7. Siegerländer Schülerlauf

Das macht Spaß: Laufen statt pauken

Buntes Läufermeer auf dem Weidenauer Bismarckplatz.

Buntes Läufermeer auf dem Weidenauer Bismarckplatz.

Foto: Jürgen KirscH

Siegen.  Kurz vor beginn der Sommerferien hieß es für mehr als 7000 Schülerinnen und Schüler am Mittwoch: Laufen statt pauken.

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Laufen statt pauken – zwei Tage vor dem Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen starteten rund 7000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 47 Schulen bei der siebten Auflage des Siegerländer Volksbank Schülerlaufs. Wie schon in der Vergangenheit war es ein großes Sportfest, bei dem der Teamgedanke und der Spaß im Vordergrund standen.

„Es geht auch um die Gesundheit und die Bewegung“, umschrieb Norbert Kaufmann, Vorstand des Hauptsponsors Volksbank Siegerland, den Grundgedanken. „Es sind wieder 7000 Schülerinnen und Schüler, die an diesem Tag mehr bewegen als ihren Daumen auf dem Smartphone. Es ist eine lockere Atmosphäre“, beschrieb er die Stimmung am Streckenrand. Von einem reibungslosen Ablauf berichtete auch Organisator Martin Hoffmann (:anlauf Siegen): „Wir lernen jedes Jahr dazu. Mein Eindruck ist, dass der Ablauf funktioniert hat.“

Unfallfrei ins Ziel

Anders als im vergangenen Jahr, als ein Sturz beim Start der älteren Klassen den Schülerlauf überschattete, blieb es diesmal bei kleineren Blessuren. „In jeder Pause auf dem Schulhof muss schon mal ein Pflaster geklebt werden“, relativierte Martin Hoffmann. „Bei jedem Start hält man die Luft an“, atmete Norbert Kaufmann durch, als alle Teilnehmer im Ziel ankamen. Während die Schnellsten über die Startlinie flitzten, drängte sich die Vielzahl an Läuferinnen und Läufern dahinter über jene Markierung. Zum Glück gab es keine Unfälle. Die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) waren kaum gefordert. Die Lehrerinnen und Lehrer gaben eine positive Resonanz ab. „Sie waren zufrieden“, betonte Martin Hoffmann.

Mit 484 Schülerinnen und Schülern stellte die Gesamtschule aus Eiserfeld die größte Anzahl an Startern. Die Eiserfelder unterstützten die Veranstaltung zudem mit 150 Helfern. 457 Teilnehmer kamen von der Realschule am Oberen Schloss in Siegen und 344 vom Gymnasium Netphen. 300 Kinder schickte die Grundschule Eiserfeld/Eisern ins Rennen. Auch die Glück-Auf-Schule (210 Starter) und die Spandauer Schule (200) waren von den Grundschulen gut vertreten. Die weiteste Anreise nahmen die Kinder und Jugendlichen der Leonardo-Da-Vinci-Gesamtschule aus dem oberbergischen Morsbach auf sich.

Kreative Namen und T-Shirts

Den Wettbewerb des „originellsten Teamnamens“ gewannen die „Oberfischbacher Turboschnecken“ (Grundschule Oberfischbach) vor den „Genialcher Laufwundern“ (Grundschule Alchen) und den „Renneulen“ (St. Martin-Schule Kreuztal) sowie das „Team Schnellschuh (Gesamtschule Morsbach) vor den „Rasierern“ (Gymnasium Wilnsdorf) und „run for future“ (Hauptschule Eichen).

Das „originellste T-Shirt trugen die Alchener Grundschüler und die Eichener Hauptschüler. Bei den Grundschulen belegten hier die Grundschule Fellinghausen und die Schule am Sonnenhang die weiteren Treppchenplätze. Das Gymnasium Wilnsdorf und die Pestalozzischule belegten bei den Sekundarschulen die Plätze zwei und drei. Die Wilnsdorfer waren außerdem die Stimmungsgaranten am Zieleinlauf. Lautstark feuerten sie die Läuferinnen und Läufer an und trugen maßgeblich zur fröhlichen Stimmung bei. Die ersten vier von acht Läufen begann am frühen Morgen, als sich rund 2000 Grundschüler auf den Weg über die 1000 Meter lange Strecke machten. Die Klassen fünf und sechs, die auch gleichzeitig die teilnehmerstärksten waren, starten anschließend getrennt voneinander über 2,5 Kilometer. In den Vorjahren starteten sie noch gemeinsam.

Nach etwa 25 Minuten hatten alle Läuferinnen und Läufer das Ziel erreicht. Etwas länger benötigten einige Schülerinnen und Schüler der Klassen sieben und acht sowie ab Klasse neun. Nicht wenige Jugendliche ließen es ruhiger angehen und machten aus dem Schülerlauf einen persönlichen „Wandertag“ bei strahlendem Sonnenschein. „Wer länger läuft, wird schneller braun“, flachste Moderator Stefan Fuckert über die spazierenden Gruppen. „Es ist den Teilnehmern selbst überlassen, wie sie damit umgehen“, sagte Veranstalter Martin Hoffmann dazu. „Wir haben an die Schulen kommuniziert, dass es auf 300 oder 400 Schülerinnen und Schüler nicht ankommt“, fügte er an. Ein Problem sei es gewesen, dass manche Schulen den Schülerlauf zur Pflichtveranstaltung machten, wie eine Lehrerin bekundete. „Das trübt die Veranstaltung aber nicht. Denn es geht ja nicht um eine Meisterschaft“, stellte Martin Hoffmann noch einmal klar. Immerhin hatten einige Lehrkräfte auch in die Motivationstrickkiste gegriffen.

„Wer unter zehn Minuten bleibt, bekommt einen Dönerteller“, versprach Falko Wahl von der Geschwister-Scholl-Gesamtschule am Schießberg, seinen Schützlingen. Weniger als zehn Minuten benötigten die schnellsten Läufer. „Vergessen Sie den Dönerteller“, rief daher ein Schüler schon kurz nach dem Start dem Lehrer zu...

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