Sportfreunde Siegen

Dapprich lehnt sich ein bisschen aus dem Fenster

Siegens Lukas Hombach (re.) bejubelt sein Tor zum 1:0 mit Björn Jost (SI) gegen Schermbeck.  

Siegens Lukas Hombach (re.) bejubelt sein Tor zum 1:0 mit Björn Jost (SI) gegen Schermbeck.  

Foto: Rene Traut

Siegen.   Dank „Sportfreunde-Video-Beweis“ milde Strafe für Japaner nach Platzverweis in Rheine. Siegener am Donnerstagabend gegen die U21 des SC Paderborn.

„Wenn wir am Donnerstagabend Paderborn schlagen, wollen wir auch am Montag in Schalke was holen.“ Sportfreunde-Trainer Dominik Dapprich lehnt sich ganz schön aus dem Fenster, um die Ostertage für sein Oberliga-Team zu einem Punkte-Fest werden zu lassen. Dass zwischen den beiden Spielen nur drei Tage Pause liegen, tut dem Optimismus im Leimbachtal keinen Abbruch. Dapprich verweist auf sieben ausgetragene Spiele in den vergangenen 17 Tagen. Da wäre es ja fast schon fatal, diesen Rhythmus in irgendeiner Form zu unterbrechen.

Das alles artikuliert der Trainer natürlich mit einem listigen Augenzwinkern, denn klar ist, dass an den jungen Kickern der Sportfreunde diese Belastung nicht spurlos vorüber gegangen ist. „Da müssen wir dem einen oder anderen schon mal eine Pause gönnen“, erwägt er auch gegen die U21 des SC Paderborn heute Abend (18.30 Uhr, Leimbachstadion) personelle Rochaden. „Zum Glück haben wir derzeit 20, 21 Spieler zur Auswahl, da kann man schon mal jemanden schonen.“ Am Sonntag war nach zuletzt guten Spielen Außenstürmer Ryo Suzuki nicht von Beginn an dabei.

Mit Zeitlupen und Vergrößerungen

Wen es trifft, lässt er offen. Eine Pause auf jeden Fall bekommt Masahiro Endo, dessen höchst zweifelhafte Rote Karte aus dem Rheine-Spiel am Sonntag allerdings wohl kaum eine großartige Sperre nach sich ziehen wird. „Wir haben dem Staffelleiter ausführliches Video-Material zukommen lassen mit Zeitlupen und Zoom-Vergrößerungen. Ich denke, er kommt mit einem Spiel Sperre davon“, so Dominik Dapprich. Zwar ist das Urteil noch nicht gefällt, doch würde man in Siegen alles andere in Sachen Strafmaß als lächerlich empfinden. Zurückkehren in den Kader wird Rechtsverteidiger Sato­shi Horie.

Nachdem in Rheine die Partie trotz halbstündiger Unterzahl fast erfolgreich über die Bühne gegangen wäre und erst ein ebenfalls höchst zweifelhafter Elfmeter den Gastgebern doch noch den späten Ausgleich zum 1:1-Endstand bescherte, wollen die Siegener natürlich auch dem von der Spielanlage her ähnlich ausgerichteten Nachwuchs der Bischofsstädter erfolgreich Paroli bieten. „Eine sehr spielstarke Mannschaft“, kennt Dominik Dapprich die Fähigkeiten der Paderborner, von denen auch der TuS Erndtebrück nach der 2:3-Heimniederlage ein Liedchen singen kann.

Die jetzt auf dem Siegener Konto stehenden 35 Punkt lassen der Mannschaft bei zwei noch ausstehenden Nachholspielen in Richtung Tabellenkeller etwas Luft.

Man darf bei der Spieltags-Konstellation dieses Gründonnerstags gespannt sein, wie die Direktduelle der abstiegsbedrohten Clubs Gütersloh und Herne, Brünninghausen und Hamm sowie Holzwickede und Rheine ausgehen. Dass der Abstiegskampf mehr als die halbe Liga erfasst hat und es heute noch enger werden könnte, hat echt dramatische Züge.

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