Gustav Schweisfurth gestorben

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Eichen.  Die heimische Turnerfamilie trauert um einen weiteren verdienstvollen Turnbruder, und da besonders die Turnerinnen und Turner des TV 1888 Eichen um ihren Ehrenvorsitzenden Gustav Karl Schweisfurth (Foto), der am Dienstag im Alter von 88 Jahren nach einem erfüllten Leben gestorben ist. Der Eichener Diplom-Brauingenieur prägte nicht nur sein Unternehmen, die Eichener Brauerei, mit viel schöpferischer Kraft, sondern auch das turnerische Leben in Eichen.

Mit 14 in den TVE eingetreten

Mit 14 Jahren kam der gebürtige Eichener als junger Turner in den TVE und blieb ihm bis zu seinem Tod treu verbunden. Ehrenamtliche Aufgaben prägten seit 1958, nach seiner Rückkehr aus der Studienzeit in Düsseldorf, sein Vorstandsleben. Da wurde er gleich zum stellv. Vorsitzenden an der Seite von Hermann Siebel gewählt, dessen Nachfolger er bereits 1959 wurde - da war er gerade mal 31. Die Führung der „Neichener Turner“ sollte bis 1997 dauern - 38 Jahre lang. Bei seiner Verabschiedung aus der Führungsriege wurde Gustav Schweisfurth zum Ehrenvorsitzenden ernannt. 1978, als der TV Eichen die Vereinsführung umstrukturierte, wirkte er in der Position des Vorstandsvorsitzenden weiterhin für das Wohl des TVE. In seiner langen Amtszeit wuchs der Verein von 600 auf 2000 Mitglieder und viele zeitgemäße Neuerungen fanden unter seiner Regie statt. 2002, nach 60 Jahren TVE-Mitgliedschaft, wurde er auch zum Ehrenmitglied ernannt. Dankbar blickt der heutige Vorstandsvorsitzende Frank Wieland Frisch zurück und betont „er war ein Gönner des Vereins, stets ruhig, besonnen, ausgleichend und sachlich, fundiert seine Ratschläge und jederzeit ein Ansprechpartner. Seine Art ermunterte zur ehrenamtlichen Tätigkeit.“

Im Siegerland-Turngau wurde seine ruhige, sachliche Art ebenfalls sehr geschätzt. Von 1969 bis 2003 war er Mitglied im Rechtsausschuss des STG.

Zu seinen Ehrungen zählten die DTB-Ehrennadel (1980), der DTB-Ehrenbrief (1984), die WTB-Ehrenplakette und der Ehrenteller des TVE (beide 1988).

1960 Sonja Bettendorf geheiratet

Gustav Schweisfurth war nicht nur Unternehmer und „ein Turner vom Scheitel bis zur Sohle“, sondern auch ein warmherziger Familienmensch. 1960, als das Landesturnfest in Siegen war, heiratete er die „Flecker“ Turnschwester und damalige Gaujugendwartin Sonja Bettendorf. Zwei Söhne, Dr. Karl-Wilhelm und Wieland, wuchsen in der Eichener Familie wohlbehütet auf, die ihn in seiner langen schweren Zeit, gemeinsam mit der Mutter, liebevoll betreuten.

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