1. Triathlon-Bundesliga

EJOT-Team TV Buschhütten in Düsseldorf dreifach siegreich

Starkes EJOT-Quartett in Düsseldorf (von links): Anna Maria Mazzetti, Emma Jeffcoat, Yuliya Yelistratova und Klaudia Sebök. 

Starkes EJOT-Quartett in Düsseldorf (von links): Anna Maria Mazzetti, Emma Jeffcoat, Yuliya Yelistratova und Klaudia Sebök. 

Foto: thorsten wroben

Düsseldorf/Buschhütten.  Beim zweiten Bundesliga-Rennen bleibt den Herren aber der Sieg versagt, weil Potsdam stärker ist. Chancen zur Titelverteidigung trotzdem intakt.

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Der Tross des EJOT-Teams TV Buschhütten reiste mit der Vorgabe nach Düsseldorf, wie schon zum Auftakt im Kraichgau zwei Mannschaftssiege beim zweiten Rennen der 1.Triathlon-Bundesliga zu holen. Dieses Unterfangen glückte bei den Damen prächtig, doch weil bei den Herren der Motor bei drei Athleten stotterte, musste man Platz eins dem auftrumpfenden Team von Triathlon Potsdam überlassen. Nach der Sprintdistanz von 750 m Schwimmen, 20,8 km Rad fahren und abschließenden 4,75 km Laufen entlang des Rheins und am Landtagsgebäude musste sich der Rekordmeister aus dem Siegerland mit Richard Murray (Südafrika), den Deutschen Maximilian Sperl, Justus Nieschlag und Franz Löschke sowie Domen Dornik (Slowenien) wie im Vorjahr mit Platz zwei begnügen.

Justus Nieschlag zeigte sich bei seinem Bundesliga-Comeback in hervorragender Verfassung, erzielte nach Timo Hackenjos (hep Team NSU) und zeitgleich mit Mitfavorit Maximilian Schwetz (Team Saar) die zweitschnellste Schwimmzeit. Auf die Radstrecke ging er als Führender vor Schwetz, nachdem er auf dem langen Weg zur Wechselzone Hackenjos überholt hatte. Anfangs wechselten sich Schwetz und Nieschlag in der Führungsarbeit ab, später bestimmte einzig Nieschlag die Pace, baute den Vorsprung auf seinen laufstarken Teamkollegen Richard Murray auf 53 Sekunden aus. Schwetz musste bereits zu Beginn des Laufens abreißen lassen, hatte Nieschlag aufgrund der kurzen und relativ leichten Strecke kaum noch Konkurrenz von hinten zu befürchten. Murray holte Schritt um Schritt auf und lag als Tageszweiter – wie schon 2018 – am Ende 26 Sekunden hinter Nieschlag und 19 Sekunden vor dem Italiener Dario Chitti (Süßen). „Es war klar, dass ich so viel Vorsprung wie möglich mit auf die Laufstrecke nehmen muss. Deswegen war die einzige Chance, auf dem Fahrrad Vollgas zu geben. Am letzten Wendepunkt wusste ich, das ist auf jeden Fall genug Vorsprung und du musst nicht mehr ganz im roten Bereich laufen“, sagte Justus Nieschlag. Nicht zufrieden waren Franz Löschke (25.), Maximilian Sperl (30.) und Domen Dornik (38.), die es frühzeitig verpasst hatten, auf dem Rad in eine bessere Ausgangslage zu gelangen.

„Top auf Platz eins und zwei, der Rest durchwachsen – doch durchwachsen reicht in dieser Liga nicht mehr aus, um zu gewinnen. Potsdam hat vier Aktive unter die Top Ten gebracht und hochverdient gewonnen“, sah Sportdirektor Rainer Jung Licht und Schatten. Für ihn ist klar: „Die Männer sind jetzt in der Jägerrolle, müssen beide verbleibenden Rennen gewinnen. Potsdam möchte allzu gerne im letzten Rennen vor der eigenen Haustür Deutscher Meister werden. Deshalb ist es wichtig und wenn man erneut Deutscher Meister werden will, dass in den verbleibenden Rennen die besten verfügbaren Sportler aufgestellt werden müssen. Erst in Berlin wird abgerechnet.“

Die Damen boten erneut eine Gala-Vorstellung. Anna Maria Mazzetti (Italien), Yuliya Yelistratova (Russland), Klaudia Sebök (Ungarn) und Emma Jeffcoat (Australien) glückte der souveräne Tagessieg vor dem Überraschungsteam ProAthletes KTT01 aus Köln und SSF Bonn Team artegic. Und im Einzel gelang ein ungefährdeter Doppelsieg. Anna Maria Mazzetti krönte sich erstmals zur Bundesliga-Siegerin. Zunächst war die 30-Jährige als Fünfte aus dem Wasser gestiegen und trat in einer gemeinsamen Gruppe mit der Schwimmschnellsten Emma Jeffcoat (Buschhütten) und der späteren Gesamtdritten Olivia Mathias (Potsdam) bei teils auffrischendem Wind mächtig in die Pedale, setzte sich dadurch vom Feld ab.

Nahezu zeitgleich mit dem Trio nahmen Ari Graham (Darmstadt) und Anja Weber (Griesheim) die Laufstrecke in Angriff. Hier bestimmte zunächst Kraichgau-Siegerin Emma Jeffcoat das Geschehen, doch letztlich musste die Australierin die erfahrenere Mazzetti vorbeiziehen lassen, durfte sich aber als Tageszweite feiern lassen. Mazzetti war glücklich: „Ich habe in den vergangenen drei Wochen sehr gut trainiert. Mein Ziel war es, eine gute Schwimmleistung abzuliefern. Das ist mir gelungen. Auf dem Rad habe ich Druck gemacht. auf der ersten Laufrunde war ich müde, in der zweiten aber besser gefühlt und deshalb Emma auch noch überholt.“„Unsere Frauen haben es erneut hervorragend gelöst und beste Chancen, mit einem erneuten Sieg in Tübingen für eine Vorentscheidung zu sorgen“, lobte Rainer Jung das bunt gemischte Quartett.

Der Sportliche Leiter Marco Göckus bilanzierte: „Bei den Damen lief alles wie geplant, alle haben ihre Leistung perfekt abgerufen. Bei den Herren lief es nicht so optimal, da sich das Feld beim Radfahren auseinander zog und sich drei Athleten von uns nicht mehr in einer der vorderen Radgruppen platzieren konnten. Dennoch haben diese drei Athleten alles, was möglich war, beim Laufen probiert, um noch etwas näher an die Herren von Triathlon Potsdam heranzukommen, die diesmal nicht zu schlagen waren und auch verdient Erster geworden sind. Ich freue mich ganz besonders über Anna-Maria Mazzetti, die ihren ersten Sieg in der Bundesliga feiern durfte. Eine außerordentlich starke Leistung bewies auch Justus Nieschlag. So ein Rennen mit einem Top-Starterfeld von vornherein in dieser Form zu dominieren, war schon eine Klasse für sich!“

Das nächste Rennen der 1. Bundesliga findet am Sonntag, 21. Juli, in Tübingen statt.

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