Siegerländer KV

Die Kubaner sind wieder da

Da fliegt er wieder! Der Kubaner Manrique Larduet hat die Turnfans in diesem Jahr bei seinen SKV-Einsätzen mit Weltklasse-Leistungen begeistert. Am Samstag soll er für wichtige Punkte im Derby gegen die KTV Obere Lahn sorgen.

Da fliegt er wieder! Der Kubaner Manrique Larduet hat die Turnfans in diesem Jahr bei seinen SKV-Einsätzen mit Weltklasse-Leistungen begeistert. Am Samstag soll er für wichtige Punkte im Derby gegen die KTV Obere Lahn sorgen.

Foto: Reinhold Becher

Dreis-Tiefenbach.   Weltklasse-Turner Manrique Larduet bereitet sich in Dreis-Tiefenbach mit einem Teamkollegen auf den Liga-Wettkampf gegen die KTV Obere Lahn vor.

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Pünktlich am Sonntag um 13 Uhr schwebten die „Kubaner“, wie sie im Sprachgebrauch der Siegerländer Kunstturnfreunde mittlerweile genannt werden, auf dem Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt ein – nach einer Weltmeisterschaft in Katar, die vor allem für Manrique Larduet nicht so verlaufen war, wie er sich das vorgestellt hatte.

Wegen Beschwerden im Schulterbereich und an den Handgelenken – beides eine Folge des täglich sechs- bis achtstündigen Trainings an nicht mehr zeitgemäßen Turngeräten in seiner kubanischen Heimat – hatte der Vize-Weltmeister von 2015 auf die Teilnahme am WM-Mehrkampf verzichten müssen (wir berichteten). Vorteil für den Einsatz im wichtigen Bundesliga-Wettkampf der Siegerländer KV am kommenden Samstag in Kreuztal gegen die KTV Obere Lahn: Er hatte eine Woche Zeit zu einem stressfreien Training an neuesten Geräten. Laut Trainer Carlos Hernandez hat Manrique diese Phase gut genutzt und brennt nun regelrecht auf den nächsten Einsatz in „seinem“ Team der Siegerländer Kunstturn-Vereinigung.

Mit Bertoncelj und Tulloch

Die Team-Verantwortlichen des Siegerländer Bundesligisten haben aber ohnehin dafür gesorgt, dass für den für die Endtabelle und Finalteilnahme vorentscheidenden Kampf im Derby gegen die Mannschaft aus Biedenkopf die Ausländerposition bestmöglich besetzt ist. Der Slowene Saso Bertoncelj – Vize-Europameister am Seitpferd in diesem Jahr geworden, bei der WM aber nicht für das Gerätfinale qualifiziert – soll für die notwendige Stabilität an diesem Gerät sorgen, während der Brite Courtney Tulloch nicht nur an den Ringen auf Punktejagd gehen wird, sondern auch an anderen Geräten zum Einsatz kommen kann, falls dies erforderlich sein sollte. Tulloch hatte bei den Europameisterschaften in Glasgow die Bronzemedaille an den Ringen geholt und mit guten Leistungen nicht nur an seinem Spezialgerät, sondern auch am Boden und beim Sprung mit dazu beigetragen, dass die Briten Zweite im Team-Wettbewerb hinter Russland wurden.

Manrique Larduet und Trainer Carlos Hernandez haben diesmal übrigens noch einen weiteren Turner mitgebracht: Randy Jose Leru verpasste zwar die Teilnahme am Reckfinale bei der Weltmeisterschaft ganz knapp, will aber die etwas mehr als zwei Wochen im Siegerland nutzen, um sich bei den perfekten Bedingungen des Kunstturnzentrums in Dreis-Tiefenbach schon einmal auf das Training in Deutschland einzustellen. Schließlich finden im nächsten Jahr in Stuttgart wieder Weltmeisterschaften statt. Dann geht es dort nicht nur um Titel und gute Platzierungen, sondern auch um die Qualifikation für die Olympischen Turnwettbewerbe 2020 in Tokio – ein Ziel, das die kubanischen Turner trotz ihrer Weltklasse bei den schwierigen Bedingungen in ihrer Heimat nicht so ohne weiteres werden erreichen können.

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