Frauenfußball

Es ist passiert: SV Schameder rutscht in Abstiegsrelegation

Hängende Köpfe beim SV Schameder: Andreas Edelmann (mit Mütze) mussseine Mannschaft vor dem Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt aufrichten. Der Gegner, der Termin und der Spielort stehen noch nicht fest.

Hängende Köpfe beim SV Schameder: Andreas Edelmann (mit Mütze) mussseine Mannschaft vor dem Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt aufrichten. Der Gegner, der Termin und der Spielort stehen noch nicht fest.

Foto: Florian Runte

Iserlohn.   Dirk Hüster wird Trainer beim SV Schameder – ob in der Bezirks- oder Landesliga, ist offen. Beim 0:6 in Iserlohn droht zwischenzeitlich der GAU.

Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Am letzten Spieltag sind die Fußballerinnen des SV Schameder noch abgefangen worden und müssen nun in ein Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt in der Landesliga. Wann, wo und gegen wen gespielt wird, klärt sich in den nächsten Tagen.

Mit einem 0:6 beim FC Iserlohn stürzte Schameder auf den vorletzten Platz, denn der SSV Buer zog mit einem 3:0 gegen Drolshagen vorbei. Sogar der Super-Gau, der letzte Tabellenplatz, schien trotz des drei Punkte und neun Tore großen Vorsprungs auf Westfalia Hagen zwischenzeitlich möglich. Nach einer Stunde hieß es nämlich 0:5 für Schameder und 2:2 bei Hagen (Endstand 4:4). „Wenn die gewonnen hätten und wir weiter Tore bekommen hätten, sind wir Letzter. Aber wir haben gegengehalten und gut mitgespielt. Iserlohn war zwar eine Klasse besser, aber die Höhe des Ergebnisses entspricht nicht dem Spielverlauf“, berichtete Schameders Trainer Andreas Edelmann.

Klagen will der Erndtebrücker nicht: „Die Tabelle lügt nicht. Dieses Jahr sind viele Faktoren zusammengekommen.“ Mehrere Spielerinnen hatten quasi keine Winter-Vorbereitung gehabt. Dazu brachen Leistungsträgerinnen weg: Mittelfeldstrategin Daniela Kölsch und Sarah Nölling wegen Schwangerschaften, die inzwischen wieder genesenen Pia Hofius und Jacqueline Giebel über viele Monate durch Verletzungen. Auch Patricia Grabowski steht nicht mehr zur Verfügung. „Dazu haben sich viele kleine Ausfälle und Absagen summiert“, sagte Edelmann.

Er muss sein Team nun wieder aufbauen. Im zweiten Entscheidungsspiel, für das der kommende Sonntag als wahrscheinlicher Termin gilt, trifft sein Team auf den Verlierer des ersten Entscheidungsspiels zwischen dem TuS Langenheide (Drittletzter in Landesliga 1) und SG Telgte (Landesliga 3).

„Wir müssen das jetzt sacken lassen und uns ab dem Training am Dienstag der Sache stellen, die letzten Kräfte mobilisieren“, so Edelmann: „Die Mädels werden alles für den Klassenerhalt tun.“

Dirk Schwarz bleibt Co-Trainer

So unklar die Liga-Zugehörigkeit für die kommende Spielzeit auch ist, besteht zumindest Klarheit in Sachen Trainer: Die Edelmann-Nachfolge übernimmt Dirk Hüster. Der Beddelhäuser hatte in den vergangenen vier Jahren die Frauen des FC Ebenau in der Bezirksliga gecoacht. Als Co-Trainer steht ihm Dirk Schwarz zur Seite, dessen Töchter Marie und Emelie zur Mannschaft gehören. Dirk Schwarz hatte in dieser Saison auch dem scheidenden Trainer Andreas Edelmann assistiert.

„Wir haben bei Dirk Hüster angefragt, als wir gelesen haben, dass er bei Ebenau aufhört“, verrät der SVS-Vorsitzende Hanjörg Dreisbach: „Er hatte grundsätzlich Lust noch etwas im Fußball zu machen und wir glauben, auch nach Rücksprache mit der Mannschaft, dass es passen wird.“

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