Nordische Kombination

Emily Schneider schafft es beim Alpencup auf Platz 4

Emily Schneider, SC Rückershausen, hier bei den Deutschen Meisterschaften der Juniorinnen im Skispringen in Hinterzarten. 

Emily Schneider, SC Rückershausen, hier bei den Deutschen Meisterschaften der Juniorinnen im Skispringen in Hinterzarten. 

Foto: Jan Simon Schäfer

Klingenthal.   Im vergangenen Jahr schien die Vogtlandschanze für Emily Schneider wie verflucht, nun landet sie dort einen Coup. Auch ein Zufall kam ihr zu Gute.

Klasse Leistung der Nordischen Kombiniererin Emily Schneider: Beim Alpencup der Juniorinnen in Klingenthal wurde die Sportlerin des SC Rückershausen am Montag Vierte. Gestartet waren 24 Sportlerinnen aus fünf Nationen.

Auf der zweitgrößten Anlage der Vogtlandschanzen, einer K78-Schanze, hatte sich die Rückershäuserin mit einer Sprungweite von 70,0 Metern eine hervorragende Ausgangsposition für den folgenden Crosslauf über 3,0 Kilometer gesichert. Schneider, die innerhalb der fünf Juniorinnen-Jahrgänge zum zweitjüngsten Jahrgang zählt, ging als Dritte mit 29 Sekunden Rückstand auf den kraftraubenden Parcours am Wintersportzentrum.

Auf Turnschuhen reichte es für Schneider zwar „nur“ zur siebtbesten Zeit, doch im langen Schlusssprint einer vierköpfigen Verfolgergruppe, die sich schon zur Mitte des Laufs gefunden hatte, bewies die 15-Jährige Kämpfer-Qualitäten.

Marie Nähring landet auf Platz 5

Vor der mit über eineinhalb Minuten gestarteten Italienerin Lena Prinoth konnte sie einen Podiumsplatz zwar nicht mehr verteidigen, doch die im vergangenen Winter so starke Winterbergerin Marie Nähring sowie die Österreicherin Lisa Hirner stach Schneider mit ganz knappem Vorsprung aus. Siegerin war Daniela Dejori (Italien) vor Sophia Maurus (TSV Buchenberg). Jolina Moczarski (SK Winterberg) wurde Zwölfte.

„Das war schon ganz gut“, kommentierte Jens Gneckow, Landestrainer im Westdeutschen Skiverband, das Resultat seiner Schützlinge gewohnt trocken. Der Niedersfelder erklärte auch, warum Emily Schneider diesmal besser in Klingenthal zurecht kam als vor einem Jahr – da wurde sie Vorletzte.

Trainer Jens Gneckow ist zufrieden

„Ihr ist eine Modifikation an der Schanze entgegen gekommen, durch den eine Welle im Radius, die ihr letztes Jahr noch sehr zu schaffen gemacht hat, nun nicht mehr die große Rolle gespielt hat“, sagt Gneckow, der aber vor allem auf Schneiders Trainingsarbeit verweist, die große Fortschritte gebracht habe: „Sie ist in einem guten Flow und ist in ihrer Grundtechnik sehr stabil. Emily springt jetzt mit viel Vertrauen und Entschlossenheit.“ Dies hatte die Sportlerin des SC Rückershausen zuletzt auch bei der Juniorinnen-DM in Hinterzarten gezeigt.

Auch im Spezialsprung gut platziert

Ausgetragen wurde in Klingenthal auch ein Wettkampf im Spezialsprung – im Rahmen einer Dreischanzentournee. Hier wurde es für die Wittgensteinerin nach 70,0 und 67,5 Metern Platz 14 unter 53 Springerinnen. Am Sonntag war Schneider auf Platz 17 gelandet.

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