Gustav Schweisfurth wird 85

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Eichen.  Der Eichener Diplom-Brau-Ingenieur Gustav Karl Schweisfurth wird am Mittwoch 85. Der ehemalige Brauereichef ist ein Turner vom Scheitel bis zur Sohle. Der gebürtige Eichener prägte das dörfliche Bild nachhaltig - ob als Unternehmer oder als Vereinsmensch.

Dem TV Eichen ist er eng verbunden, verwurzelt seit seiner Zeit als junger Turner. Mit 14 (1942) schloss er sich dem TVE an. 1958 begann, nach seiner Rückkehr aus der Studienzeit in Düsseldorf, seine ehrenamtliche Tätigkeit. Da wurde er, unter dem damaligen Vereinsvorsitz von Hermann Siebel, zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, den er aber schon ein Jahr später als Nachfolger ablöste. Die Führung der „Neichener Turner“ unter Gustav Schweisfurth sollte bis 1997 dauern - 38 lange Jahre. Bei seiner Verabschiedung wurde Gustav Schweisfurth zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Seit 1978, als der TVE eine Umstrukturierung des Vorstandes beschloss, wirkte Gustav Schweisfurth als Vorstandsvorsitzender.

Doch der heutige Jubilar ist nicht nur Unternehmer und Turner, sondern auch ein warmherziger Familienmensch. 1960, in jenem Jahr, als das Landesturnfest in Siegen stattfand, wurde geheiratet - und wie konnte es anders, eine Turnerin wurde seine Ehefrau; die damalige Gaujugendwartin „uss dm Flecke“, Sonja Bettendorf, war seine Auserwählte. Zwei Söhne, Dr. Karl-Wilhelm (51) und Wieland (49), wuchsen in der Eichener Familie auf, wohnen ebenfalls „e Neiche“ und kümmern sich liebevoll um ihre Eltern.

Liebe zum Beruf

Beruflich schnupperte Gustav Schweisfurth schon während seiner Eichener und Kreuztaler Schulzeit ins 1888 von seinem Großvater Gustav gegründete Unternehmen, der Eichener Brauerei. Zwar nicht als „Tellerwäscher“ verdiente er sich das erste Taschengeld, sondern beim Flaschenspülen und passte auch genau auf, wie Bier gebraut wird. Diese Liebe zum Beruf pflegte er nachhaltig bis zu seinem Ruhestand, bis 2003 - zu jener Zeit, als das kleinere Eichener Familienunternehmen vom benachbarten größeren Krombacher Familienunternehmen Schadeberg übernommen wurde.

Klar, dass Gustav Schweisfurths Verdienste mit zahlreichen Ehrungen auf Vereins- und Verbandsebene sowie der „Stadt am Fuße des Kindelsbergs“ gewürdigt wurden. Die besonderen Auszeichnungen sind das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse am 8. August 2002 beim Regierungspräsidenten in Arnsberg und die Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Kreuztal am 31. Januar 2004.

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