die nach ihrem zweiten Kreuzbandriss aufgehört hat, und Franziska Weller, die sich aus beruflichen Gründen vom Fußball zurück zieht, nur zwei Abgängen, dafür aber eine ganze Reihe von Neuzugängen.

Beim Klassenerhalt wäre mit der Freudenbergerin Lena Uebach ein großes Fußballtalent aus dem Siegerland und frisch gebackene Jugend-Nationalspielerin nach Siegen gekommen. Das hat sich jetzt aber erledigt, oder?

Da gibt es eine ganz aktuelle Entwicklung, die mich sehr freut. Lena wird nämlich doch zu uns kommen und nicht nach Warendorf wechseln. Darüber sind wir sehr froh. Sie wird eine Bereicherung.

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