Fußball-Kreispokal

FC Ebenau düpiert den TSV Aue-Wingeshausen erneut

Weidenhausens Kapitän Tim Müsse (Mitte) und dessen Bruder Jost wehren sich lange gegen Edertal. Am Ende bricht das Bollwerk aber.

Weidenhausens Kapitän Tim Müsse (Mitte) und dessen Bruder Jost wehren sich lange gegen Edertal. Am Ende bricht das Bollwerk aber.

Foto: Peter Kehrle

Wittgenstein.  Der TuS Erndtebrück siegt mit einer B-Elf 9:0, die SF Edertal in Weidenhausen hingegen nur mit großer Mühe. Der FC Benfe setzt seine Serie fort.

Der Fußball-Kreispokal startete gestern Abend mit der ersten Runde auch in Wittgenstein. Sechs Altkreis-Duelle gab es zu bestaunen.

VfL Girkhausen - SV Schameder 0:4 (0:1). Tapfer gekämpft, aber am Ende nichts gewonnen – so könnte das Fazit des VfL Girkhausen nach der Niederlage ausfallen. Denn der D-Ligist vom Waldstadion hielt wacker gegen den Einbahnstraßenfußball des B-Ligisten dagegen, doch am Ende schwanden die Kräfte.

Moritz Braun hatte den SVS in Halbzeit eins durch einen Freistoß in Front gebracht, Lucas Menn mit seinem 2:0 schließlich den Sieg für Schameder eingetütet. Es folgten noch zwei fulminante Tore von Sebastian Dörnbach und Tim Beuter.

TuS Volkholz - SF Birkelbach 1:5 (1:2). Der D-Ligist machte es dem hochfavorisierten Bezirksligisten mit einer kämpferisch starken Leistung schwer, doch wie zu erwarten war, fuhren die Gäste am Ende mit einem deutlichen Sieg nach Hause. Aber: Besonders in der ersten Hälfte waren die vier Klassen Unterschied kaum zu erkennen.

Are Wolzenburg (26.) und Christoph Stöcker (35.) trafen in Durchgang eins für Birkelbach und David Hackler (26.), schon zuletzt beim 2:1 gegen Erndtebrück II erfolgreich, glich zum zwischenzeitlichen 1:1 für Volkholz aus. In der zweiten Hälfte drehten die Birkelbacher dann auf. Dennis Althaus (67.) und Daniel Wolf (72., 81.) verwandelten drei der herausgespielten Chancen – und so lautete der Endstand 5:1 aus sicht der Sportfreunde Birkelbach.

FC Weidenhausen - Sportfreunde Edertal 0:1 (0:0). Die Weidenhäuser erwischten direkt in der ersten Runde ein schweres Los, zeigten sich aber vor knapp 100 Zuschauern von ihrer besten Seite. Tiefstehende Gastgeber ließen der Elf von Trevisi wenig Räume in der Offensive. Die Gäste, welche eine völlig veränderte Mannschaft als am Sonntag auf den Platz schickten, taten sich sichtlich schwer daran, Torchancen zu kreieren. Erwartungsgemäß waren die Edertaler über nahezu die ganze Partie im Besitz des Balles, konnten jedoch besonders in Hälfte eins nichts zählbares mitnehmen.

Erst in der zweiten Halbzeit erlöste Mark Wolf in der 61. Minute den nervös aufspielenden A-Ligisten. An den Spielerreaktionen nach dem Schlusspfiff, konnte man schon deutlich erkennen, welche Stunde es geschlagen hatte. Während die durchaus betrübten Edertaler schnell in den Kabinen verschwanden, feierten die Gastgeber ihre gute Leistung im Weidenhäuser Flutlicht.

FC Benfe - TuS Diedenshausen 2:1 (1:1). „Zum Schluss war es ein hitziges Spiel, aber der FC Benfe hat insgesamt verdient gewonnen“, urteilte Diedenshausens Übungsleiter Björn Kleinwächter nach der knappen 1:2-Niederlage seiner Mannschaft in der Beierbach-Arena. Der FC ging durch Markus Gahler verdient in Führung. Nach einem Eckball jedoch glich Philipp Dienst noch vor der Pause aus. Der zweite Durchgang war schließlich ausgeglichener, doch Benfe schlug zu: Gerrit Blecher besorgte den entscheidenden Treffer zum 2:1-Pokalsieg, der Benfe in Runde zwei bringt.

SV Oberes Banfetal - TuS Erndtebrück 0:9 (0:7). Die knapp 160 Zuschauer am Halberg sahen zwei Mannschaften, die in die Offensive gingen – wobei sich Oberligist Ermdtebrück erwartungsgemäß besser präsentierte als der Gastgeber aus der B-Liga. Von Beginn an ließ der TuS überhaupt keine Zweifel aufkommen und spielte seine athletischen und technischen Vorteile klar aus.

TuS-Trainer Stefan Trevisi, der mit seiner Stammelf am Pulverwald trainierte, dürfte den Bericht von Reserve-Coach Timm Schniegeler mit Wohlwollen gehört haben. Der bot sieben Spieler der „Ersten“ auf, die bisher wenige zum Zuge kamen, und füllte den Rest des Teams mit Spielern der „Zweiten“. „Das haben wir aufgrund der vielen Spiele gemacht. Bei 40 Oberliga-Partien in dieser Saison müssen wir die Belastung etwas dosieren“, berichtete Erndtebrücks Michael Müller.

Er freute sich über die Tore von Murtadha Jebur (3), Mehmedalija Čović per Freistoß, Erlon Sallauka (2), Burak Yildiz per Elfmeter sowie von Phil Menke und Ken Sugawara.

