28. Zoff-dem-Stoff-Turnier

FV Wiehl 2000 gewinnt am Giersberg

Obenauf ist der Kicker der Sportfreunde Siegen nicht nur in dieser Szene, auch die Vorrundenpartie gegen Fortuna Freudenberg wird mit 5:0 gewonnen. 

Obenauf ist der Kicker der Sportfreunde Siegen nicht nur in dieser Szene, auch die Vorrundenpartie gegen Fortuna Freudenberg wird mit 5:0 gewonnen. 

Foto: Rene Traut

Siegen.   C-Jugendkicker aus dem Oberbergischen besiegen im Finale Fortuna Köln mit 5:1. Lokalmatadore haben das Nachsehen.

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Fußballerisch hielt sich das Siegerland bei der 28. Auflage des Anti-Drogen-Turniers in der Siegener Giersberghalle diesmal vornehm zurück. Die wohl klingenden Namen, die in der Vergangenheit die Siegerlisten prägten, wie zuletzt die TSG Hoffenheim, der FC Schalke 04 oder auch Borussia Dortmund, standen diesmal nicht auf der Platte. Das Veranstalter-Trio aus FC Eiserfeld, Kreispolizeibehörde und AOK Nordwest hatten auf Einladungen für den Bundesliga-Nachwuchs verzichtet.

„Mehr Lokalkolorit“, hieß es in der Begründung. Dass dafür einige Zuschauer weniger als üblich auf den Rängen das Geschehen des Sonntags verfolgten - nun, man nahm es hin. Sie alle erfreuten sich letztlich am verdienten Turniersieg des FV Wiehl. Die Jungs aus dem Bergischen setzten sich im Finale gegen den Nachwuchs der Kölner Fortuna aus der Südstadt mit 5:1 durch. Platz drei sicherte sich der MSV Duisburg durch ein 2:1 im „kleinen Endspiel“ gegen den FSV Frankfurt.

Ausklang in der Marktschenke

Emotional wurde es am späten Nachmittag, als ein „Mann der ersten Stunde“ gewürdigt wurde. Martin Büdenbender. Warme Worte, Blumen für Ehefrau Cornelia, Präsente aus allen Ecken - für den Mann, der bei der AOK seinem verdienten Ruhestand entgegen sieht, hat dieses Turnier in den vergangenen 28 Jahren nicht nur begleitet, er hat es geprägt. Sichtlich gerührt brachte er nach so vielen Honneurs nur wenige Worte zustande: „Obwohl ich ja sonst nicht auf den Mund gefallen bin, bleibt mir jetzt nur noch Danke für alles zu sagen.“ Seine letzte Begegnung mit dem Anti-Drogen-Turnier wird es gewiss nicht gewesen sein, als man sich am Abend nach bewerkstelligten Aufräumarbeiten auf dem Giersberg in der Eiserfelder Marktschenke zum traditionellen Ausklang zusammenfand.

Jahn-Fechter und Polizeihund

Da wurden dann natürlich die beiden Turniertage mit dem Anti-Cyber-Cup der D-Junioren am Samstag (siehe Extratext unten auf dieser Seite) und dem Hauptturnier gestern unter die Lupe genommen, Die guten Leistungen der besten Vier kamen ebenso zur Sprache wie die Vorstellung der ein heimischen Kicker, die es im Viertelfinale auf dem Fuß hatten, die Runde der besten zu erreichen. Nach 2:0-Führung mussten so die Sportfreunde Siegen ebenso mit 2:3 (gegen FSV Frankfurt) die Segel streichen wie der TSV Weißtal gegen die späteren Final-Teilnehmer Fortuna Köln. Nach der Gruppenphase ebenfalls unter die besten Acht gerutscht war die SG Siegen-Giersberg, die dann im Viertelfinale aber chancenlos war gegen den späteren Turniersieger aus Wiehl und mit 1:5 unterlag.

„Nach dem Turnier ist vor dem Turnier“, lässt Hallensprecher und Organisations-Chef Maik Otto vom FC Eiserfeld, durchblicken, dass zwischen dem Abpfiff des Endspiels dieses Jahres und dem ersten Ballkontakt des 29. Turniers in 2020 wieder eine geballte Ladungs an organisatorischen Aufgaben auf alle Beteiligten zukommt. Und bis zum 30. Anti-Drogen-Turnier ist es ja dann auch nicht mehr weit - ein Jubiläum, für das man im Hintergrund schon an Höhepunkten feilt.

Traditionell haben neben dem Fußball auch andere Sportarten die Gelegenheit, sich mit sehenswerten Einlagen zu positionieren. So demonstrierte die erfolgreiche Fechtabteilung des TV Jahn Siegen, wir man in Training und Wettkampf die Klingen kreuzt. Was ein Polizeihund so alles kann, wenn Herrchen ihn auch in gut besetzter Sporthalle auf die Reise schickt, war ein Beispiel für gekonntes Zusammenspiel von Mensch und Tier.

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