Fußball-Oberliga

Der TuS Erndtebrück tritt auf der Stelle – immerhin

Erndtebrücks Torwart Alex Taach, der hier eine Freistoßhereingabe aus dem Strafraum faustet, rettet seiner Mannschaft mit einigen guten Paraden einen Punkt. Mit seinen Ausflügen über die Strafraumgrenze hält er das Publikum jedoch manchmal über Gebühr in Atem.

Erndtebrücks Torwart Alex Taach, der hier eine Freistoßhereingabe aus dem Strafraum faustet, rettet seiner Mannschaft mit einigen guten Paraden einen Punkt. Mit seinen Ausflügen über die Strafraumgrenze hält er das Publikum jedoch manchmal über Gebühr in Atem.

Foto: Florian Runte

Erndtebrück.  Das 0:0 gegen die TSG Sprockhövel bringt den TuS Erndtebrück nicht weiter, ein Sieg war drin. Warum dennoch alle mit dem Punkt leben können.

Unter den Anhängern des TuS Erndtebrück herrschte nach dem Nullzunull im Oberliga-Fußballspiel gegen die TSG Sprockhövel Uneinigkeit. Zu wenig, fanden viele. Einerseits, weil der TuS unverändert auf einem Abstiegsplatz verharrt, aber auch, weil Sprockhövel schlagbar war und Chancen vorhanden waren. Tenor war aber auch: Immerhin verlor der TuS nicht den Anschluss – dieses Szenario drohte am Ende bei zwanzigminütiger Unterzahl, nachdem Kapitän Moritz Brato wegen zweier Fouls kurz vor dem Strafraum die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Danach geriet sein Team unter Druck, hielt aber die Null.

„Es war wichtig, endlich mal 90 Minuten ohne Gegentor zu bleiben. Wir feiern das ein bisschen“, sagte Brato nach der nervenaufreibenden Schlussphase, in der Sprockhövel offensiv wechselte und mächtig Druck machte. Doch immer wieder warfen sich die Erndtebrücker noch dazwischen – und im Zweifelsfall war Torwart Alex Taach zur Stelle, der ein gutes Spiel machte und nach der Partie von Abteilungsleiter Dirk Beitzel beglückwünscht wurde.

Die Rote Karte war nicht der einzige Rückschlag für den TuS, der nach einer halben Stunde Mehmadalija Covic mit einer Oberschenkelverletzung verlor. Für ihn kam zunächst Offensivspieler Abbas Attiee und Maximilian Schneider rochierte vom Mittelfeld zunächst in die Abwehrkette und später zurück, weil in den zweiten 45 Minuten der junge Mats Birkelbach sein Oberliga-Debüt erlebte. „Er hat ein gutes Spiel gemacht“, fand TuS-Trainer Alfonso Rubio Doblas, der das Resultat „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ zur Kenntnis nahm.

Hinterhertrauern musste er vor allem den guten Chancen in der Anfangsphase, als Erndtebrück die Gegner früh Anlief – und die TSG zeigte sich dabei nicht gerade sattelfest. Die Chancen von Erlon Sallauka, Haluk Arslan und Schneider blieben jedoch ungenutzt, Manfredas Ruzgis köpfte über das Tor. „Da müssen wir nach 10 Minuten eigentlich 2:0 führen“, sagte Rubio Doblas.

Ab der 20 Minute wurde Sprockhövel stärker, die TSG nutzte aber ihre beste Chance durch Lewin D’Hone nicht (28.). In der Folge gestaltete sich das Geschehen ausgeglichen, ehe Erndtebrück zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder Vorteile verbuchte.

Chancen gab es auf beiden Seiten, ehe es in der 71. Minute eine bzw. zwei Schlüsselszenen gab. Erst tauchte Ruzgis nach Balleroberung und Zuspiel von Schneider plötzlich ganz alleine vor TSG-Torwart Azmir Alisic auf, der aber im „Eins gegen Eins“ die Oberhand behielt.

Im direkten Gegenzug sah sich Brato zum Foul gezwungen, das die Gelb-Rote Karte nach sich zog. Ab da kippte das Spiel zugunsten von Sprockhövel. In Unterzahl zeigte sich die Pulverwald-Elf aber kampfstark und rettete das Remis mit Willen und Glück über die Zeit.

Die Statistik:

Aufstellung TuS Erndtebrück: Taach – Jäger, Covic (33. Attiee, 90.+1 Fukuchi), Brato, Yamazaki – Reichert, Tomita – Schneider, Arslan, Sallauka (46. Birkelbach) – Ruzgis.

Gelb-Rote Karte: Moritz Brato (Erndtebrück) wegen wiederholten Foulspiels (71.).

Schiedsrichter: Marcel Benkhoff (Recklinghausen).

Tore: Fehlanzeige

Zuschauer: 130 zahlende.

Das nächste Spiel: FC Ebenau (A/Pokal) am Mittwoch, 17.45 Uhr.

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