Handball-Oberliga

Erster Heimsieg für TuS Ferndorf II

Hier geblieben! Der Jöllenbecker Tim Kraatz hält Mattis Michel am Trikot. Es gibt Siebenmeter für den TuS Ferndorf II.

Hier geblieben! Der Jöllenbecker Tim Kraatz hält Mattis Michel am Trikot. Es gibt Siebenmeter für den TuS Ferndorf II.

Foto: Lutz Großmann

Siegerland.   Verdientes 31:24 gegen Bielefeld/Jöllenbeck nach starker zweiter Halbzeit. Kevin John ragt mit acht Toren heraus.

In der Handball-Oberliga feierte der TuS Ferndorf II im vierten Anlauf den ersten Heimsieg

TuS Ferndorf II - TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck 31:24 (15:13). Ferndorfs Trainer Michael Feldmann wusste es ganz genau: „Durch diesen Sieg hat eine zweite Ferndorfer Mannschaft in der Oberliga erstmals ein positives Punktekonto.“ Und es war gegen einen direkten Konkurrenten der nächste Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt für das junge TuS-Ensemble, das sich in den ersten 30 Minuten aber noch nicht „freigeschwommen“, sondern sich dem eher lethargischen, auf Tempoverschleppung ausgerichteten Spiels der Ostwestfalen angepasst hatten – zumindest zeitweise, denn die Anfangsphase war von Ferndorfer Seite richtig gut, klappte bis zum 8:3 (14.) durch Spielmacher Linus Michel fast alles. Der Vorsprung schmolz jedoch bis zur Pause auf zwei Treffer, weil die Ferndorfer Deckungsreihe nicht mehr so geschlossen stand.

Viererpack von Kevin John

Bis zum 17:15 blieb es nach dem Seitenwechsel eine enge Kiste, ehe sich die Kreuztaler in einen Rausch spielten, der die schnelle Entscheidung brachte. Leon Sorg und Kai Ronge per Siebenmeter holten das Vier-Tore-Polster zurück (36.), ehe Kevin Johns Viererpack, darunter zwei blitzsauber herausgespielte Gegenstoßtreffer, den Bielefeldern vorzeitig den Zahn zogen. So hieß es nach 40 Minuten und einem 6:0-Lauf 23:15 für den TuS Ferndorf, der auch den Vorteil auf der Torhüterposition für sich nutzte und im Angriff in dieser bärenstarken Phase vor allem mit dem Kreisläuferspiel überzeugte – erst profitierte Mattis Michel, dann der eingewechselte Jan Niklas Klein.

Der Rest war gegen resignierende Bielefelder Formsache, nutzte Michael Feldmann die Gelegenheit, um reichlich durchzuwechseln. Schön zu sehen auch für ihn, dass sich das blutjunge A-Jugend-Talent Luca Nenne-Kolb für seine Hereinnahme mit drei präzisen Pässen zum Kreis und einem Treffer für dieses Vertrauen bedankte. Da war sein verworfener Siebenmeter wahrlich nicht tragisch.

TuS Ferndorf II: Hottgenroth, Broszinski - John (8), Haupt, F. Schneider (1), Dischereit (1), M. Michel (5), Neitsch (2), Sorg (3), Klein (3), Ronge (5/3), L. Michel (2), Nenne-Kolb (1).

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben