Gute Ansätze und viele Fehler beim RSVE

Bielefeld/Siegen.   Erwartete Niederlage - auch erwartet klar - für die Oberliga-Handball-Reserve des TuS Ferndorf beim Mit-Spitzenreiter. 18:26 hieß es aus Sicht des Teams von Trainer Michael Feldmann gestern am frühen Abend bei der TSG AH Bielefeld in Altenhagen-Heepen. Zwei Siege und ein Remis - so lautet die Bilanz von Verbandsligist RSVE Siegen seit der Übernahme von Caslav Dincic auf der Trainerbank. Gegen den SV Wersterholt gewannen die Eiserfelder deutlich mit 31:24.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Erwartete Niederlage - auch erwartet klar - für die Oberliga-Handball-Reserve des TuS Ferndorf beim Mit-Spitzenreiter. 18:26 hieß es aus Sicht des Teams von Trainer Michael Feldmann gestern am frühen Abend bei der TSG AH Bielefeld in Altenhagen-Heepen. Zwei Siege und ein Remis - so lautet die Bilanz von Verbandsligist RSVE Siegen seit der Übernahme von Caslav Dincic auf der Trainerbank. Gegen den SV Wersterholt gewannen die Eiserfelder deutlich mit 31:24.

Oberliga: TSG AH Bielefeld - TuS Ferndorf II 26:18 (14:9). Michael Feldmann hatte seinen Jungs beim Meisterschaftsanwärter mit auf den Weg gegeben, in Abwehr und Angriff möglichst die Konsequenz an den Tag zu legen, die das Team in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hatte.

Und am Ende meinte der Coach: „Wir werden nicht enttäuscht nach Hause fahren.“ Denn vor allem in der Abwehr hatten die Ferndorfer diese Vorgaben umgesetzt. „Dass es offensiv gegen diese Abwehr schwer werden würde, war uns klar. Insofern gibt es keinen Vorwurf an die Mannschaft“, so Feldmann.

Und dennoch: Als der TuS zu Beginn der 52. Minute durch Leon Sorg auf 18:20 verkürzte, selbst den Ball eroberte, schien sich eine hoch spannende Schlussphase in Ostwestfalen anzubahnen. Doch der Versuch, das leere Bielefelder Tor anzuvisieren, misslang.

0:6 in der Schlussphase

Der Ball flog vorbei - und vorbei waren kurz darauf auch die Gedanken an einen weiterhin spannenden Spielverlauf. Bis zum Schlusspfiff gelang den Ferndorfern kein Treffer mehr, den Gastgebern dagegen sechs. Da hatte sich die Klasse also doch noch durchgesetzt. Allerdings musste der TuS in dieser Phase die Hinausstellungen von Karl Jonas Haupt und Florian Schneider verkraften.

In Unterzahl hatten die Nord-Siegerländer dann gegen die clevere TSG-Mannschaft keine Chance mehr. In den letzten Minuten wechselte Michael Feldmann munter durch, gönnte allen mitgereisten Akteuren - bis auf den angeschlagenen Fabian Paul - Einsatzzeiten.

TuS II: Gudmundsson, Thies; Linus Michel (1), Klein (2), Siegle, Michel Sorg (1), Fabian Schneider (4), Irle (4), Nenne-Sorg, Leon Sorg (5), Haupt (1), Rengel.

Verbandsliga: RSVE Siegen - SV Westerholt 31:24 (19:11). RSVE-Trainer Caslav Dincic sah gegen den Tabellenvorletzten aus Herten ein Spiel seiner Mannschaft „mit Licht und Schatten“. Gute Ansätze wechselten sich ab mit leichten Fehlern. Unkonzentrierte Aktionen in Abwehr und Angriff bemängelte der Coach, der - so kann die Kritik zusammengefasst werden - noch eine Menge Arbeit hat, um beim RSVE ein System zu bekommen, das seinen Vorstellungen entspricht.

Dennoch: „45 Minuten haben mir insgesamt gut gefallen, in der letzten Viertelstunde haben sich dann die Fehler gehäuft.“ So richtig eng wurde es während der 60 Minuten in der Rundturnhalle trotz allem nicht.

Der RSVE zog von Beginn an in Führung (3:0/4., 8:4/13., 12:5/18.) und hielt sich den Gegner auch in der Folge auf Distanz. Nach der Pause erhöhte sich der Vorsprung sogar mal auf zehn Tore (22:12/34., 28:18/45.).

Dincic vermisst „Chef-Rolle“

Aber auch in einigen Szenen dieser Phasen hätte sich Dincic mehr Variationen im Angriffsspiel gewünscht. Dem Trainer fehlt eine Art Chef-Rolle auf dem Parkett, die mit lautstarken Anweisungen lenkende Funktion übernimmt. Allerdings führte Dincic auch an, dass die Trainingswoche von einigen Verletzungen bzw. Erkrankungen geprägt war. Zwei Torhüter und sieben Feldspieler waren nur im Training.

Der Serbe hofft, dass Johannes Krause, den er für eine Bank in der Abwehr hält, in dieser Woche nach ausgestandenen Schulterproblemen wieder ins Training zurückkehrt und im nächsten Heimspiel nach der Karnevalspause gegen Hattingen am 17. Februar wieder zur Verfügung steht. Milos Grujicic konnte wegen seiner latenten Rückenprobleme in der vergangenen Woche gar nicht trainieren, ebenso wie Nachwuchsmann Lars Bohne. Alex Dröge fiel erkrankt aus, auch Tim Kolb war angeschlagen, biss dann aber - wie Grujicic - im Spiel am Samstag auf die Zähne.

RSVE: Michel, Broszinski; Sijaric (5), Kolb (6/1), Weigelt (8/3), Jovanovic, Frieder Krause (6), Bohne (2), Grujicic (2), Ronge (2).

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben