Fußball

FC Laasphe: Ein Jubiläum, das die Gemeinschaft stärkt

Philipp Höse (r.) hat als Vorsitzender des FV Niederlaasphe ein Geschenk dabei. Marcel Zyber (l.) nimmt es staunend entgegen.

Philipp Höse (r.) hat als Vorsitzender des FV Niederlaasphe ein Geschenk dabei. Marcel Zyber (l.) nimmt es staunend entgegen.

Foto: Jessica Schreiber

Bad Laasphe.   Der FC Laasphe betont beim „Hundertjährigen“ den inneren Zusammenhalt und die Freundschaft zu den Nachbarn. Dazu passt sogar der Gottesdienst.

Welch ein Wochenende für den FC Laasphe: Bei königlichem Wetter feierten die Rot-Weißen ihr 100-jähriges Bestehen. Nach dem Schoppeturnier am Donnerstag (unsere Zeitung berichtete) ging am Freitagabend das Fest

mit 400 bis 500 Leuten bei Livemusik der Gruppe UnArt weiter. Am Sonntag klang das Jubiläum am Sportplatz aus, bei dem auch einige Gäste und Redner zu Wort kamen, die Grüße und Glückwünsche übermittelten.

Marcel Zyber, Vorsitzender des FC Laasphe erklärte, dass Fußball nicht nur stärkt und verbindet, sondern auch für Gemeinschaft – innerhalb einer ganzen Nation, vor allem aber auf Vereinsebene – steht. Fußball sei ein komplexes Spiel, in dem besonders Fair Play, Toleranz und die Haltung gegen Rassismus zur Geltung kämen.

„Als Verein FC Laasphe haben wir Spiele gewonnen und verloren, aber vor allem viel erreicht“, sagte Zyber, der in diesem Zusammenhang den Mitgliedern für ihre Mithilfe im Verein dankte. Herausragend waren dabei die Modernisierung der Sportanlage im Jahr 2009 und der Sportheim-Bau. „Wir sollten unserem Verein immer Leben, Mut und Kraft einhauchen“, forderte Marcel Zyber diesen Einsatz auch für die Zukunft ein. „Auch die Jugend wollen wir weiterhin stark fördern.“

Dank ans Ehrenamt

Die ehrenamtlichen Helfer stellte die stellvertretende Landrätin Waltraud Schäfer in den Fokus – vom Platzwart über den Clubhaus-Wirt, über die Schiedsrichter bis zum Trikotwäscher. ,,Die Helfer im Hintergrund halten den Verein am Leben“, dankt sie denjenigen und betonte: ,,Ohne Ehrenamt geht nichts!“

Auch Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann, der die Bambini des FC Laasphe trainiert, erklärte, dass Fußball mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung sei. Fußball präge die Kinder und müsse daher weiterhin erhalten werden.

Nachbarvereine mit von der Partie

Die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Rother formulierte einen Dank an den Förderverein des FC Laasphe, durch

den sehr viel ermöglicht und finanziert worden sei. Kurz fasste sich auch der Vorsitzende des Fußballkreises Siegen-Wittgenstein, Marco Michel, der den FC Laasphe als Verbildlichung von Fair Play und Gemeinschaft sieht. Er überreichte bei seinem Besuch übrigens die Meisterurkunde für die zweite Mannschaft, die im Mai den Titel in der Kreisliga D gewonnen hatte.

Zapfen für den SG-Partner

Auch die Beziehung zu den Nachbarvereinen wurde durch den Festtag gestärkt, denn die waren allesamt vertreten, etwa der SV Feudingen oder der FSV Puderbach. ,,Das ist eine tolle Leistung und verdient höchsten Respekt“, freut sich der Vorsitzende des FV Niederlaasphe, Philipp Höse. Er brachte eine Verzierung für das Clubhaus als Geschenk mit und betonte: „Wir sind glücklich darüber, mit dem FC Laasphe in einer Spielgemeinschaft zusammenzuarbeiten.“

Dies zeigten die Mitglieder des FV Niederlaasphe auch durch tatkräftigen Einsatz: Sie übernahmen hinter der Theke die Bewirtung der Jubiläums-Gäste.

Auch André Becker, Vorsitzender des VfB Banfe, gratulierte. Da sein Verein im kommenden Jahr das gleiche Jubiläum feiert, weiß er recht gut: „100 Jahre sind eine beeindruckende Zahl.“ Becker erinnerte an viele spannende und teilweise auch lustige Derbys, in denen es bisweilen auch ruppig zuging.

Brisantes aus der Vergangenheit

Becker überreichte in diesem Zuge augenzwinkernd ein Sportgerichtsdokument aus dem Jahr 1948, das Unsportlichkeiten in einem Freundschaftsspiel kritisierte und den beiden Vereinen Strafen androhte. Klar ist aber: Gegner bleiben die Nachbarvereine nur im Spiel.

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