Sportfreunde Siegen

Ein Spiegelbild der letzten Wochen

Verabschiebet wurden (v.l.): Maximilian Wüst, Luigi Valido, Masahiro Endo, Samuel Birkner, Jan Luca Rumpf, Lukas Hombach, Jan Germann. Rechts Sportlicher Leiter Andreas Krämer.  

Verabschiebet wurden (v.l.): Maximilian Wüst, Luigi Valido, Masahiro Endo, Samuel Birkner, Jan Luca Rumpf, Lukas Hombach, Jan Germann. Rechts Sportlicher Leiter Andreas Krämer.  

Foto: Rene Traut

Siegen.   Fußball-Oberligist vergrault seine Anhänger mit einer 1:3-Heimniederlage gegen die TSG Sprockhövel.

Das letzte Spiel dieser Oberliga-Saison war für die Siegener Sportfreunde ein Spiegelbild der vergangenen Wochen. Fehler im Spielaufbau, Fehler in der Abwehr und vorne viel heiße Luft. Das 1:3 (0:2) gegen die TSG Sprockhövel erklärt sich von selbst und bedarf nicht vieler Worte.

„Wir sind froh, dass es nun rum ist“, mag das Schlusswort von Trainer Dominik Dapprich in Anlehnung an die Äußerung seines Erndtebrücker Kollegen Michael Müller am Freitagabend verdeutlichen, was von den Tabellenplätzen zwölf (Siegen) und Erndtebrück (14) im Schlussbild der Tabelle zu halten ist.

„Das war nicht viel“, übersetzen wir das mal - angesichts der doch enttäuschenden Vorstellung dieser letzten 90 Siegener Minuten eine treffende Deutung.

Da stimmen die Zukunftsaussichten, die der sportliche Leiter Andreas Krämer vor dem Anpfiff im Leimbachstadion äußerte, schon positiver. „Wir sind angetreten, um zur nächsten Saison vor allem vor dem gegnerischen Tore effektiver zu werden. Dafür sind wir personell auf einem guten Weg.“ Er spricht die feststehenden Neuzugänge Tolga Duran und Yannick Wolf, aber auch den aufrückenden Jugendspieler Leandro Fünfsinn an, gestern Vormittag beim 7:0 des neuen Westfalenliga-Tabellenführers in Stadtlohn wieder einmal Doppel-Torschütze.

„In dieser Woche erwarten wir die Unterschrift eines weiteren Angreifers und eines Innenverteidigers“, ist Krämer überzeugt, mit dem weiter im Siegener Trikot auflaufenden Jacob Pistor eine schlagkräftige Offensive auf den Platz zu bringen, womit er das Hauptmanko der gesamten Oberliga-Rückrunde anspricht.

Pistor selbst wird vor allem froh sein, diese „Seuchensaison“ nach sechsmonatiger Verletzungspause und beim Kurzeinsatz in Brünninghausen vor einer Woche erlittener Gehirnerschütterung, wegen der er im Sprockhövel-Spiel nicht im Kader stehen konnte, abhaken zu können und auf einen neuen Anlauf zu hoffen.

Siegener Sommerfußball

Die Sportfreunde kamen an diesem Abschluss-Spieltag über „Sommerfußball“ kaum einmal hinaus. Erst nach dem Ehrentreffer durch Björn Josts verwandelten - recht umstrittenen - Foulelfmeter in der 79. Minute war noch einmal ein Aufflackern von Kampfgeist und Mentalität spürbar. Ansonsten war vor allem die zweite Halbzeit eine einzige Enttäuschung.

Vor der Pause hatten nach dem frühen Gegentor nach klassischem Konter durch Maximilian Claus (4.) die Siegener die besten Offensiv-Szenen. Ryo Suzuki scheiterte knapp am gut reagierenden Gäste-Torhüter Tim Michels (7.), Lucas Hombach musste nach 27 Minuten den Ausgleich machen, als er vier Meter vor dem Tor per Direktschuss ebenfalls in Michels seinen Meister fand. Auch Jan Luca Rumpf war bei seinem Versuch nur eine Fußspitze im Weg. Szenen, die nach der Pause nicht mehr vorkamen, als man nach dem 0:3 durch Claus (70.) sogar eine noch deutlichere Abfuhr befürchten musste.

Schließen wir uns also den Worten Dominik Dapprichs an: Seien wir froh, dass es vorbei ist und trösten wir uns damit, dass es nur besser werden kann.

Siegen: Litschel - Horie, Kaminishi, Rumpf, Dodic - Becker (71. Brusch) - Endo (77. Yildirim), Busik, Jost, Suzuki (56. Valido). - Hombach.

Sprockhövel: Michels - Krampe, Bulut, Budde, Femia - Oberdorf, Hauswerth - Ülker (77. Diame), Krafft, Jessey (71. Cosgun) - Claus (71. Casalino).

Schiedsrichter: David Hennig (Södingen).

Tore: 0:1 Claus (4.), 0:2 Krafft (31.), 0:2 Claus (70.), 1:3 Jost (79., Foulelfmeter).

Zuschauer: 512.

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