Handball-Testspiel

Ferndorfer Steigerung in der zweiten Halbzeit

Kam gegen die aggressive 5:1-Deckung der Dragons selten zum Zug: Pascal Weber.

Kam gegen die aggressive 5:1-Deckung der Dragons selten zum Zug: Pascal Weber.

Foto: Lutz GroßmanN

Nach einer sehr mäßigen ersten Halbzeit steigerte sich Ferndorf gegen die SGSH Dragons und gewann den letzten Test der Vorbereitung mit 30:24.

Kreuztal. Handball-Zweitligist TuS Ferndorf hat die Vorbereitungsphase auf die neue Saison, die am Wochenende mit dem Pokal-Viererturnier in Saarlouis beginnt, mit einem 30:24 (16:15)-Sieg im letzten Testspiel gegen den West-Drittligisten SGSH Dragons abgeschlossen, aber nur in der zweiten Halbzeit überzeugt.

Über Hälfte eins hätte man getrost den Mantel des Schweigens legen können, denn da lief auf Ferndorfer Seite wenig zusammen. Allerdings schickte Trainer Michael Lerscht zunächst auch nicht die vermeintlich stärkste Sieben auf die Platte. Und so war es kein Wunder, dass Ferndorf der Musik hinterherlief. Nur zwei Spieler taten sich positiv hervor: Lucas Schneider spielte die gesamte erste Halbzeit durch und kommt nach seiner langen Verletzungspause immer besser in Tritt. Der Linkshänder unterstrich dies mit vier Toren wie überhaupt die rechte Ferndorfer Flanke zum Prunkstück der ersten 30 Minuten avancierte, denn der flinke Rechtsaußen Tim Rüdiger leistete sich bei seinen sechs Versuchen lediglich einen Fehlwurf. Rüdiger brachte den TuS kurz vor der Halbzeit auch auf 14:15 heran, Marijan Basic, nicht immer konzentriert bei der Sache, egalisierte zum 15:15, ehe Julian Schneider per Gegenstoß in der Schlusssekunde für das 16:15, die erste Ferndorfer Führung, sorgte.

Tim Rüdiger ragt mit neun Toren heraus

Lerschts Kabinenansprache muss eindrucksvoll gewesen sein, denn seine Mannschaft kam wie verwandelt zurück, legte eine andere Körpersprache an den Tag, ging nun in der Abwehr aggressiver zu Werke, bewies auch im Angriff weit mehr Zug zum Tor und erhöhte das Tempo spürbar – bedingt auch durch die Tatsache, dass der TuS-Trainer den kompletten Rückraum ausgetauscht hatte, jetzt Julius Lindskog Andersson, Jonas Faulenbach und Andreas Bornemann für Druck sorgten.

Weil sich auch der nach einem Durica-Intermezzo zwischen die Pfosten zurück gekehrte Tim Hottgenroth steigerte, setzte sich der TuS Ferndorf schnell ab. Über 22:16, 24:19 und 28:21 landete der Favorit einen am Ende sogar noch deutlichen Sieg mit der Erkenntnis, dass die erste Halbzeit pfui, die zweite aber durchaus hui war.

TuS: Durica, Hottgenroth - Faulenbach (2), Basic (2), Neitsch, L. Schneider (4), M. Michel (5/3), J. Schneider (2), Lindskog Andersson (3/2), Rüdiger (9), Bornemann (1), Koloper (1), Weber (1).

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