Fußball-Landesliga

Christian Zerbe traut der SF Birkelbach den Klassenerhalt zu

Christian Zerbe in Aktion: Gegen den TuS Müschede war der 38-Jährige einer der Sieggaranten. Generell traut er den SF Birkelbach den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga 4 zu.

Christian Zerbe in Aktion: Gegen den TuS Müschede war der 38-Jährige einer der Sieggaranten. Generell traut er den SF Birkelbach den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga 4 zu.

Foto: PETER KEHRLE

Birkelbach.   Gegen Müschede war Christian Zerbe als Aushilfstorwart ein Sieggarant. Für den Rest der Bezirksliga-Saison ist der 38-Jährige auch optimistisch.

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Christian Zerbe hat so einiges erlebt in seiner Zeit als Stammtorwart der SF Birkelbach. Vom Beinahe-Aufstieg in die Landesliga der Jahre 2005 und 2006 bis zum Fast-Abstieg vor fünf Jahren, als die Interimstrainer Heiko Rothenpieler und Marco Radtke zwei Spieltage vor Schluss eine verunsicherte Birkelbacher Mannschaft zum Klassenerhalt führten.

Jene Erfahrung war nun auch am vergangenen Sonntag in der Fußball-Bezirksliga 4 gefragt, als Hartmann den rotgesperrten Stammkeeper Janek Bäcker ersetzen musste. Da Ersatztorwart David Günther nicht einspringen konnte, fiel die Wahl auf Zerbe, der den Vorzug vor dem trainingsfleißigen Robin Birkelbach erhielt. „Das tat mir für den Jungen persönlich leid, denn er hätte es aufgrund seines Engagements im Training definitiv verdient gehabt“, erklärt Zerbe fast schon entschuldigend. Doch letztlich behielt Hartmann mit seiner Einschätzung Recht, dass sich Zerbes Erfahrung auszahlen würde.

Klassenerhalt in Bezirksliga 4 ist möglich

Zwei Glanzparaden – eine davon ein gehaltener Strafstoß – sorgten dafür, dass die Sportfreunde gegen den direkten Konkurrenten TuS Müschede nicht frühzeitig zurücklagen. Im weiteren Verlauf gelang Birkelbach ein 4:0-Heimerfolg, der in der aktuellen Lage im Kampf um den Klassenerhalt an Wichtigkeit nicht zu überbieten war.

„Wir hatten in dieser Partie das Spielglück, das uns in so manch anderer Partie nicht gegeben war“, analysiert Zerbe weiter. Der Routinier hat sich in den vergangenen Wochen natürlich auch seine Gedanken gemacht, wohin die Reise seines Herzensvereins in dieser Saison geht. „Der Abstieg wäre schon sehr bitter für uns, da es später immer schwieriger ist, aufzusteigen, als vorher die Klasse zu halten.“ Dieses Gefühl herrschte auch schon damals zu Zeiten der Radtke-Rothenpieler-Ära vor, als propagiert wurde, dass die Verhinderung eines Abstieges aus der Bezirksliga stets wichtiger für den Verein sein würde, als jeder Aufstieg in die Landesliga.

Dass es letztlich zum Abrutschen in die A-Kreisliga kommt, glaubt Zerbe dennoch nicht – aus verschiedenen Gründen.

Stammkeeper Janek Bäcker kehrt ins Tor zurück

Erstens kennt der Altstar die Qualität der Mannschaft aus eigener Erfahrung, da er mit den meisten Spielern früher noch zusammengespielt habe. Vom Können der neueren Generation der Birkelbacher Kicker um Strack und Duchardt konnte sich Zerbe in der Vorbereitung ein umfassendes Bild machen. Damals agierte er als Torwarttrainer oftmals mit. Ein weiterer Aspekt sei die Stimmung innerhalb des Vereins und der Mannschaft. „Ich nehme das Team trotz aller Rückschläge als eine Einheit wahr, bei der nach wie vor die Stimmung gut ist“, erklärt Zerbe weiter.

Außerdem haben die Rückkehrer Arne und Ole Löcherbach menschlich als auch fußballerisch nochmals eine andere Qualität auf den Platz gebracht.

Großes Lob für Trainer Christian Hartmann

Ebenfalls ein großes Lob erhält auch Hartmann, dessen Herangehensweise für Zerbe den Unterschied ausmache. Den Umbruch im Sommer habe der neue Trainer realistisch einschätzen können, so dass das Team durchaus auch auf Rückschläge vorbereitet gewesen sei. „Dass es in der Liga Klatschen geben könnte, war dem Trainer und uns vorher bewusst“, so Zerbe weiter. Für die kommenden Wochen bis zur Winterpause sei es nur wichtig, dass sich der Kader „nicht noch weiter verkleinere“.

Am Sonntag gegen den TuS Langenholthausen steht dann wieder Janek Bäcker, der auch bereits unter der Woche beim souveränen 7:1-Sieg im Kreispokal gegen den VfB Banfe zwischen den Pfosten stand, im Tor. Zerbe wird an diesem Sonntag nicht mit nach Langenholthausen reisen, es sei „mal wieder Zeit für die Familie“. Seinen Dienst hat der 38-Jährige getan, nun sind wieder die etatmäßigen Kräfte an der Reihe.

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