Fußball-Landesliga

Beim VfL Bad Berleburg winkt zwei „Neuen“ die Startelf

Unter den „Neuen“ beim VfL Bad Berleburg ist Hannes Schneider (vorne) schon recht weit. Alex Koch und Vadim Hafner wollen aufholen.

Unter den „Neuen“ beim VfL Bad Berleburg ist Hannes Schneider (vorne) schon recht weit. Alex Koch und Vadim Hafner wollen aufholen.

Foto: Florian Runte

Bad Berleburg.  Der VfL Bad Berleburg startet gegen Langenholthausen mit vielen Neuen in die Landesliga. Wir spielen durch, wie die Startelf aussehen könnte.

Die Zaungäste beim Abschlusstraining des VfL Bad Berleburg dürften sich über das geschniegelte Auftreten gewundert haben. Auch Fußballspieler können eitel sein, einige sind es sogar in besonderer Weise – und so investierten einige Kicker ein paar Minuten mehr in den Sitz ihrer Frisur, denn vor dem Training wurde das Mannschaftsfoto aufgenommen.

Darauf sind diesmal mehr Spieler zu sehen als in den vergangenen Jahren. Bei insgesamt neun Neuzugängen kann ein Teamfoto in der Stadionzeitung als Orientierungshilfe für das Publikum nicht schaden. Wie viele der „Neuen“ am Sonntag (15.30 Uhr) beim ersten Landesliga-Saisonspiel gegen Aufsteiger TuS Langenholthausen schon auflaufen werden, bleibt abzuwarten. „Wir wissen noch nicht, wie wir starten werden“, gibt Trainer Martin Uvira Details der Aufstellung aus naheliegenden Gründen noch nicht preis. Sicher ist nur, dass Außenspieler Niklas Duchardt und der junge Torhüter Mik Römer verletzungsbedingt fehlen werden – Christian Badura wird also wie gewohnt das Tor hüten.

Einen Fingerzeig könnte das letzte Testspiel vom Dienstag, die 1:2-Niederlage bei Westfalenligist FSV Gerlingen sein, denn in den vergangenen Jahren nutzte Uvira den letzten Test stets als Generalprobe und änderte beim Auftakt kaum etwas. Dies deutet darauf hin, dass Marc Uvira in der Abwehrkette auflaufen könnte, denn der spielstarke Trainersohn verteidigte in Gerlingen gemeinsam mit Niklas Linde und Steffen Arnold in einer Dreierkette.

Kuhn „droht“ eine Umschulung

„Vielleicht wird es aber auch eine Viererkette. Wir haben viele Optionen“, sagt Martin Uvira. Zu diesen Optionen, die als Ersatz für den abgewanderten Linksverteidiger Steven Lichy einspringen könnten, zählen unter anderem Mert Erdem und Tim Kuhn, der bei seinen bisherigen Stationen Offensivkraft war. Doch auch Lichy wurde damals umgeschult. „Tim hat gute Eindrücke hinterlassen, bringt eine gute Mentalität mit und ist zweikampfstark“, sagt Uvira, für den besonders die letztgenannte Eigenschaft in einer vergleichsweise wenig robusten Abwehr ein Argument sein dürfte.

Im defensiven Mittelfeld ist Mahmood Omar keine Option mehr, denn er nimmt sich eine Art Babypause und hat noch kein Training bestritten. Neben „Staubsauger“ Christopher Geisler ist normalerweise Benedikt Schneider als Taktgeber gesetzt, der zuletzt aber angeschlagen war. In Gerlingen begann deshalb sein sechs Jahre jüngerer Bruder Hannes. Auch Alexander Krowarz könnte diese Position spielen, am Bieberg war er jedoch – wie häufig in der Vorsaison – als „Zehner“ mit offensiven Aufgaben betreut.

Lückel ist der trainingsfleißigste

Auf den Außenbahnen dürften normalerweise Kai Dengler und Tarek Benyagoub die Nase vorn haben. Torben Birkelbach, der aktuell angeschlagene Alex Koch und Richard Kari sind die Alternativen. Kari kann durch eine berufliche Ausbildung in Frankfurt derzeit allerdings nur einmal wöchentlich trainieren und dürfte deshalb nur in Notfällen zum Zug kommen. „Das ist sehr schade, denn er hat sich in den letzten beiden Jahren sehr gut entwickelt“, findet Martin Uvira.

Im Sturm ist Yannik Lückel gesetzt, nicht nur wegen seiner fünf Tore während der sieben Testspiele. „Er war als einziger Spieler in jedem Training und Spiel dabei“, gibt Uvira Einblick in seine Statistik: „Er war letzte Saison nicht immer bei hundert Prozent, jetzt macht sich die gute Fitness bemerkbar.“

Auch Ahmad Ibrahim dürfte im Normalfall in vorderster Reihe auflaufen. Die beiden A-Jugendlichen Vadim Hafner und Jan-Philipp Dörnbach werden sich zunächst hinten anstellen müssen, könnten mit ihrer besonderen Schnelligkeit (Hafner) sowie Wucht und Dynamik (Dörnbach) je nach Spielsituation aber schon für andere taktische Varianten interessant werden.

Offensive Grundausrichtung

„Mit dem Ablauf der Vorbereitung bin ich zufrieden. Mit den vielen neuen Spielern mussten wir in den Testspielen viel wechseln, aber sie haben sich alle gut integriert und machen einen ordentlichen Eindruck“, bilanziert Martin Uvira.

Den TuS Langenholthausen hat er zwar nicht beobachtet, die Zahlen sprechen aber eine klare Sprache. Die Sauerländer haben eine stark nach vorn orientierte Grundausrichtung, in der die Stürmer Falk Fischer und Gian-Marco de Luca noch einmal etwas herausragen. Mit Markus Brüll und Torben Ochs fallen bei den „Grünen“ zwei Mittelfeldspieler aus.

An den TuS Langenholthausen hat der VfL Bad Berleburg gute Erinnerungen. In vier Spielen gab es vier Siege mit 21:10 Toren. 2017 machte der VfL mit einem 5:2 den Landesliga-Aufstieg perfekt.

Seither ist das Team aus dem südlich von Balve gelegenen 911-Einwohner-Dorf vor allem defensiv stabiler geworden. Mit satten 86 von 90 möglichen Punkten wurde Langenholthausen in beeindruckender Weise erstmals in die Landesliga auf.

Beim Auftakt schlug der TuS die FSV Werdohl zuhause mit 2:1.

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