Oberliga Westfalen

Erndtebrück geht beim ASC spät zu Boden

Erndtebrücks Haluk Arslan (li.) fast mit dem 2:1 in der 37. Minute. Am Ende gewinnt jedoch der ASC das Spiel. 

Erndtebrücks Haluk Arslan (li.) fast mit dem 2:1 in der 37. Minute. Am Ende gewinnt jedoch der ASC das Spiel. 

Foto: Hans Peter Kehrle

Dortmund.   Der TuS Erndtebrück verliert das Nachholspiel in Dortmund aus fast dramatische Weise mit 1:3 (1:1). In der Fußball-Oberliga bleibt es spannend.

„Jeder Punkt zählt“, hatte Trainer Michael Müller im Vorfeld der Partie gestern Abend beim ASC Dortmund gesagt.Der TuS Erndtebrück hätte ihn fast geholt. Doch am Ende triumphierte im Aplerbecker Waldstadion die Mannschaft der Stunde. Verdientermaßen aufgrund der drückend überlegen geführten zweiten Halbzeit und dank des Dortmunder Torjägers Maximilian Podehl. Schmorte der Schütze vom Dienst noch bis zur 64. Minute auf der Bank, setzte ASC-Trainer Daniel Sekic ab diesem Zeitpunkt alles auf eine Karte und hatte am Ende Erfolg damit. In der 89. und in der Nachspielzeit schlug Podehl zu, sicherte den Dortmundern den neunten Sieg in Folge und hält die Regionalliga-Hoffnungen der Aplerbecker hoch. Da der Tabellenzweite TuS Haltern am Abend gegen Spitzenreiter Schalke 1:2 verlor, fehlen den Dortmunder Vorstädtern nur noch zwei Punkte gegenüber den schwächelnden Halternern.

Für Erndtebrück bleibt die Hoffnung, aus den letzten beidem Partien – Sonntag gegen Schlusslicht und Absteiger Gievenbeck sowie am 26. Mai in Schermbeck zumindest noch einen Sieg einzufahren, um die nötigen Punkte für dem Klassenerhalt zu holen.

Die Wittgensteiner konnten froh sein, dass zeitgleich die mitgefährdeten Brünninghausener mit 1:2 verloren. „Es ist schwierig, diese Niederlage zu verdauen“, so Michael Müller. „Meine Mannschaft hat 60, 70 Minuten gut Fußball gespielt, vor allem in der ersten Halbzeit die Möglichkeiten verpasst, um mit einer deutlichen Führung in die Pause zu gehen.“

„Wir haben in der ersten Hälfte gegen einen brutal starken Gegner gespielt, aber wir haben am Ende verdient gewonnen. Ich bin mächtig stolz auf meine Mannschaft, die den neunten Sieg in Folge eingefahren. Ich kann das kaum in Worte fassen.“ ASC-Trainer Daniel Sekic („Ich bin stolz und erschöpft...“) hat sicherlich recht damit, dass seine Mannschaft über weite Strecken der zweiten Hälfte die Partie beherrschte.

Gute Aufteilung, ASC mit Problemen

Vor der Pause aber lagen die Möglichkeiten auf Seiten der Erndtebrücker. Nach der frühen TuS-Führung durch Manfredas Ruzgis nach vier Minuten und dem Ausgleich durch Lars Warschewski fünf Minuten später, hatten die Wittgensteiner die klareren Möglichkeiten. Haluk Arslan zwei Mal (24., 42.), Abbas Attia (16.) und Ruzgis (32.) hatten Treffer auf dem Fuß, während die Gastgeber ihre Abschlüsse zu ungenau absetzten. „Eigentlich waren da nur Versuche aus der Distanz“, hatte Michael Müller gut beobachtet, dass seine Mannschaft durch gute Raumaufteilung den Dortmundern Probleme bereitet hatte, das Spiel vernünftig aufzubauen. „Das war echt stark“, lobte er. „Wenn wir mit einem 4:1 in die Pause gehen, hätte sich hier niemand beschweren können.“

Nun, der TuS hat die Möglichkeiten nicht genutzt, und musste sich im Laufe des zweiten Durchgangs dem gesteigerten Druck der Gastgeber beugen. Da fiel es dem TuS schwer, sich zu befreien. Der ASC löste schnell die Viererkette auf, setzte mit der Einwechslung von Maximilian Podehl nach 64 Minuten voll auf die Karte Offensive. Da gab es dann kaum einen Moment der Befreiung mehr für den TuS. Solange die Abwehr dem Druck standhielt, rannten die Dortmunder vergeblich an. Doch dann schlug Podehl zu und entschied die Partie. „So geht es im Fußball“, zog Michael Müller Bilanz, während seine Spieler auf dem Rasen ausgepumpt nach den Gründen für diese Niederlage suchten.

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