Fußball-Regionalliga

An der Wupper nicht baden gehen

Kaans Trainer Thorsten Nehrbauer

Kaans Trainer Thorsten Nehrbauer

Foto: Thorsten Wroben

Kaan-Marienborn.   1. FC Kaan-Marienborn will beim WSV zurück in die Erfolgsspur. Binder und Waldrich fehlen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Hinrunde in der Fußball-Regionalliga West neigt sich bereits dem Ende entgegen. Am Wochenende steht der vorletzte Spieltag der ersten Serie auf dem Programm, und der hält für Aufsteiger 1. FC Kaan-Marienborn den Besuch in einer traditionsreichen Stätte des deutschen Fußballs bereit: Am Samstag um 14 Uhr wird die Partie im Stadion „Am Zoo“ gegen den Wuppertaler SV angepfiffen.

Seit 1983 steht das 1924, damals noch mit einer integrierten Radrennbahn eröffnete Stadion im Stadtteil Elberfeld unter Denkmalschutz. Seit 1954 wird dort nur noch Fußball gespielt, waren 35.000 Zuschauer zu WSV-Bundesligazeiten keine Seltenheit. In den vergangenen 20 Jahren wurde die Arena immer mal wieder renoviert, obwohl es mit dem Fußball immer weiter bergab ging. Heute führt der Wuppertaler SV, der von 1972 bis 1975 in der Bundesliga spielte, nur noch ein Schattendasein im Vergleich zu den großen Nachbarn aus Dortmund, Schalke, Bochum, Düsseldorf oder Köln.

Gute Bilanz von Adrian Alipour

Nach dem Abstieg aus der 3. Liga muss sich der traditionsbeladene Verein mit der Viertklassigkeit begnügen und steht damit auf einem Niveau mit dem 1. FC Kaan-Marienborn, der erstmals zu einem Spiel unter der Schwebebahn antritt und sich – um auf den sportlichen Aspekt zu kommen – keineswegs chancenlos sieht. Trainer Thorsten Nehrbauer macht dies auch an diesem Fakt fest: „Wuppertal hat das Nachholspiel gegen Düsseldorf II verloren. Wir haben in Düsseldorf den Gegner beherrscht. Dies zeigt doch, dass der WSV keine Über-Mannschaft ist.“

Dennoch war diese 2:3-Niederlage nach 0:3-Pausenrückstand gegen die Landeshauptstädter erst die zweite, seitdem Adrian Alipour die Trainergeschäfte beim WSV übernommen hat. Ohne Treffer blieb an diesem regenreichen Abend Christopher Kramer. Der Wuppertaler Torjäger gewann in der vergangenen Saison die Torjägerkrone in der Regionalliga West und liegt mit elf Toren jetzt schon wieder weit vorne. Zum Vergleich: Der erfolgreichste Torschütze des 1. FC Kaan-Marienborn ist Burak Gencal mit fünf Treffern auf dem geteilten zwölften Platz. „Auf Kramer, Gaetano Manno und die beiden Außen müssen wir besonders aufpassen“, gibt Thorsten Nehrbauer seinem Team eine klare Marschroute mit auf den Weg.

Abzuwarten bleibt, wie die Käner die 0:2-Niederlage gegen den SV Rödinghausen aus ihren Köpfen verbannt haben, ob sie wieder an die Leistungen in drei nicht verlorenen Partien anknüpfen, wieder mehr Torgefahr entwickeln können. Zwei Eckpfeiler der Start-Elf werden bei diesem Unterfangen jedenfalls nicht helfen können: Leon Binder ist wegen seiner gelb-roten Karte aus dem Rödinghausen-Spiel gesperrt, in dem mit Daniel Waldrich ein Aktivposten die fünfte gelbe Karte sah. Er fehlt also in Wuppertal auch.

Nehrbauer sieht darin kein Problem: „Warum sollte ich? Jetzt können sich doch die beweisen, die beleidigt sind, weil sie nicht spielen. Wir haben die Optionen.“ Binders Position als „Sechser“ dürfte wohl Marcel Radschuweit einnehmen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben