Schwimmen

Christopher Girg und das große Abenteuer USA

Christopher Girg

Christopher Girg

Foto: Mirko Seifert

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Würgendorf. Seit Sommer 2012 laufen die Vorbereitungen, zum Jahresanfang wurde es verbindlich und Mitte August geht es bereits los: Der Würgendorfer Schwimmer Christopher Girg geht für ein vierjähriges Studium in die USA. An der renommierten University of Connecticut (kurz: UCONN), einer der besten öffentlichen Universitäten der USA, erhielt er ein Stipendium. Er beginnt dort sein Informatikstudium und schwimmt für das Sportteam der Universität, die „Huskies“.

Im Laufe des vergangenen Jahres hatte er mit mehr als 50 Universitäten Kontakt und mehrere Angebote. Im Herbst erhielt er Unterstützung von „Scholarbook.net“ einer Vereinigung von Sportlern, die selbst in den USA Stipendien erhalten haben. „Scholarbook“ steht unter der Schirmherrschaft ehemaliger Spitzensportler wie dem mehrfachen Olympiasieger Michael Groß.

„Durch sie bin ich in Kontakt mit UCONN gekommen und zu meinem Glück suchte die Uni gerade einen 200 m-Schmetterling- und einen 400 m-Freistil-Schwimmer. Meine Zeiten haben gepasst, so dass ich beide Strecken abdecken kann“, so Christopher Girg, der sich über ein (fast) Vollstipendium freuen darf. Die Studiengebühren pro Jahr belaufen sich auf 50.000 Dollar.

Wie besonders die Uni ist, konnte Christopher Girg Anfang Mai in Connecticut selbst erfahren: „Es war einfach nur beeindruckend, eine eigene Stadt, alles neu. Der Stellenwert des Sports ist fantastisch. So gibt es für Basketball eine Halle mit 12.000 Sitzplätzen.“

Aber auch die Schwimmer müssen sich nicht verstecken. Das 30 Mitglieder starke Team hat vier Trainer, u.a. ehemalige Olympiateilnehmer, eine eigene Halle mit sechs 50 m-Bahnen, die 1000 Zuschauer fasst und einen riesigen Kraftraum.

Vater Michael Girg dazu: „Für uns Eltern stand natürlich die schulische Ausbildung auch an oberster Stelle, der spätere Berufsweg hängt stark mit dem Ruf und der Qualität der Universität zusammen. Dass UCONN dann auch noch in der höchsten Liga schwimmt, ist für ,Chris’ das Erlebnis schlechthin.“

Für die Qualifikation und Aufnahme an der Uni waren nicht nur die sportlichen Leistungen entscheidend. Es waren hohe Zielvorgaben an schulische Leistungen und die Aufnahmetests gestellt. So musste der Schüler des Wilnsdorfer Gymnasiums in den vergangenen Monaten viele Tests durchlaufen.

„Ich war in Berlin, Frankfurt und Köln. Mit Hilfe der Schule, insbesondere meines Oberstufenleiters Jörg Müller, habe ich alle Tests erfolgreich abgeschlossen und die Aufnahmekriterien erfüllt.“

Und weiter: „Vielleicht hätte ich, wie viele gleichaltrige Leistungsschwimmer, längst aufgehört. Daher danke ich Trainer Christian Karsch und meinem Freund Julius Schenk, mit dem ich beim TV Dillenburg allein trainiere, ganz besonders.“ Wenn Christopher Girg Mitte August abfliegt, weiß er schon, dass er bis Weihnachten kein Wochenende frei hat. Neben Trainingslagern stehen die Wettkämpfe in der American Athletic Conference an.

Der erste Rückflug ist für Weihnachten gebucht. Und eines musste er seiner Mutter versprechen: „Spätestens nach vier Jahren kommst du aber wieder ganz zurück...“

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