Ferndorf II wieder mit Sorgenfalten

Siegerland.   In der Oberliga hat sich die Lage für den TuS Ferndorf II nach der Niederlage in Hemer und dem Sieg der HSG Augustdorf/Hövelhof wieder verschlechtert. Verbandsligist RSVE Siegen bestätigte seine Heimstärke, konnte den Rückstand zur Tabellenspitze allerdings nicht verringern.

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In der Oberliga hat sich die Lage für den TuS Ferndorf II nach der Niederlage in Hemer und dem Sieg der HSG Augustdorf/Hövelhof wieder verschlechtert. Verbandsligist RSVE Siegen bestätigte seine Heimstärke, konnte den Rückstand zur Tabellenspitze allerdings nicht verringern.

Oberliga

HSV 81 Hemer - TuS Ferndorf II 29:26 (13:11). „Wir haben etwas zu zögerlich gespielt. Als in der zweiten Halbzeit für uns die Tür etwas aufgegangen war, haben wir unsere Chancen nicht genutzt. Wir haben den Punch zum Tor nicht gehabt so wie etwa Christian Klein auf Hemeraner Seite“, fasste Ferndorfs Trainer Michael Feldmann die 60 Minuten im mit 500 Zuschauern besetzten Grohe-Forum zusammen. Klein erzielte sieben Feldtore – so viele wie kein anderer Spieler an diesem Abend. Unterm Strich war es deshalb eine verdiente Niederlage für die Nordsiegerländer, die diesmal neben den Langzeitverletzten auch auf Mattis Michel (Einsatz in der ersten Mannschaft) verzichten mussten, aber gute erste 20 Minuten spielten. Die 5:3- bzw. 11:9-Führung transportierten die Gäste allerdings nicht bis in die Pause, kassierten sie binnen gut vier Minuten vier Treffer zum 11:13-Halbzeitrückstand und scheiterten zu oft am starken Hemeraner Torhüter Patrick Spiller.

Der hielt sein hohes Niveau in den zweiten 30 Minuten zwar nicht halten, doch konnte Ferndorf davon nicht profitieren – zumindest nicht nachhaltig, denn nur bis zum 16:16 (36.) durch Jonas Haupt schnupperte Ferndorf an einem Punktgewinn. Vier Minuten später aber erlosch dieser Hoffnungsschimmer nach erneut vier Gegentoren en bloc, bog Hemer nach dem 20:16 von Moritz Frenzel auf die Siegerstraße ein. Zwar kam Ferndorf nochmal heran (21:23), doch in der Endphase hatte Hemer mit der Fan-Unterstützung im Rücken den längeren Atem.

TuS Ferndorf II: Gudmundsson (Thies) - L. Michel, J. Klein (4), Siegle, M. Sorg (7/4), F. Schneider, Irle (3), Nenne-Kolb, L. Sorg (7), Haupt (2), Rengel (1), Paul (2).

Verbandsliga

RSVE Siegen - TuS Hattingen 31:29 (15:12). Es war eigentlich wie immer, wenn es gegen Hattingen ging. Ein unangenehmer Gegner, der kämpft bis zur letzten Sekunde. Die Hattinger ließen sich auch von teilweise fünf Treffern Rückstand (13:8, 24.) nicht stoppen, sind bei Halbzeit wieder auf drei heran. Nach der Pause sind die Gäste auf Augenhöhe, gleichen zum 17:17 (35.) erstmals aus, gehen beim 18:19 (37.) erstmals in Front. So eng, mit wechselnden Ein-Tor-Führungen, geht es weiter bis in die 55.. Minute - die Partie steht lange auf des Messers Schneide. Der an diesem Abend überragende Branko Jovanovic, der auf Linksaußen den erkrankten Alen Sijaric vertrat, schafft mit dem 29:27 (57.) erstmals wieder einen Vorsprung für den RSVE von zwei Toren. Milos Grujicic, am Kreis diesmal ebenso effektiv wie sein serbischer Landsmann, legt das 30:27 (58.) nach. Doch noch gibt sich der Gast nicht geschlagen. Trainer Frank Osterloh stellt auf offene Manndeckung um, ruck-zuck gelingen nach Siegener Ballverlusten die Treffer zum 30:29. Beim RSVE bringt Trainer Caslav Dincic nach Auszeit für den letzten Angriff den siebten Feldspieler. Auf Linksaußen wird Jovanovic angespielt - und der trifft zum 31:29-Endstand. Johannes Krause kam nach langer Verletzung wieder zum Einsatz. „Das war nicht überragend, am Ende aber ein verdienter Mannschaftssieg“, so der sportliche Leiter Peter Krause, der sein Team für das nächste Heimspiel gegen den Rangzweiten Bommern gerüstet sieht.

RSVE: Michel, Broszinski; Kolb (6), Johannes Krause (1), Weigelt (4/2), Jovanovic (8), Frieder Krause (4), Grujicic (6), Ronge (2), Daub.

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