Fußball-Oberliga

Ahmad Ibrahim: Im zweiten Anlauf „angekommen“ beim TuS

Ahmad Ibrahim (rechts) ist aktuell „gesetzt“ auf der linken Angriffsseite des TuS Erndtebrück.

Ahmad Ibrahim (rechts) ist aktuell „gesetzt“ auf der linken Angriffsseite des TuS Erndtebrück.

Foto: Carsten Loos

Erndtebrück.  Ahmad Ibrahim wird auch im Spiel bei Westfalia Herne ein wichtige Rolle spielen für den TuS Erndtebrück – auch wegen seiner Standards.

Am Ende war es ein schnöder Schuss aus elf Metern Entfernung. Ein Foulelfmeter in die linke untere Torecke. Ein Treffer, der dem Fußball-Oberligisten TuS Erndtebrück vor Wochenfrist in der Nachspielzeit doch noch einen 2:1-Sieg gegen Victoria Clarholz bescherte. Und so reisen die Wittgensteiner (12. Platz) mit dem ersten Saison-Erfolg im Gepäck am Sonntag (15.15 Uhr) zu ihrem Gastspiel bei Westfalia Herne (18. Platz). In der alten „Betonschüssel“ am Schloss Strünkede liegt inzwischen ein Kunst- statt eines Naturrasens.

Der späte Treffer war wichtig für den TuS und ein besonderer für Ahmad Ibrahim obendrein: Schließlich war es sein erstes Tor für die Erstvertretung der Erndtebrücker in fünf Jahren. Damals, 2015, mit 20, war der offensive Mann schon einmal vom VfL Bad Berleburg an den „Pulverwald“ gewechselt. Doch die Tür in die gerade aufgestiegene Regionalliga-Equipe blieb wegen disziplinarischer Fehltritte versperrt. Ibrahim spielte mit der „Zweiten“ in der Westfalenliga – und ging nach der Saison wieder zurück nach Bad Berleburg.

Nun ist der 25-Jährige wieder da und war in den bisherigen drei Saisonspielen auf der linken Angriffsseite „gesetzt“, wie Stefan Trevisi sagt: „Er hat sich das Tor verdient.“ Schon beim Auftritt in Haltern (0:1) hatte Ibrahim sein und Erndtebrücks erstes Saisontor auf dem Fuß. „Ein richtiger Gewinn für uns“, betont der TuS-Trainer. Ibrahim sei fleißig, bringe Technik und Tempo mit, erklärt er. Und dann sind da noch die Freistöße. Selbst wenn die noch nicht in einem Torjubel mündeten, lobt Trevisi: „So gute Freistöße habe ich selten gesehen.“

Nach dem Sieg dank des Ibrahim-Elfmeters gegen den Aufsteiger aus Clarholz waren Trainer und Spieler beim TuS erleichtert. „Weil alles so eng zusammen ist“, erklärt Trevisi, „war es wichtig, Distanz nach unten reinzubringen.“ Auch für sein Personal sei das Erfolgserlebnis im dritten Anlauf wichtig gewesen: „Die Jungs haben das in den drei Spielen gut gemacht.“ Mit der einen Einschränkung, dass der TuS „gegen Clarholz nicht so konstant wie vorher“ gespielt habe.

Herne druckvoll in den ersten Minuten

Erndtebrück hatte am Donnerstag in der Meisterschaft spielfrei. Co-Trainer Lars Birlenbach saß auf der Tribüne im Leimbachstadion bei der Partie der SF Siegen gegen die TSG Sprockhövel (am 11. Oktober zu Gast am „Pulverwald“), Trevisi schaute sich daheim im Internet den nächsten Heim-Gegner RSV Meinerzhagen (am 1. Oktober) an.

Bei Herne hat Trevisi bereits zuvor im Video-Studium erkannt, dass die Westfalia vom Anstoß weg erstmal schnell anläuft. Am Donnerstag hatte Herne 1:3 gegen Münster II verloren. Ob die Gastgeber danach müde sind? „Der Trainer wird das sicher nicht zulassen“, schmunzelt Trevisi. Sein Gegenüber auf der Herner Bank, Christian Knappmann, gilt, vorsichtig formuliert, als lautstarker Vertreter.

Terzic steht vor der Rückkehr

Am Mittwoch war Erndtebrück mit einem 9:0 beim B-Kreisligisten SV Oberes Banfetal in die zweite Runde des Kreispokals eingezogen. Mit dabei sieben Spieler aus dem Kader des Oberliga-Teams. Der Rest der Mannschaft trainierte. Der lange verletzte Erlon Sallauka stand von Beginn an auf dem Platz. „Es ist wichtig für ihn, dass er spielt“, erklärte Trevisi, „bei uns kann er die Einsatzzeit so nicht bekommen.“

Ob in Herne Admir Terzic sein Liga-Debüt nach seiner Rückkehr an die Eder geben kann, entscheidet sich kurzfristig. „Admir muss sagen, ob es geht“, erklärt Trevisi. Gibt der Kapitän sein O.k., sei er sei er im Kader und fahre mit ins Ruhrgebiet, aber „auflaufen wird er noch nicht“. Unterdessen gibt Trevisi Entwarnung bei Benedikt Brusch, den er gegen Clarholz wegen einer Verletzung in der 42. Minute auswechseln musste: „Er ist wieder dabei.“

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