FC Ebenau - TSV Aue-Wingeshausen 3:1 (2:0). Langsam entwickelt sich der B-Liga-Aufsteiger FC Ebenau zum echten Angstgegner des TSV. Denn auch am gestrigen Pokalmittwoch konnte der Favorit in Beddelhausen nicht als Sieger vom Feld gehen – wie schon zum Ligaauftakt (0:1-Niederlage). Auf dem Naturrasenplatz waren es die Mannen von Trainer Boris Jonjic, die den Ton angaben und durch Max Weber 1:0 in Front gingen – er köpfte einen Eckball wuchtig ein. Sven Grauel erhöhte vor der Pause mit einem Pickenschuss unter die Latte sogar auf 2:0. Nach der Pause bäumte sich der blutjunge TSV nochmal auf, doch es waren erneut die Hausherren die zustachen.

Einen erneuten Eckball köpfte Daniel Spies zum umjubelten 3:0 in die Maschen. Jens Sonneborn verkürzte zwar noch per Strafstoß, mehr passierte auf der Ederhöhe aber nicht mehr. Ein verdienter Sieg für die aktivere, kreativere und leidenschaftlicher Mannschaft.

TuS Deuz - Germania Salchendorf 1:3 (0:2). Letztlich souverän setzte sich der Bezirksligisten vom Wüstefeld im Johannland-Derby durch. Trotzdem war TuS-Trainer Hendrik Stenschke mit der Leistung seiner elf zufrieden: „Wir haben sehr diszipliniert gespielt und Salchendorf das Leben schwer gemacht. In der zweiten Halbzeit wollten wir schnell zum Anschluss kommen, das ist uns leider nicht gelungen. Erst in der Nachspielzeit kam unser 1:2 und dann haben wir natürlich nochmal voll aufgemacht und sind in einen Konter gelaufen, den Salchendorf dann auch gut ausspielt.“ Eine besondere Note hatte die Salchendorfer vor allem deswegen, da mit Jan Vitt und Dennis Neuser zwei Ex-Deuzer trafen. Den 1:2-Anschluss stellte Michael Schäfer her, doch Robin Kilic traf zum 3:1-Endstand.

TuS Johannland - Fortuna Freudenberg 0:2 (0:0). Der Bezirksligist, bei dem Trainer Dominic Solms auf einige Stammkräfte verzichtete, machte es spannend in Hainchen. Nach torloser erster Halbzeit war es zunächst Finn Pfeifer, der nach 67 Minuten die tief stehenden Gastgeber überwand und für die drückend überlegene Fortuna da überfällige Führungstor erzielte. Es dauerte dann bis zur Schlussminute, ehe Dominic Braas mit dem 2:0 endgültig den Deckel auf dieses Spiel machte. „Mund abwischen und ans nächste Spiel denken, es warten noch genug Aufgaben auf uns“, meinte der Fortuna-Coach abschließend.

SSV Sohlbach-Buchen - SpVg. Kredenbach/Müsen 4:0 (2:0). Eigentlich schien das Duell der beiden B-Ligisten eins auf Augenhöhe werden. Bereits nach zwei Minuten war der Pokalabend für die Gäste aus Kredenbach gelaufen. Ein Doppelschlag der Elf von Trainer Oliver Mack brachte die Hausherren auf die Siegerstraße. Nach knapp 20 Minuten mussten die Gäste den nächsten Rückschlag hinnehmen. Abwehrspieler Jan Hofius sah die Ampelkarte, sodass die Gäste fortan nur noch zu Zehnt unterwegs waren. In der zweiten Halbzeit spielte der SSV die Überzahl konsequent aus und kam zu den Treffern drei und vier.

TV Littfeld - VfL Klafeld-Geisweid 0:8 (0:0). Der eigentlich haushohe Favorit tat sich eine Halbzeit lang unglaublich schwer. „Die erste Halbzeit war sicherlich nicht optimal, aber ich möchte den Littfeldern auch ein Kompliment aussprechen. Gerade der Torwart Jörg Greis hat einige hundertprozentige gehalten. In der zweiten Halbzeit haben wir dann konsequenter gespielt und letztlich das Ergebnis auch hochschrauben können“, sagte Fürsten-Coach Steffen Öhm, der das Spiel nutzte, um vor allem den genesenen Spielern Spielzeit zu verschaffen. Die Tore teilten sich Besmir Hysenaj, Sezgin Özdemir (je 2), Ali Mackfaye, Ahimana Niyonsenga, Nico Dreisbach und Yassin Zakour auf.

CCS Siegerland - VfB Burbach 3:2 (1:1). Kleine Überraschung gelang dem C-Ligisten gegen die Burbacher. VfB-Coach Tobias Rath nahm das Ausscheiden sportlich, verwies allerdings auf die miserablen Umständen am Hüttentaler Sportplatz: „Hier oben ist definitiv kein Fußball möglich. Das klingt vielleicht etwas nach Ausrede, aber wir sind einen solchen Acker schlichtweg nicht gewohnt. Sicherlich müssen wir das Spiel trotzdem gewinnen, aber unser Fokus liegt klar auf der Meisterschaft, weswegen wir auch mit einem Mix aus erster und zweiter Mannschaft gespielt haben.“ Zehn Minuten vor Schluss gelang den Hausherren der Doppelschlag zum 3:1, von dem sich der eigentliche Favorit nicht mehr erholte.

FC Hilchenbach - Siegener SC 3:1 (1:1). Tristan Juksaar brachte den Gastgeber in Führung, nach 26 Minuten der Ausgleich, der den B-Ligisten aber nicht schockte. Nach dem Wechsel erzielten Tom Fabian Sabel und erneut Juksaar die Tore und sorgten für die Überraschung..

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